{"id":5047,"date":"2025-10-09T17:43:49","date_gmt":"2025-10-09T15:43:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=5047"},"modified":"2025-10-09T17:43:49","modified_gmt":"2025-10-09T15:43:49","slug":"mixtape-der-woche-40","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2025\/10\/09\/mixtape-der-woche-40\/","title":{"rendered":"Mixtape der Woche"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Woche gab es sehr \u00fcberraschende Nachrichten aus Kanada. Da wurde n\u00e4mlich eine musikalische Auferstehung verk\u00fcndet, die keiner so wirklich kommen sah.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Geddy Lee und Alex Lifeson &#8211; bekannt als zwei Drittel von Rush &#8211; verk\u00fcndeten die frohe Kunde, dass sie 2026 in Nordamerika auf Tour gehen wollen. Nun ist allerdings der &#8222;Professor an den Drums&#8220; Neil Peart 2020 verstorben. Es ist eigentlich unm\u00f6glich ihn zu ersetzen, und doch haben Lee und Lifeson jemanden gefunden, der diese gro\u00dfen Fu\u00dfstapfen ausf\u00fcllen soll. Dieser Jemand ist Anika Nilles, die ich bisher \u00fcberhaupt nicht kannte. Allerdings hat sie vor zwei Jahren auf der letzten Tour mit Jeff Beck gespielt, und mit Jeff Beck spielt man nur, wenn man mindestens Weltspitzenklasse ist. Abgesehen davon geht es ja nicht darum Neil zu ersetzen, sondern darum den riesigen Fundus an grandioser Musik, die das Trio in rund 40 Jahren erschaffen hat, wieder auf die B\u00fchne zu bringen.<\/p>\n<p>Wie auch immer, das Mixtape der Woche enth\u00e4lt dementsprechend viel Rush. Die bekanntesten Songs (Tom Sawyer, 2112 etc.) waren bereits Album der Woche, ergo sind heute eher Deep Cuts dran.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/0hRJNNyjoIlRcrgYVypM2Y?si=ea29c470e1e34f9e\">By-Tor And The Snow Dog<\/a><\/p>\n<p>Auf dem zweiten Album &#8222;Fly By Night&#8220; von 1975 war Neil das erste Mal zu h\u00f6ren. Au\u00dferdem schrieb er gleich mal den \u00fcbergro\u00dfen Teil der Texte. Das l\u00e4ngste St\u00fcck der Scheibe mit \u00fcber acht Minuten ist dieses hier, welches die ersten progressiven Ausfl\u00fcge darstellt, die sp\u00e4ter das gro\u00dfe Markenzeichen der Band wurden. Grunds\u00e4tzlich wird hier aber noch recht heftig gerockt, wenn auch auf schwindelerregendem Niveau, wie Zwischentitel wie <em>7\/4 War Furor<\/em> nahelegen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/2fsFnXtYfu3xkz9QXj1pZs?si=ab45db708ab5428c\">Bastille Day<\/a><\/p>\n<p>Auf dem Folgealbum &#8222;Caress Of Steel&#8220; ging es dann schon deutlich verschachtelter zu Werke, die B-Seite ist ein einziger Longtrack, und auf der A-Seite findet sich auch ein Zw\u00f6lfmin\u00fcter. Den Auftakt macht hingegen diese majest\u00e4tische Nummer, die kompakt in viereinhalb Minuten alles zeigt, was Rush damals ausmachte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/4CyElmiM9EF9aURGWlPZLi?si=1f0711c9cd1a44c3\">La Villa Strangiato<\/a><\/p>\n<p>Der Song vom 1978er Album &#8222;Hemispheres&#8220; tr\u00e4gt den Untertitel &#8222;An Exercise in Self-Indulgence&#8220;, und der Name ist Programm. Hier ziehen Lee, Lifeson und Peart in neuneinhalb Minuten alle instrumentalen Register, dass einem der Unterkiefer auf den Boden f\u00e4llt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/3uQDfCKlwfK9Yz10JFcsC7?si=fd76a0578edd444b\">Manhattan Project<\/a><\/p>\n<p>Das 1985er Album &#8222;Power Windows&#8220; verpasste irgendwie damals den Status als Album der Woche, warum, wei\u00df ich selbst nicht so genau. Macht aber nix, da kann man Songs wie eben <em>Manhattan Project<\/em> auch hier w\u00fcrdigen. Der Sound wurde in den 80ern glatter und keyboardlastiger, das \u00e4nderte aber nix an rhythmischen Vertracktheiten und intelligenten Texten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/7kyZkuQ6syH7mvANlbJiXe?si=d2a7449ad66a4c5e\">Show Don&#8217;t Tell<\/a><\/p>\n<p>Ende der 80er erschien dieser Song als Opener des Albums &#8222;Presto&#8220;. Die Keyboards wurden wieder etwas in den Hintergrund ger\u00fcckt, \u00fcbrig blieb ein reduzierter Rocksound.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/2k0xk8GpsST0pcJ0Wck9tE?si=8fe35c18fe384648\">Roll The Bones<\/a><\/p>\n<p>Nur zwei Jahre sp\u00e4ter wuchtete das Trio das Album &#8222;Roll The Bones&#8220; in die L\u00e4den. Beim Titelst\u00fcck zeigt die Band, dass sie sich selbst nicht immer allzu ernst nehmen, so darf Geddy hier sogar ein St\u00fcck rappen &#8211; was in der Beschreibung schlimmer klingt als es ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AvcTk47TvH8\">Marathon &#8211; Live at Cleveland<\/a><\/p>\n<p>Ich liebe diesen Song vom &#8217;85er Album &#8222;Power Windows&#8220; &#8211; in erster Linie wegen des Textes, aber musikalisch ist er nat\u00fcrlich auch \u00fcber jeden Zweifel erhaben, und deswegen hatte ich ihn schon mal auf einem Mixtape vor einigen Monaten. Live kam die Nummer nur selten zum Zuge, und die &#8211; so sind sich Fans der Band einig &#8211; allerbeste Liveversion wurde 2011 in Cleveland eingespielt. Deswegen gibt es die Nummer hier auch als Video, damit man auch sieht, wie Neil irrwitzige Fills spielt, Geddy mit gef\u00fchlt vier Armen und drei F\u00fc\u00dfen Bass und Keyboards spielt und nebenbei noch singt, w\u00e4hrend Alex &#8222;nur&#8220; Gitarre spielt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Lowk0E2_dAM\">Anika Nilles &#8211; Pikalar<\/a><\/p>\n<p>Und damit man sich einen Eindruck davon verschaffen kann, was einen erwartet hier ein Video zur Einstimmung. Die Frau hat Groove, so viel steht mal fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Woche gab es sehr \u00fcberraschende Nachrichten aus Kanada. 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