{"id":4911,"date":"2025-03-06T19:55:56","date_gmt":"2025-03-06T18:55:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4911"},"modified":"2025-03-06T19:55:56","modified_gmt":"2025-03-06T18:55:56","slug":"mixtape-der-woche-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2025\/03\/06\/mixtape-der-woche-9\/","title":{"rendered":"Mixtape der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt hatten wir genug Bands mit B, also schauen wir diese Woche mal \u00fcber den gro\u00dfen Teich ins Land der begrenzen Unm\u00f6glichkeiten. Da gab es n\u00e4mlich eine Band, die Ende der 60er gro\u00dfe Erfolge feierte und noch gr\u00f6\u00dfere Skandale ausl\u00f6ste.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Rede ist von den Doors, deren S\u00e4nger Jim Morrison nicht umsonst legendenumwoben ist &#8211; neben der Tatsache dass er spannende Lyrik verfasste war er auch ein enfant terrible, hatte allerhand Streitereien mit Recht und Gesetz und starb schlie\u00dflich unter mysteri\u00f6sen Umst\u00e4nden ziemlich jung. Aber das geh\u00f6rt eh alles zur Rock-Allgemeinbildung, also greifen wir mal sieben Songs heraus und basteln ein Mixtape:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/6ToM0uwxtPKo9CMpbPGYvM?si=afd22458c829466a\">Break On Through (To The Other Side)<\/a><\/p>\n<p>Der k\u00fcrzeste Weg f\u00fchrt selten durch die T\u00fcr, sondern mit dem Kopf durch die Wand. Der Song er\u00f6ffnet das Deb\u00fctalbum der Band von Anfang 1967 und wurde auch als Single ausgekoppelt, war jedoch ohne Erfolg. Das Album hingegen landete hinter Sgt. Pepper auf Platz 2 der Charts.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/5uvosCdMlFdTXhoazkTI5R?si=f3317aea975342b7\">Light My Fire<\/a><\/p>\n<p>Diese Nummer war der Durchbruch der Band &#8211; rund sieben Minuten mit starkem Fokus auf solierende Orgelkl\u00e4nge und damit so ganz und gar nicht den g\u00e4ngigen Normen entsprechend. Im September 1967 wurde der Song live im Fernsehen dargeboten, was dem kommerziellen Erfolg sicherlich sehr zutr\u00e4glich war. Der Song wurde zum Klassiker und gilt als einer der besten Rocksongs aller Zeiten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/3bWGaqVeYKMlLss40mPgNn?si=a6d32fd8d9c4438b\">Hello, I Love You<\/a><\/p>\n<p>Dieser Song er\u00f6ffnet das dritte Album der Band, welches im Sommer 1968 erschien. Das Album landete an der Spitze der Charts, gleiches gilt f\u00fcr diesen Song als Single. Viel interessanter hieran ist aber, dass der Song eine ziemlich banale Poprock-Nummer ist, den die Band eigentlich selbst nicht wirklich mochte, eben weil er so banal war.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/4BVE5tIIpYabZcYCbephNW?si=9f0cd3fc24024813\">Touch Me<\/a><\/p>\n<p>Im Sommer 1969 erschien das vierte Album der Band, welches wohl allgemein als das schw\u00e4chste der Band angesehen wird. Jim Morrison hatte Alkoholprobleme, der Bandsound wurde durch zus\u00e4tzliche Instrumente wie Bl\u00e4ser verw\u00e4ssert und irgendwie kam man nicht so richtig auf den Punkt. Witzigerweise stieg dieser Song als Single in die Top 3 der Charts, trotz (oder wegen?) der orchestralen Instrumentierung. Vielleicht liegt es aber auch einfach nur daran, dass eine zug\u00e4ngliche und relativ simple Popnummer ist, wer wei\u00df das schon.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/6DmfWj5kOa1fX8AwN9byOn?si=bff63cdbef954def\">L.A. Woman<\/a><\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1971 erschien mit &#8222;L.A. Woman&#8220; das letzte zu Lebzeiten von Jim Morrison ver\u00f6ffentlichte Album. Die stilistischen Schlenker sind weg, es gibt den Blues und fertig ist der Lack. So ist das Titelst\u00fcck mal eben knapp acht Minuten lang und gilt als eine der besten Kompositionen der Band.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/14XWXWv5FoCbFzLksawpEe?si=505ccc37ad254bad\">Riders On The Storm<\/a><\/p>\n<p>Diese Nummer ist ebenfalls auf dem 71&#8217;er Album &#8222;L.A. Woman&#8220; enthalten. Eine gek\u00fcrzte Version (auf dem Album hat das St\u00fcck mal eben sieben Minuten) wurde als Single ausgekoppelt. Der Song ist d\u00fcster, atmosph\u00e4risch und \u00fcberhaupt ganz gro\u00dfes Kino. Es war wohl im Dezember 1970 die letzte Aufnahme, die die Doors zusammen mit Jim Morrison machten &#8211; er ging nach Paris und starb dort im Sommer 1971 den Rockstartod.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/5UgT7w6zVZjP3oyawMzbiK?si=3bb9004811a24f12\">The End<\/a><\/p>\n<p>Das \u00fcberlange letzte St\u00fcck des Deb\u00fctalbums erhitzte damals die Gem\u00fcter ob seines Textes. Nach d\u00fcsterem Beginn (&#8222;This is the end, my only friend, the end&#8220;) driftet die ganze Sache tief in die griechische Trag\u00f6die ab, bis dann die klimaktische Spoken-Word Passage folgt (&#8222;The killer awoke before dawn&#8230;&#8220;), in der der Texter seinen Vater umbringen und nicht n\u00e4her genannte Dinge mit seiner Mutter anstellen will. Gro\u00dfe Kunst, und kongeniale Untermalung zu den Bildern von Apocalypse Now.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt hatten wir genug Bands mit B, also schauen wir diese Woche mal \u00fcber den gro\u00dfen Teich ins Land der begrenzen Unm\u00f6glichkeiten. 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