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Mixtape der Woche

5. September 2026, 16:53 Uhr von Uwe

Letzte Woche gab es Musik von alten Leuten, die entstanden ist, als sie noch nicht ganz so alt (und noch lebendig) waren. Und weil es davon noch mehr gibt, machen wir diese Woche genau da weiter.

Ein großer Künstler würde heute seinen 80. Geburtstag feiern. Ein Künstler, dessen Kunst ich sehr schätze und der hier schon vielfach diskutiert wurde. Ein Künstler, der 35 Jahre nach seinem Tod vielleicht sogar populärer ist als zu Lebzeiten. Die Rede ist von Freddie Mercury. Die ganz großen bekannten Songs hatten wir alle schon, also schauen wir mal, was noch nicht dran war.

Killer Queen

Eine ganz frühe Sternstunde im Songwriting hatte Freddie 1974 mit diesem Song aus dem dritten Queen-Album „Sheer Heart Attack“. Der Song wurde als Single ausgekoppelt und erreichte Platz 2 in den britischen Charts, was für die Band der erste große Erfolg war – bis dahin waren sie ja verkaufstechnisch ziemlich irrelevant, der ganz große endgültige Durchbruch kam ja erst ein Jahr später.

Crazy Little Thing Called Love

Fünf Jahre und mehrere Monsteralben später schrieb Freddie diese kleine Nummer, die mehr nach Elvis klingt als Elvis selbst. Aber Elvis war zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwei Jahren tot. Der Song stieg bis auf Platz 2 in den Charts und war 1980 Teil des Albums „The Game“. Die Nummer blieb bis zum Ende von Queens Live-Aktivitäten im Programm, Freddie spielte dabei dann zusätzlich Gitarre.

Under Pressure

Dieser Song von 1981 ist ausgesprochen ungewöhnlich für Queen, denn es war eine Kollaboration mit David Bowie. Trotzdem oder gerade deswegen landete die Single an der Chartspitze, das erste Mal seit Bohemian Rhapsody 1975. Danach war die Nummer Teil des 1982er Albums „Hot Space“, welches als Queen-Album der Tiefpunkt im gesamten Katalog ist…

Love Kills

Dieser Song wurde 1984 als Freddie-Solonummer veröffentlicht, es spielten aber tatsächlich alle Mitglieder von Queen mit. Der Text ist eigentlich ziemlich deprimierend, die eher fröhliche Musik passt gar nicht recht dazu. Spielt aber alles keine Rolle, am Ende kam Platz 10 in den Charts dabei heraus. Es im Übrigen die erste Single, die unter Freddies eigenem Namen erschien, nachdem ein Cover von I Can Hear Music (Beach Boys) 1973 noch unter dem ziemlich lächerlichen Namen Larry Lurex veröffentlich wurde.

The Great Pretender

Dieser Song stammt im Original aus dem Jahr 1955 und war damals eine Nummer 1 in den USA. Die Version von Freddie Mercury erschien 1987 und erreichte Platz vier in den britischen Charts. Für das Video parodiert Freddie viele seiner Kostüme aus älteren Queen-Videos, hatte sich aber auch seinen bekannten Schnurrbart abrasiert.

Barcelona

Das letzte ganz große künstlerische Werk zu Freddies Lebzeiten war seine Kollaboration mit Operndiva Montserrat Caballé. Es 1987 der größte Hit in Freddies Solokarriere und wurde 1992 und somit nach Freddies Tod zur Hymne der Olympischen Spiele, die damals eben in Barcelona ausgetragen wurden. Dazu wurde die Single neu veröffentlicht und kletterte fast an die Chartspitze.

Living On My Own

Der Song war 1985 Teil von Freddies Soloalbum „Mr Bad Guy“ und wurde 1993, also nach Freddies Tod, als Remix neu herausgebracht und erreichte – als erste Solosingle von Freddie überhaupt – die Chartspitze. Das Musikvideo zum Song enthält Aufnahmen von Freddies 39. Geburtstag im Jahr 1985, den er als schwarzweiße Mottoparty in München feierte. Laut diversen Dokus muss dass die totale Eskalation gewesen sein, ein letztes Hurra des Hedonismus.

Und heute ist Freddie populärer denn je, zahllose YouTuber analysieren Songs von Queen, in diversen Serien tauchen Songs von Queen auf, und ein Typ, der Bohemian Rhapsody und We Are The Champions geschrieben hat, ist sowieso unsterblich.

 

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