TTDPatch führte zwei neue Signaltypen ein, die spezielle Probleme lösen sollen, die es aufgrund von Beschränkungen aus dem ursprünglichen TTDX gab.
Durchfahrtssignale
Alle Signale im ursprünglichen TTDX und auch in TTDPatch lassen sich nur von der korrekten Seite her durchfahren. In der Realität ist es normalerweise so geregelt, dass Signale von der Rückseite her einfach zu ignorieren sind, also keine Bedeutung für die Fahrt haben. Da dies in gewissen Situationen im Spiel sinnvoll oder sogar notwendig sein kann, wurden diese Durchfahrtssignale eingeführt.
In OpenTTD sind einseitige Pfadsignale so definiert, dass sie in der Gegenrichtung ignoriert werden, damit funktionieren sie von Hause aus wie diese Durchfahrtssignale.
Auf realen Streckennetzen können Züge oftmals auf das "falsche" Gleis (das für die Gegenrichtung) wechseln, um langsamere Züge zu überholen. Dieser sogenannte Gleiswechselbetrieb konnte bisher in TTDX nicht simuliert werden, durch die neuen Durchfahrtssignale wird das nun auch ermöglicht.
Über das Signal-Interface können einseitige Signale in Durchfahrtssignale umgewandelt werden. Dabei werden die Signale automatisch in pfadbasierte Signale umgewandelt, dieses Feature muss also zwingend aktiviert sein. Auf zweiseitige Signale hat die Umwandlung keinen Einfluss, sie erlauben ja ohnehin das Befahren in beide Richtungen.
Verwendung
Die Signale sind überall dort sinnvoll, wo Züge von beiden Richtungen auf ein bestimmtes Gleis (z.B. im Bahnhof) zufahren können. Ohne die Durchfahrtssignale würde es dabei irgendwann dazu kommen, dass zwei Züge gleichzeitig das gleiche Gleis befahren wollen und sich dann blockieren. Auf den Seiten zu Bahnhöfen gibt es diverse Beispiele. Ein Gleiswechselbetrieb ist ebenfalls erst mit diesen Signalen möglich.
Umgekehrtes Routing
Diese Signale lösen ein Problem, welches es nur durch die Wegfindung im originalen TTDX gibt: Wenn ein Zug an einer Kreuzung mehrere Möglichkeiten zum Weiterfahren hat, wird er alle Wege, die zu einem zweiseitigen Signal führen, als gleichwertige Alternativen betrachten, während ein einseitiges Signal für die Wegfindung als alternativlos angesehen wird. Diese Unterscheidung braucht man zum Beispiel bei der Einfahrt in Bahnhöfe, wo alle Gleise gleichwertig sind, wohingegen man bei Abzweigen zu unterschiedlichen Bahnhöfen nicht will, dass der Zug beide Strecken als gleichwertig ansieht.
Die umgekehrten Signale verkehren die Bedeutung eines Signals für die Wegfindung ins Gegenteil, d.h. ein einseitiges Signal gilt als gleichwertige Alternative, ein zweiseitiges Signal nicht.
In OpenTTD gibt es eine komplett neu programmierte Wegfindung, dadurch gibt es dieses Problem dort nicht, weswegen man auch kein spezielles Signal dafür entwickeln musste.
In einigen Fällen funktioniert das Aufstellen von zweiseitigen Signalen zum Zwecke der Auswahl aus Alternativen nicht besonders gut. Das beste Beispiel sind Durchgangsbahnhöfe, in denen ein Zug umkehren und in die falsche Richtung fahren könnte, nachdem er fertig mit dem Laden ist.
Darum kann man in den neuesten Patchversionen das Verhalten der Signale umschalten, so dass einseitige Signale für die Wegfindung wie zweiseitige Signale gelten, bzw. umgekehrt. Am eigentlichen Typ des Signals, also Blocksignal oder Vorsignal, ändert sich dadurch nichts.
Verwendung
Es gibt eigentlich nur eine Stelle, an der man dieses Signal unbedingt benötigt: An der Einfahrt zu Bahnhöfen, bei denen die Züge nicht umdrehen sollen und dies aufgrund der Spieleinstellungen und der Wegsuche doch tun. Konkret wird auf dieses Problem auf der Seite zu den Durchgangsbahnhöfen eingegangen.