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Mixtape der Woche

6. August 2026, 11:21 Uhr von Uwe

Wenn dieser Eintrag erscheint, bin ich gerade irgendwo zwischen Eiger Mordwand und Wengen unterwegs (das ist zumindest der Plan, mal sehen was das Wetter dazu sagen wird). Deswegen machen wir das hier hobbythekmäßig – ich hab da mal was vorbereitet…

Naheliegenderweise schauen wir also jetzt mal auf die Musikszene aus dem Land mit den pünktlichen Eisenbahnen. Da gibt es ja durchaus einige international erfolgreiche Interpreten (nein, ich meine damit nicht Beatrice Egli).

Krokus – Bedside Radio

Krokus waren die Schweizer Antwort auf AC/DC und feierten in den frühen Achtzigern größere internationale Erfolge. Sie spielten zum Beispiel mehrere US-Tourneen im Vorprogramm von Bands wie Blue Öyster Cult, Iron Maiden und eben AC/DC. Den ganz großen Durchbruch verhinderten ständige Besetzungswechsel, aber die Truppe um Marc Storace und Chris von Rohr ist bis heute aktiv. Der Song stammt vom 1980er Album „Metal Rendez-Vous“, wurde als Single veröffentlicht und ist bis heute im Liveprogramm zu finden.

Yello – The Race

Das Schweizer Duo machte seit den 70er Jahren ziemlich experimentelle Musik. Die Musik entstand aus einzelnen Samples, die dann in mühevoller Kleinarbeit arrangiert wurden. Heutzutage ist das mit Computern Standard und quasi alles im Bereich Techno usw. basiert darauf. Yello sehen sich selbst aber gar nicht als Vorläufer dieser Art Musik, sondern experimentierten einfach munter drauflos. Den ganz großen Hit hatten sie 1988 mit dieser Nummer, die zum Titelstück der TV-Musiksendung Formel 1 wurde.

Celtic Frost – Morbid Tales

Im Bereich extremer Metal-Spielarten kommt man nicht an Celtic Frost vorbei. Aus der Vorgängerband Hellhammer – die bis heute Kult in Black Metal-Kreisen ist – ging diese Band 1984 hervor und wurde mit nur zwei Alben in den 80ern zu einer der einflussreichsten Bands überhaupt in diesem Bereich. Das Debüt war noch 1984 die EP „Morbid Tales“. Die Band machte musikalischen Wandel zum Programm, so dass die zeitgenössischen Reaktionen oft sehr gemischt waren und man die Bedeutung für die Szene erst viele Jahre später nachvollziehen konnte – die Band war ihrer Zeit damals wohl einfach zu weit voraus.

Samael – Reign Of Light

Die Schweizer haben gerade im Bereich der extremeren Metal-Varianten Geschichte geschrieben – Stichworte Hellhammer und Celtic Frost. Samael begannen als Black Metal-Band, änderten ihren Stil jedoch im Lauf der Zeit mehrfach radikal. So finden sich in den späten 90ern zahlreiche elektronische Klänge und Drumcomputer. Das 2004 erschienene „Reign Of Light“ war dann ausgesprochen elektronisch geprägt und hatte mit Black Metal im klassischen Sinne gar nix mehr am Hut. Aus unerfindlichen Gründen fehlt das Album aber bei Spotify…

Gotthard – Anytime, Anywhere

Diese Band mit dem ausgesprochen schweizerischen Namen ist vermutlich die erfoglreichste eidgenössische Rockband überhaupt. Sie hatten bereits kurz nach ihrer Gründung einen größeren Hit mit einer Coverversion von Deep Purple’s Hush. Ein gravierender Einschnitt in der Bandgeschichte war der Unfalltod von Sänger Steve Lee 2010, doch die Band machte mit neuem Sänger weiter. Anytime, Anywhere war 2005 als Single aus dem damals aktuellen Album „Lipservice“ ausgekoppelt worden.

Shakra – Done Me Wrong

Die Band formierte sich bereits in den für klassischen Rock eher ungünstigen 90er Jahren. Dennoch blieb die Truppe am Ball, spielt seither gradlinigen Hard Rock mit Tendenz zum Power Metal und veröffentlicht mehr oder minder zuverlässig alle zwei Jahre ein Album. Zumindest in der Schweiz ist man seit fast 20 Jahren eine stetige Größe und erreicht mit jedem Album vordere Plätze der Charts. Done Me Wrong  vom 2003er Album „Rising“ ist jetzt nicht unbedingt der größte Hit der Bandgeschichte, aber ein typisches Beispiel für welche Art Musik die Band steht.

Burning Witches – Lady Of The Woods

Der neueste Vertreter im Bereich Heavy Metal sind die seit gut 10 Jahren aktiven Hexen, deren Besetzung – dem Namen entsprechend – ausschließlich weiblich ist. Musikalisch ist man auf den Spuren der großen Namen der 80er unterwegs (Iron Maiden, Judas Priest, Manowar) und covert gerne auch entsprechende Klassiker, textlich lässt sich ein Einfluss von Ronnie James Dio kaum wegdiskutieren. In der Schweiz ist die Band inzwischen gut für die Top-10 der Albumcharts, und auch in Deutschland stand man bereits in den Top 20. Als Beispiel sei hier diese Nummer aus dem 2021 erschienen Album „The Witch Of The North“ genannt.

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