{"id":842,"date":"2010-05-24T15:55:47","date_gmt":"2010-05-24T14:55:47","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.ws\/?p=842"},"modified":"2010-05-24T15:55:47","modified_gmt":"2010-05-24T14:55:47","slug":"einmal-im-kreis-rum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2010\/05\/24\/einmal-im-kreis-rum\/","title":{"rendered":"Einmal im Kreis rum"},"content":{"rendered":"<p>Aufgrund der allgemeinen Gro\u00dfwetterlage (Feiertag und Sonnenschein, und ich mit mir daheim allein) entschloss ich mich heute morgen v\u00f6llig unspontan (soll hei\u00dfen das hatte ich schon zwei Tage geplant) dazu, eine Radtour zu machen. Nach Studium der Radwegekarte war auch klar, wohin es gehen sollte: Immer sch\u00f6n im Abstand von ungef\u00e4hr 8 km entgegen dem Uhrzeigersinn ums Stadtzentrum drumrum, mal mehr, mal weniger, je nach Weg.<!--more--><\/p>\n<p><strong>R\u00f6telheim und Kartoffelsalat<\/strong><\/p>\n<p>Die Tour begann also mit der Durchquerung des Waldgebietes zwischen Tennenlohe und Erlangen-S\u00fcd bzw. Bruck und f\u00fchrte anschlie\u00dfendvorbei am R\u00f6telheimpark. Kartoffelsalat gibts \u00fcbrigens gem\u00e4\u00df fr\u00e4nkischer K\u00fcche zu Bratw\u00fcrsten dazu, und am R\u00f6telheim ist ein Biergarten (wie eigentlich ganz Erlangen nur aus Bierg\u00e4rten besteht, zumindest k\u00f6nnte man diesen Eindruck kriegen). Na jedenfalls ist das Gel\u00e4nde ein ehemaliger Exerzierplatz, inzwischen exerzieren da nur noch gesch\u00fctzte V\u00f6gel ihren Nachwuchs, weswegen da nun Naturschutz und Betreten verboten ist. Und damit mein alter Herr die Orientierung nicht verliert: Das is da wo OBI dahinter is \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>Waldschei\u00dfhaus, Sieglitzhof (nein, noch nicht die dritte Stroph&#8216;)<\/strong><\/p>\n<p>Weiter gings durch mehr Wald in Richtung Buckenhof, von dort ists dann beinah fast nix bis zur Siedlung Sieglitzhof. Ab hier gings nun leicht bergauf durch (man ahnt es) noch mehr Wald. Hier fiel neben dem (ver)trimm dich-Pfad auch wiederholt ein Wald- und Wiesen-Abenteuerspielplatz auf. Davon scheints in Erlangen massig viele zu geben, und die waren zum Teil auch gut besucht. Anyway, hier stand ich dann tats\u00e4chlich auf einmal im Wald, weil ich ein Schild \u00fcbersehen und mich dementsprechend leicht verfahren hatte. Machte aber nix, irgendwo kommt man immer raus. Achja, das &#8222;Waldschei\u00dfhaus&#8220; hei\u00dft eigentlich &#8222;Waldschie\u00dfhaus&#8220; und ist ein Restaurant im &#8211; wie der Name kaum vermuten l\u00e4sst &#8211; Wald, und daneben ist &#8217;ne Schie\u00dfanlage. Schei\u00df Trachtenvereine aber auch \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>Entla&#8217;s Keller, Bier im Blut (nein, heute nicht)<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Fall kommt man am Burgberg raus, das ist <em>der<\/em> Berg in Erlangen und im Moment der Bereich, den man am weitesten meiden sollte, wenn man nicht auf Menschenmassen steht &#8211; Bergkirchweih wirft halt grad ihre Schatten in Form eines gro\u00dfen Riesenrades. Rundrum gibts keinen Parkplatz, nicht mal f\u00fcr Fahrr\u00e4der, und ich wollt sowieso noch weiter, also nix Pause, und schon am Vormittag Bier geht ja mal gar nicht \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>Frankenschnellweg, Regnitztal, Ludwig-Donau-Main-Kanal<\/strong><\/p>\n<p>Unterm Frankenschnellweg aka A73 (die verl\u00e4uft im Bett des ehemaligen Ludwig-Donau-Main-Kanals) gings dann durch, ebenso \u00fcber die Regnitz entlang des Dechsendorfer Dammes und der Stra\u00dfe Sankt Johann durch Alterlangen, gefolgt von einer weiteren Br\u00fccke \u00fcber den Main-Donau-Kanal. An dieser Br\u00fccke machten gerade zwei Leichtathletinnen Sprint\u00fcbungen die Br\u00fccke hoch &#8211; da kriegt man schon gro\u00dfe Augen wenn man sieht, wie die da hochwetzen. So schnell bin ich mit&#8217;m Fahrrad jedenfalls nicht &#8211; aber ich will ja auch keine Medaillen gewinnen, jedenfalls nicht in Leichtathletik. Im \u00dcbrigen waren noch gen\u00fcgend andere Sportbegaste unterwegs, das Spektrum reichte hier von Walkingstockhinterherziehern bis zu IronMan-Aspiranten&#8230; Nuja.<\/p>\n<p><strong>Dechsendorfer, Segelboot<\/strong><\/p>\n<p>Nun gings den Heusteg entlang weiter nach Nordwesten, zum einzigen Mitteleurop\u00e4ischen Refugium des Wei\u00dfen Haies. Besagter jeniger welcher fri\u00dft dort Badeg\u00e4ste, nachdem eine zwischenzeitliche Vereinbarung, ihn mit Bier ruhigzustellen am Durst der Erlangener Bev\u00f6lkerung gescheitert war (nachzulesen ist diese Episode im \u00dcbrigen bei J.B.O.) Zu sehen war vom Wei\u00dfen Hai dann allerdings gar nix, daf\u00fcr stapelten sich im Wasser die Fr\u00f6sche zu einer Quakophonie in Dur und Moll. Baden kann man im Dechsendorfer tats\u00e4chlich nicht, allerdings weniger wegen dem Wei\u00dfen Hai als vielmehr wegen der nicht vorhandenen Wasserqualit\u00e4t. Boote waren aber immerhin unterwegs, womit der Bezug zur \u00dcberschrift gewahrt bleibt&#8230;<\/p>\n<p><strong>B\u00fcchenbacher Damm, bring mi&#8216; hoam (nix da)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem am Dexi der nordwestlichste Punkt der Tour erreicht war, gings nun wieder in Richtung S\u00fcden, und zwar zun\u00e4chst durch B\u00fcchenbach (da war ich dann tats\u00e4chlich auf dem Holzweg unterwegs, der allerdings dann doch geschottert ist). Anstatt hier nun nach links abzubiegen und \u00fcber besagten Damm wieder nach Hause zu rollen, zweigte der Weg aber nach rechts ab in Richtung Steudach. Hier hat man \u00fcbrigens das Vergn\u00fcgen auf einem Radweg den Berg hochzuradeln, der beinah so breit ist wie die Stra\u00dfe. Da w\u00e4r ich als Automobilist leicht neidisch.<\/p>\n<p>Den h\u00f6chsten Punkt der Tour (oder zumindest den mit der besten Aussicht) erreichte ich dann inmitten von Roggen- und Gerstenfeldern irgendwo hinter Frauenaurach und Kriegenbrunn. Zwischendrin staunte ich \u00fcber eine in der Pampa (lies: an einer stillgelegten Bahnstrecke) herumstehende Lok und verfluchte den Wind, der irgendwie immer bl\u00f6d von vorn kommt. Was solls, westlich von H\u00fcttendorf hat man dann tats\u00e4chlich sowas wie einen Ausblick auf Erlangen mit Riesenrad und drei Hochh\u00e4usern, und wenn man sich um 90 Grad nach rechts dreht, sieht man dort N\u00fcrnberg vorm Horizont &#8211; nur mal so um die Entfernungen zu verdeutlichen.<\/p>\n<p><strong>Schu\u00dffahrt nach <strike>San Remo<\/strike>Hause<\/strong><\/p>\n<p>Nun gings mit ungef\u00e4hr 45 km\/h den Berg wieder runter bis zu einer d\u00e4mlich aufgestellten Ampel in H\u00fcttendorf, bevor man dann wieder Donau-Main-Kanal und Regnitz \u00fcberqueren muss, um in Eltersdorf herauszukommen. Dort kam ich an einem Haus vorbei, in dem ich vielleicht h\u00e4tte einziehen k\u00f6nnen, wenn die Wohnung nicht schon weggewesen w\u00e4r, als ich anrufen wollte. Andererseits isses auch besser so, denn da h\u00f6rt man die Autobahn dann doch recht lautstark, L\u00e4rmschutz zum Trotz.<\/p>\n<p>Die restlichen Kilometer waren nun easy going, mir taten inzwischen die Handgelenke und auch das Sitzfleisch weh (Weichei, ich), und besser wurde das Wetter auch nicht mehr. Also kam ich dann nach knapp 4h (solider Schnitt von etwas \u00fcber 10 km\/h dank diverser Fotopausen) wieder daheim an. Ein bissel Farbe hab ich auch abgekriegt &#8211; schwarze Kettenschmiere an der Wade, ein bissl braun auf den Unterarmen und klassisches Sonnenbrandrot auf den Handr\u00fccken&#8230;<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Um Erlangen rundrum gibts viel Wald und noch mehr Radwege, im Gegensatz zum Schwarzwald stehen auch nicht st\u00e4ndig irgendwelche Berge im Weg rum und vermiesen den Fahrspa\u00df. Wer es besonders bergarm haben will, kann entlang des Main-Donau-Kanals laufen\/radeln, da fallen die Steigungen naturgem\u00e4\u00df besonders krass aus. Einziger Nachteil: Man hat nirgendwo mal &#8217;ne fette Aussicht auf die ganze Gegend. Ein paar wenig aussagekr\u00e4ftige Fotos gibts <a href=\"http:\/\/www.domaratius.de\/fotografiert\/thematisch\/erlangen\/index.php?entries=4\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund der allgemeinen Gro\u00dfwetterlage (Feiertag und Sonnenschein, und ich mit mir daheim allein) entschloss ich mich heute morgen v\u00f6llig unspontan (soll hei\u00dfen das hatte ich schon zwei Tage geplant) dazu, eine Radtour zu machen. 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