{"id":4906,"date":"2025-02-20T18:42:34","date_gmt":"2025-02-20T17:42:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4906"},"modified":"2025-02-20T18:42:34","modified_gmt":"2025-02-20T17:42:34","slug":"mixtape-der-woche-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2025\/02\/20\/mixtape-der-woche-7\/","title":{"rendered":"Mixtape der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Aus der Reihe &#8222;Bands mit B&#8220; hatten wir letzte Woche die Beach Boys, die Beatles kommen auch nochmal dran, diese Woche hingegen geht es um drei nach Australien ausgewanderte Briten, die die Popmusik \u00fcber Jahrzehnte mehr oder weniger pr\u00e4gten, dr\u00f6lfzigmal totgesagt waren, noch \u00f6fter mit v\u00f6llig neuem Stil wieder auf der Bildfl\u00e4che erschienen und \u00fcberhaupt. Die Rede ist von den Bee Gees, und wir werden hier im Mixtape v\u00f6llig ohne Disco auskommen, weil ich diese Phase der Bandgeschichte \u00fcberhaupt nicht mag.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Geschichte beginnt Mitte der 60er in Australien mit einigen Achtungserfolgen, bevor die Gruppe &#8211; damals bestehend aus den drei Gibb-Br\u00fcdern und zwei weiteren Musikern in Gro\u00dfbritannien einen Plattenvertrag unterzeichnete und mit dem ersten Album 1967 die Hitparaden st\u00fcrmte und den Beatles Konkurrenz machte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/1WvEr42lxz4P06DlIuYdmr?si=faa01dab399a4994\">New York Mining Disaster 1941<\/a><\/p>\n<p>Diese Single &#8211; die zweite der Band in Gro\u00dfbritannien \u00fcberhaupt &#8211; war gleichzeitig der erste Hit und der Durchbruch der Band. Dabei half es massiv, dass das St\u00fcck ziemlich nach den Fab Four klingt und das Marketing dies ausnutzte, um oft im Radio gespielt zu werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/0mbS3VwRbO6HVBMPXnzOGA?si=5d9bf953c70943a8\">To Love Somebody<\/a><\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Single stieg auch ohne derartige Marketingtricks in die Charts und wurde zu einem Klassiker, den unter anderem Janis Joplin coverte. Hier kommt auch der sehr typische Stil mit \u00fcppiger Orchestrierung voll zum Tragen, der ja zum Markenzeichen der Band in dieser Zeit wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/07PIhdmyYIw8dMeDMsx9FU?si=b9138ef6dddb4a5e\">Words<\/a><\/p>\n<p>Die Band hatte 1967 und 1968 eine ganze Reihe von sehr erfolgreichen Singles, und das hier ist eine ganz klassische Ballade \u00fcber die Probleme, die Menschen so miteinander haben k\u00f6nnen. Und trotzdem liebt man sich (oder eben auch nicht). Auf jeden Fall steckt viel Wahrheit im Text: &#8222;You think that I don&#8217;t even mean a single word I say, it&#8217;s only words and words are all I have to take your heart away.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/5mwzpzRue1SBWwrbbhXfbf?si=155aca9a104f4cd1\">I&#8217;ve Gotta Get A Message To You<\/a><\/p>\n<p>Diese Nummer 1 Single von 1968 ist vor allem textlich interessant: Ein H\u00e4ftling \u00fcbergibt kurz vor seiner Hinrichtung dem Priester eine letzte Nachricht. Das ist also weit weg von den sonst \u00fcblichen Inhalten der Popmusik. Gesanglich \u00fcbertreffen sich die Drei selbst und beim \u00dcbergang in den Refrain mit &#8222;Well I did it to him, now it&#8217;s my turn to die&#8220; kriege ich nach wie vor G\u00e4nsehaut.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/36CKza28wMxYdjdzji7ine?si=5d965a16983643f6\">I Started A Joke<\/a><\/p>\n<p>Ende 1968 wurde diese Single ver\u00f6ffentlicht. Diese melancholische Ballade war quasi ein Solowerk von Robin Gibb und wartet mit zahllosen wilden textlichen Bildern auf (&#8222;I started a joke which started the whole world crying&#8220;). Und viele Jahre sp\u00e4ter wurde er f\u00fcr Faith No More erneut zum Hit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/7uLKyipL5WfndsHMRSGEUS?si=a650599927344752\">Lonely Days<\/a><\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Gruppe zerbrach 1969, raufte sich aber als Trio 1970 wieder zusammen. Diese Single war das erste Ergebnis in dieser Konstellation.<\/p>\n<p>Danach folgten weitere sporadische Erfolge (wenn auch in wesentlich geringerem Umfang als 1967-68), der Sound ver\u00e4nderte sich Richtung Disko, Saturday Night Fever wurde ein Kassenschlager und wir \u00fcberspringen diese ganze Zeit, weil Stayin&#8216; Alive eh totgenudelt ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/5mwzpzRue1SBWwrbbhXfbf?si=2b229081035149d4\">You Win Again<\/a><\/p>\n<p>Den Abschluss des Mixtapes bildet dieser Hit von 1987, der das Trio nach langer Auszeit wieder in die weltweiten Hitparaden brachte. Zeitgem\u00e4\u00df produziert und mit einem ins Ohr gehenden Refrain ist das ein w\u00fcrdiger Abschluss.<\/p>\n<p>Danach blieben gr\u00f6\u00dfere Erfolge aus, und der fr\u00fche Tod von Maurice Gibb 2003 beendete diese gro\u00dfe Karriere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Reihe &#8222;Bands mit B&#8220; hatten wir letzte Woche die Beach Boys, die Beatles kommen auch nochmal dran, diese Woche hingegen geht es um drei nach Australien ausgewanderte Briten, die die Popmusik \u00fcber Jahrzehnte mehr oder weniger pr\u00e4gten, dr\u00f6lfzigmal totgesagt waren, noch \u00f6fter mit v\u00f6llig neuem Stil wieder auf der Bildfl\u00e4che erschienen und \u00fcberhaupt. 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