{"id":565,"date":"2009-05-12T08:52:40","date_gmt":"2009-05-12T07:52:40","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.ws\/?p=565"},"modified":"2009-05-12T08:52:40","modified_gmt":"2009-05-12T07:52:40","slug":"eisbaralarm-im-schwarzwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2009\/05\/12\/eisbaralarm-im-schwarzwald\/","title":{"rendered":"Eisb\u00e4ralarm im Schwarzwald"},"content":{"rendered":"<p>Montag, erster Urlaubstag &#8211; geplant war eine Wanderung bei den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Triberger_Wasserf%C3%A4lle\">Triberger Wasserf\u00e4llen<\/a>. Was das mit Eisb\u00e4ren zu tun hat und was sonst noch so passierte folgt auf den n\u00e4chsten Abs\u00e4tzen &#8211; wens nicht interessiert l\u00e4ssts halt \ud83d\ude09<!--more--><\/p>\n<p>Ausgemacht war, dass ich mit dem Zug nach Triberg gondele, die restlichen Urlauber mit dem Individualverkehrsgef\u00e4hrt hinfahren und dort dann aufeinander gewartet wird. Nachdem es die ganze Nacht wundersch\u00f6n gewittert hatte, zog ich mir also morgens bei immer noch leichtem Nieselregen meine wasserdichten Schuhe an (Kommentar meines Onkels[1]: &#8222;Wasserdicht hei\u00dft ja nur, dass das Wasser was reinkommt, nicht mehr rauskommt.&#8220;) und stiefelte zum Bahnhof.<\/p>\n<p>Dort machte ich als erstes einen Preisvergleich: Die einfache Fahrt nach Triberg kostet f\u00fcnf Doppelmark, Rabatt gibts nicht weil wegen ist Verkehrsverbund. Die Fahrt nach Hornberg (eine Station weiter) geht aus dem Verkehrsverbund raus, da kann ich meine Bahncard anrechnen, wodurch mich die Fahrt dorthin nur 4.20 kostet. Da es nirgendwo verboten ist, eine Fahrt eher abzubrechen, kaufte ich also die Fahrkarte nach Hornberg und stieg in Triberg aus &#8211; muss man nicht verstehen, ist aber so.<\/p>\n<p>Dort stand ich nun auf dem Bahnhofsvorplatz, die Sonne schien, es war warm &#8211; und weit und breit war keiner zu sehen. Nach dem Ablauf des akademischen Versp\u00e4tungsviertels wurde es mir zu doof und ich klingelte das mobile Quasselger\u00e4t meines Vaters an (f\u00fcr unaufmerksame Leser: Das impliziert, dass ich ebenfalls eine solche Mobilfunkger\u00e4tschaft dabei hatte). Beim zweiten Versuch nahm dann auch jemand ab und es stellte sich heraus, dass ich noch 10 Minuten weiter warten konnte &#8211; und da hei\u00dft es immer, die Bahn w\u00e4r unp\u00fcnktlich.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich fuhren die restlichen Urlauber vor, ich durfte mich dann zwischen die kaprizi\u00f6sen Figuren meiner Mutter und meiner Tante auf die R\u00fcckbank quetschen und los gings. Vom Bahnhof bis zum Wasserfall gehts 300m die Stra\u00dfe rauf und dann auf Parkplatzsuche, insofern war auch das Thema Bewegungsfreiheit vorerst nicht ganz so entscheidend. Dann standen wir also vor dem gro\u00dfen und nicht zu \u00fcbersehenden Schild zum Eingang, Eintritt darf man da auch l\u00f6hnen (Schwarzwaldurlauber zahlen weniger, ich durfte voll zahlen, ich wohn ja nur dort umme Ecke).<\/p>\n<p>Mit einem Plan des Wegenetzes bewaffnet ging es dann immer am rauschenden Wasser entlang nach oben. Sah schon beeindruckend aus, vor allem aber war nur wenig Betrieb, war halt in der Woche und au\u00dferhalb der Saison. Oben angekommen liefen wir noch eine Runde vorbei am Klettergarten (da kann man \u00fcben, Tarzan zu spielen &#8211; Kommentar meiner Tante: &#8222;Affenwerdung des Menschen, wieder ruff uff die B\u00e4ume.&#8220;) Schlu\u00dfendlich kamen wir an zwei weiteren Kassenh\u00e4uschen vorbei (das abkassieren nehmen sie also ernst), besichtigten kurz das Innere der Wallfahrtskirche, beguckten jede Menge kitschige Holzschnitzereien und hatten damit den ersten Punkt des Tagesprogramms abgehakt.<\/p>\n<p>Weiter ging es mit einer l\u00e4nglichen Autofahrt \u00fcber diesmal nicht verschneite Nebenstra\u00dfen, vorbei an zahllosen Uhrenl\u00e4den (setzt den Kuckuck auf die Liste der bedrohten Arten!), bis wir irgendwann in Hornberg herauskamen. Von dort ging die Fahrt weiter \u00fcber die Bundesstra\u00dfe \u00fcber Triberg (&#8222;da warn wir doch heute schon mal?&#8220;) bis St. Georgen. Dort wurden im Supermarkt erstmal Wiener W\u00fcrstchen, Br\u00f6tchen und anderer Kleinkram aquiriert, die dann auf dem n\u00e4chsten Rastplatz gleich verzehrt wurden &#8211; ich hatte ja keinen Hunger, in einem Anfall von Mitdenkerismus hatte ich mir am Morgen zwei K\u00e4sestullen geschmiert.<\/p>\n<p>Den Tagesabschluss bildete der Kriegsrat, der \u00fcber die Veranstaltungen des n\u00e4chsten Tages diskutierte &#8211; Besuch des Schwenninger Mooses, der Neckarquelle und der Villinger Innenstadt steht an. Mal gucken was das Wetter so macht.<\/p>\n<p>Schlu\u00dfbemerkung: Fotos gibts auf der <a href=\"http:\/\/www.domaratius.de\/fotografiert\/events\/20090511triberg\/index.php?entries=4\">Galerieseite<\/a>.<\/p>\n<p>Achso, ja, der Eisb\u00e4r, fast vergessen: Auf dem Weg die Triberger Wasserf\u00e4lle hinauf exklamierte mein Onkel pl\u00f6tzlich: &#8222;Eisb\u00e4r voraus!&#8220; (oder sowas in der Richtung, auf jeden Fall sagte er eindeutig Eisb\u00e4r). Ich drehte mich irritiert um und sah einen Hund vor mir, der tats\u00e4chlich ziemlich wei\u00df war und Eichh\u00f6rnchen jagen wollte (was aber nicht ging, weil Herrchen ihn festhielt). Der Hund hie\u00df aber wohl nicht Knut&#8230;<\/p>\n<p>[1] Zitat von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Terry_Pratchett\">Pratchett<\/a>[2]<\/p>\n<p>[2] Daher auch die Fu\u00dfnote(n)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, erster Urlaubstag &#8211; geplant war eine Wanderung bei den Triberger Wasserf\u00e4llen. 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