{"id":5212,"date":"2026-09-04T18:12:51","date_gmt":"2026-09-04T16:12:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=5212"},"modified":"2026-09-04T18:12:51","modified_gmt":"2026-09-04T16:12:51","slug":"berge-hinter-wolken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2026\/09\/04\/berge-hinter-wolken\/","title":{"rendered":"Berge hinter Wolken"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem die Wanderung am Vortag aufgrund von leichten Orientierungsschwierigkeiten nicht ganz so verlief wie gedacht waren solche Probleme heute unwahrscheinlich. Erstens gab es keinen Wald, in dem man sich h\u00e4tte verlaufen k\u00f6nnen und zweitens hatte ich die Wanderung schon <a href=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2018\/07\/31\/urlaub-tag-4-es-geht-bergab\/\">vor Jahren<\/a> mal gemacht. Ich sollte eine grobe Ahnung haben, wo es langgeht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Wetter hatte sich gegen\u00fcber dem Vortag komplett ge\u00e4ndert. Beim Blick aus dem Fenster sah man zun\u00e4chst mal gar nix au\u00dfer Wolken. Ich war ob dieser Tatsache zun\u00e4chst geneigt, die Wanderung gar nicht erst zu beginnen und stattdessen irgendwas anderes zu tun, rollte dann aber doch aus dem Bett und begab mich zum Fr\u00fchst\u00fccksb\u00fcffet. Nach ein paar Scheiben Brot und mehreren Gl\u00e4sern Orangensaft und nicht zuletzt einem Kaffee sah die Welt dann tats\u00e4chlich nicht mehr ganz so neblig und wolkenverhangen aus. Also wurde der Plan nun doch in Angriff genommen, unterwegs konnte ich mich ja dann immer nochmal umentscheiden.<\/p>\n<p><strong>Prolog &#8211; Fahrt nach Wengen (16.41 km, 41min, \u2197708m, \u21980m)<\/strong><\/p>\n<p>Das bedeutete, dass es kurz nach acht Uhr vom Bahnhof aus losging in Richtung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lauterbrunnen\">Lauterbrunnen<\/a>, also quasi genauso wie zwei Tage vorher. Erfreulicherweise konnte man stellenweise tats\u00e4chlich Berge und nicht nur Wolken sehen, und mit den extra Wolken sah die ganze Sache au\u00dferdem gleich noch viel mystischer aus. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4re es der Wanderei ja sogar zutr\u00e4glich, wenn die Temperaturen nicht direkt wieder \u00fcber 30 Grad steigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20260806\/s-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>In Lauterbrunnen angekommen wurde die gro\u00dfe Umsteige gemacht, was hier einfach bedeutete &#8222;raus aus dem Zug, einmal quer \u00fcber den Bahnsteig und rein in den anderen Zug&#8220;. So muss das sein, und dann funktioniert das auch mit unter f\u00fcnf Minuten Umsteigezeit. Und schon ging es weiter steil bergauf, n\u00e4mlich in Richtung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wengen_BE\">Wengen<\/a>. Wie man bereits vor \u00fcber 130 Jahren <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wengernalpbahn\">sowas krasses<\/a> in die Felsw\u00e4nde gezimmert hat ist immer wieder unbegreiflich, vor allem wenn man sich \u00fcberlegt, seit wie vielen Jahrzehnten einige Gro\u00dfprojekte in Deutschland nicht vorw\u00e4rts kommen.<\/p>\n<p>Der Ausblick ins wolkenverhangene <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lauterbrunnental\">Lauterbrunnental<\/a> war auf jeden Fall gigantisch, die Fahrt ging quasi auch viel zu schnell vorbei, und gegen 8:40 Uhr, also quasi noch mitten in der Nacht, stand ich schon in Wengen. Das war aber so beabsichtigt, von wegen fr\u00fche V\u00f6gel und so. Ein kr\u00e4ftiger Wind schob die Wolken kreuz und quer in alle Richtungen, so dass sich die Sicht auf die Berge quasi sek\u00fcndlich \u00e4nderte. Der Gipfel des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%A4nnlichen\">M\u00e4nnlichen<\/a> war zwar noch gr\u00f6\u00dftenteils in Wolken geh\u00fcllt, aber vorher stand ja noch ein anderes Ziel auf der Tagesordnung.<\/p>\n<p><strong>Wanderung zum M\u00f6nchblick (3.89 km, 1:30h, \u2197203m, \u2198202m)<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Ziel war der Aussichtspunkt M\u00f6nchblick. Der liegt nordwestlich von Wengen und ist mit einem gem\u00fctlichen Spaziergang erreichbar. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick ins Lauterbrunnental mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%B6nch_(Berg)\">M\u00f6nch<\/a> links oben im Hintergrund, also wenn er nicht durch Wolken verdeckt wird. Das ist so ein Instagram-Selfie-Spot, wo gef\u00fchlt jeder Influencer hinrennt. Zu dieser fr\u00fchen Tageszeit war hoffentlich noch nicht allzuviel Betrieb. Viel wichtiger: Man muss da am Morgen hin, denn die aufsteigende Vormittagssonne leuchtet dann das Lauterbrunnental perfekt aus, w\u00e4hrend man nachmittags gegen die hochstehende Sonne fotografieren m\u00fcsste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20260806\/s-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Also ging es direkt los in Richtung des Aussichtspunktes. Der Weg ist ausgeschildert, es geht leicht bergab, und innerhalb k\u00fcrzester Zeit war der Aussichtspunkt auch schon erreicht. Da stehen dann mehrere B\u00e4nke, ein Wegweiser und dementsprechend kann man dort auch verschnaufen und warten bis die Wolken eine gute Aussicht erlauben. Selbstverfreilich wurde die tolle Aussicht geknipst, und tats\u00e4chlich war ich am Ende nicht alleine dort. Mit Hilfe einer anderen Wanderin entstand dann noch ein lustig Bild von mir auf der Aussichtsbank sitzend, denn man muss ja beweisen, dass man wirklich selbst dort war und nicht einfach nur ein Bild mit einer KI generiert hat.<\/p>\n<p>Damit war dieser Tagesordnungspunkt abgehakt, als n\u00e4chster Punkt stand nun der R\u00fcckweg nach Wengen auf dem Programm. Erfreulicherweise muss man da nicht einmal den exakt gleichen Weg zur\u00fcck laufen, sondern kann da eine leicht andere Route nutzen. So oder so muss man aber die 200 H\u00f6henmeter, die es vorher runterging nun wieder rauf. Das wurde dann trotz der relativ angenehmen Temperaturen recht schnell recht schwei\u00dftreibend. Bei genauerer \u00dcberlegung sollte ich vielleicht doch mal mehr an meiner schlanken Linie arbeiten. Mit einigen Pausen zum <span style=\"text-decoration: line-through;\">Luft holen<\/span> Aussicht knipsen war das dann aber auch \u00fcberstanden. Wild war nur die Baustelle in Wengen, wo nicht klar war, ob man da durchlaufen konnte. Konnte man, man musste nur auf entgegenkommende Baufahrzeuge achten, die mit blockierenden R\u00e4dern die steile Schotterstra\u00dfe runterrutschten.<\/p>\n<p><strong>Seilbahn zum M\u00e4nnlichen (1.67 km, 6min, \u2197948m, \u21980m)<\/strong><\/p>\n<p>Das Wetter war weiterhin konstant wechselnd, zwischendrin hatte man super Sicht bis zum M\u00e4nnlichen, Sekunden sp\u00e4ter war dann wieder alles in Wolken verh\u00fcllt. Nachdem ich ja aber nun eh schon mal da war, ging es nun zur <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Luftseilbahn_Wengen%E2%80%93M%C3%A4nnlichen\">Seilbahnstation<\/a>, um nochmal rund 1000 H\u00f6henmeter nach oben zu fahren. Da musste ich jetzt sogar tats\u00e4chlich mal was bezahlen. Im Vergleich zu den Mondpreisen f\u00fcr die Fahrt zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jungfraujoch\">Jungfraujoch<\/a> war das jedoch geradezu ein Schn\u00e4ppchen, zumal der Travel Pass noch 50% Rabatt gew\u00e4hrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20260806\/s-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Man h\u00e4tte auch ein teureres Ticket kaufen k\u00f6nnen f\u00fcr erstklassigen Rundumblick vom Kabinendach. In Anbetracht des Wetters und meiner H\u00f6henangst war das aber sowieso keine Option. Die normale Kabine mit Glasw\u00e4nden reichte mir v\u00f6llig aus. Die Fahrt war allerdings alles andere als sch\u00f6n, die Kabine war ziemlich voll, die Luft zum Schneiden und dann machte irgendwie mein Kreislauf etwas schlapp. Ob das an zu wenig Kaffee, zu viel Bewegung am fr\u00fchen Morgen oder einfach nur am Wetterumschwung lag wei\u00df man nicht, ich hatte jedenfalls gut zu tun, nicht einfach umzukippen. Es ging dann auch irgendwie, oben angekommen musste ich mich dann aber gleich erstmal auf die erstbeste Bank setzen und durchatmen. Dann ging es auch gleich wieder. Bei der Gelegenheit musste ich dann auch direkt den dicken Pullover anziehen, in den Wolken auf \u00fcber 2000 Meter war es doch empfindlich k\u00fchl.<\/p>\n<p><strong>Panoramawanderung nach Wengen (12.23 km, 4:18h, \u2197134m, \u21981063m)<\/strong><\/p>\n<p>Derart ausger\u00fcstet und nach einem Schluck zuckerhaltigen Getr\u00e4nks war ich dann auch wieder fit, und mit Bewegung wurde das ja dann auch gleich alles wieder besser. Also wurden als erstes die Ausblicke ins Lauterbrunnental geknipst, wobei man immer wieder die L\u00fccken in den Wolken abpassen musste. Aber bei wolkenlosem Himmel kann das ja jeder, au\u00dferdem h\u00e4tte es da dann schon wieder 30 Grad gehabt und man h\u00e4tte sich endlos Gedanken \u00fcber Lichtschutzfaktoren machen m\u00fcssen. War also eigentlich alles gar nicht ganz verkehrt, und im Lauf des Tages sollte es immer weiter aufklaren.<\/p>\n<p>Also ging es nun gem\u00fctlichen Schrittes \u00fcber den gut besuchten Panorama-H\u00f6henweg in Richtung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleine_Scheidegg\">Kleine Scheidegg<\/a>. Das sind ungef\u00e4hr vier Kilometer leicht bergab, mit fantastischem Blick hinunter nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grindelwald\">Grindelwald<\/a> und auf das Dreigestirn <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eiger\">Eiger<\/a>, M\u00f6nch und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jungfrau_(Berg)\">Jungfrau<\/a>. Mit der Aussicht ist es einer der sch\u00f6nsten und beeindruckendsten Wanderwege, die ich so kenne. Bei richtig tollem und ziemlich wolkenlosem Himmel hatte ich das 2018 schon mal, heute war es halt eben mystischer. Gut besucht war der Weg trotzdem, unter anderem von einer gr\u00f6\u00dferen asiatischen Reisegruppe, diversen Kleingruppen und einem Trupp Sportler, die mir im Affenzahn entgegenkamen. Wer&#8217;s braucht&#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20260806\/t-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Der viele Betrieb hatte aber auch Vorteile, so h\u00e4tte ich den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alpensalamander\">Salamander<\/a> im Gras am Wegrand v\u00f6llig \u00fcbersehen, wenn nicht alle vor mir laufenden Wanderer stehengeblieben w\u00e4ren um ein Foto zu machen. Ich versuchte ansonsten nur, den gr\u00f6\u00dften Gruppen aus dem Weg zu gehen. Nach knapp einer Stunde riss dann der Wolkenvorhang stellenweise auch mal auf und man konnte mit etwas Gl\u00fcck einen unvollst\u00e4ndigen Blick auf die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eiger-Nordwand\">Eiger Nordwand<\/a> erhaschen, die sich majest\u00e4tisch knapp 2000m quasi senkrecht vor einem aufbaut.<\/p>\n<p>Nach rund 80 Minuten war dann das Zwischenziel Kleine Scheidegg auch schon erreicht. Hier war tats\u00e4chlich relativ wenig los, bei der nicht vorhandenen Sicht vom Jungfraujoch war das aber auch wenig verwunderlich. Durch die vor einigen Jahren neu gebaute Seilbahn von der ebenfalls neuen Bahnstation Grindelwald Terminal zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eigergletscher\">Eigergletscher<\/a> werden die Touristenmassen inzwischen aber auch an der Kleinen Scheidegg vorbei gelotst, wobei sie an der Station Eigergletscher ja doch alle wieder in die Bergbahn rein m\u00fcssen. Kann man mal gemacht haben, ich hatte das Vergn\u00fcgen bereits, und f\u00fcr dreistellige Betr\u00e4ge geh ich lieber ein paar Mal schick essen.<\/p>\n<p>Nach einer gem\u00fctlichen Pause ging es nun auf den zweiten Teil des Weges, der ungleich steiler ist, denn irgendwie muss man die noch knapp 1000 H\u00f6henmeter Richtung Wengen ja \u00fcberbr\u00fccken. Mit dem Mountainbike w\u00e4re das eine sch\u00f6ne Schussfahrt, im Winter mit Holzbrettern an den F\u00fc\u00dfen ist das sogar ein Spektakel mit Live\u00fcbertragung im Fernsehen &#8211; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lauberhornabfahrt\">Lauberhornabfahrt<\/a> n\u00e4mlich. Der Wanderweg kurvt von der Kleinen Scheidegg aus nach S\u00fcden und dreht dann nach Westen Richtung Wengernalp, bevor man f\u00fcr einige hundert Meter der Abfahrtspiste folgt, genau gesagt vom Abschnitt Canadian Corner \u00fcber das Kernen-S bis zur Wasserstation. Da gibt es unterwegs auch entsprechende Schautafeln. Das wusste ich zwar alles schon, aber es ist immer wieder beeindruckend, wenn man sich \u00fcberlegt, dass die Athleten da mit 100 Sachen auf einem &#8222;flachen Gleitst\u00fcck&#8220; unterwegs sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20260806\/t-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Abfahrtsl\u00e4ufer dann an der Wasserstation gradeaus den steilen Berg in Richtung Unterf\u00fchrung unter der Bahnstrecke rasen biegt der Wanderweg nun nach Norden ab und h\u00e4lt auf Wengen zu. Da hat man aber immer noch \u00fcber 500 H\u00f6henmeter vor sich, die nun mit einem ausgesprochen steilen Abstieg \u00fcberwunden werden m\u00fcssen. Bis kurz vor der Bahnstation Allmend geht es \u00fcber 200 H\u00f6henmeter abw\u00e4rts. Meine Knie machten sich dann auch langsam bemerkbar ob der ungewohnten Belastung. Da mussten sie jetzt aber durch, immerhin gab es fantastische Aussichten, inzwischen auch angenehm warme Temperaturen und au\u00dferdem standen da K\u00fche in der Gegend herum. Das war also im Sinne der Erholung und des Urlaubs quasi ideal.<\/p>\n<p>An der Station Allmend angekommen kam endg\u00fcltig die Sonne raus. Den Pullover, den ich am M\u00e4nnlichen angezogen hatte, zog ich dann irgendwo dort auch wieder aus und knotete ihn mir um die H\u00fcfte, weil ich ihn so verschwitzt nicht in den Rucksack stopfen wollte. Da sieht man Wengen quasi schon wie auf dem Pr\u00e4sentierteller vor sich liegen, hat aber immer noch 200 H\u00f6henmeter. Man versch\u00e4tzt sich da einfach gewaltig. Kurz nach 14 Uhr war dann das Ziel schlie\u00dflich erreicht und ich setzte mich am Bahnhof Wengen auf eine Bank.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte auch noch direkt in die bereitstehende Bahn einsteigen k\u00f6nnen, aber ich wollte zun\u00e4chst mal etwas Luft schnappen, eine halbe Stunde sp\u00e4ter f\u00e4hrt die n\u00e4chste Bahn, und allzu fr\u00fch am Nachmittag muss man ja auch nicht im Hotel aufschlagen. Ich schaute also noch ein wenig dem gesch\u00e4ftigen Treiben zu &#8211; inzwischen war tats\u00e4chlich ganz gut Betrieb.<\/p>\n<p><strong>Abendprogramm<\/strong><\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrt war nun an sich ereignislos, es ging auf dem gleichen Wege wieder zur\u00fcck nach Interlaken wie es am Morgen nach Wengen gegangen war. Beim Umsteigen in Lauterbrunnen war nun allerdings ungleich mehr Betrieb. Bei nettem Sonnenschein kam ich gegen halb vier Uhr nachmittags wieder an und haute mich im Hotel erst unter die Dusche und dann ins Bett. Bis zum Abendessen war ja noch etwas Zeit, zumal dieses Mal der Platz beim Italiener schon reserviert war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20260806\/t-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Da die Pizza am Vortag so gut geschmeckt hatte wurde sie kurzerhand nochmal bestellt. Diesmal gab es dann auch einen Sitzplatz drau\u00dfen mit Blick auf die Berge. Der Witz des Abends waren dann zwei Schwaben am Nachbartisch. Einer hatte sich ein Men\u00fc mit mehreren G\u00e4ngen bestellt und bot dann seinen Nachtisch an, weil er schon bei dem Hauptgang nicht alles schaffte. Mir reichte meine Pizza aber schon.<\/p>\n<p>Damit war dieser Tag mit einer doch recht anstrengenden Wanderung doch noch gut \u00fcber die B\u00fchne gegangen &#8211; bis auf die Tatsache, dass ich irgendwo zwischen der Station Allmend, als ich den Pullover auszog und dem Einsteigen in den Zug in Wengen eben jenen Pullover irgendwo verloren habe. Nuja, etwas Schwund ist immer, und im restlichen Urlaub sollte es nicht mehr so hoch hinausgehen, bzw. lautete die Wettervorhersage f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage wieder h\u00f6llische Hitze.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die Wanderung am Vortag aufgrund von leichten Orientierungsschwierigkeiten nicht ganz so verlief wie gedacht waren solche Probleme heute unwahrscheinlich. Erstens gab es keinen Wald, in dem man sich h\u00e4tte verlaufen k\u00f6nnen und zweitens hatte ich die Wanderung schon vor Jahren mal gemacht. 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