{"id":4904,"date":"2025-02-13T23:03:00","date_gmt":"2025-02-13T22:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4904"},"modified":"2025-02-13T23:03:00","modified_gmt":"2025-02-13T22:03:00","slug":"mixtape-der-woche-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2025\/02\/13\/mixtape-der-woche-6\/","title":{"rendered":"Mixtape der Woche"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Woche h\u00fcpfen wir mal \u00fcber den gro\u00dfen Teich ins Land der begrenzten Unm\u00f6glichkeiten und widmen uns einer Band, die in den 60er Jahren nicht nur kommerziell m\u00e4chtig erfolgreich war, sondern auch der Popmusik zahlreiche neue Impulse gab, von denen sich sogar die Beatles inspirieren lie\u00dfen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Rede ist von den Beach Boys. Die formten sich Anfang der 60er und sangen haupts\u00e4chlich relativ belanglos \u00fcber das sch\u00f6ne Wetter in Kalifornien. Das wurde passend vermarktet, indem sie wie die Bekloppten Surfbretter \u00fcber den Strand schleppten, obwohl nur einer von ihnen \u00fcberhaupt surfen konnte (und 1983 ertrank). Allerdings wurden sie schon bald deutlich experimenteller und musikalisch anspruchsvoller und schufen schlie\u00dflich mit &#8222;Pet Sounds&#8220; 1966 einen Meilenstein der Popmusikgeschichte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/3mXexrmtPJ1KdWN37rYePx?si=983379a256b348c6\">I Get Around<\/a><\/p>\n<p>Wir \u00fcberspringen die ersten Singles von 1962 und 1963, die allesamt irgendwas mit &#8222;Surf*&#8220; im Titel haben (z.B. Surfin&#8216; USA). Diese Single erschien 1964 und markierte die erste Nummer 1 der Band. In nur knapp \u00fcber zwei Minuten gibt es hier die Erfolgsformel in reinster Form: simpler Text, maximale Vokalharmonien und fertig ist der Ohrwurm. Dabei wird aber gern \u00fcbersehen, wie gut man als Songwriter sein muss, um das auf den Punkt zu bringen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/2KOt2JrCB720UxIbyzweQo?si=35a242bdd1e84f82\">Barbara Ann<\/a><\/p>\n<p>Mitten in ihrer kommerziell erfolgreichsten Phase erschien diese Nummer Ende 1965. Der Song ist eine Coverversion, das Original erschien 1961. Die Band hat alle M\u00fche halbwegs ernst zu bleiben, und so ist ihre Ode an dieses M\u00e4dchen einfach nur eine sch\u00f6ne Gute-Laune-Nummer. Erstaunlicherweise kamen Blind Guardian sp\u00e4ter auf die abgedrehte Idee, diese Nummer zu auch durch den metallischen Fleischwolf zu drehen. Was man damals noch nicht absehen konnte: Danach wurden die Songs musikalisch komplexer und vielschichtiger.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/2ULL3VZf4WwBKO4vjwT7Bg?si=c2faa15a5acf443d\">Sloop John B<\/a><\/p>\n<p>Diese Nummer basiert auf einem Volkslied von den Bahamas, welches in verschiedensten Varianten kursierte und aufgenommen worden war. Die Beach Boys spielten ihre Version 1965 ein, sie wurde 1966 als Single ver\u00f6ffentlicht und wurde einer der gr\u00f6\u00dften Hits der Band.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/7tf64lNC31lWlTsih0nfZf?si=b2d1f3116d00411e\">Good Vibrations<\/a><\/p>\n<p>Wenn man das Gesamtwerk der Band auf einen Song runterbrechen m\u00fcsste, dann w\u00e4re es dieser. Die Nummer wurde im Oktober 1966 als Single ver\u00f6ffentlicht und war quasi weltweit ein Nummer 1 Hit. Popmusikhistorisch wichtiger war aber ihr Einfluss auf andere Musiker. Die Band &#8211; insbesondere Mastermind Brian Wilson &#8211; bastelten fast das gesamte Jahr 1966 in verschiedensten Studios, machten irrwitzig viele Aufnahmen und nutzten das modernste verf\u00fcgbare Studioequipment voll aus, um den Song am Ende aus einzelnen Versatzst\u00fccken zusammenzupuzzeln. Das war damals ein v\u00f6llig neuer Ansatz und beeinflusste u.a. die Beatles ma\u00dfgeblich, die ihrerseits an Sgt. Pepper werkelten und damit die Popmusik neu definierten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/1hcMfYTsRTC4hIKbfosxjz?si=51aa44dfce504ef8\">I Can Hear Music<\/a><\/p>\n<p>Ha, schon wieder eine Coverversion, das Original stammt aus dem Jahr 1966, die Beach Boys nahmen den Song Ende 1968 auf und ver\u00f6ffentlichten die Single im Fr\u00fchjahr 1969. Die Nummer war nur m\u00e4\u00dfig erfolgreich (Top 20 in den USA). Die gro\u00dfe kommerzielle Zeit der Band war vorbei, was aber der Qualit\u00e4t des Songs keinen Abbruch tut.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/1lFvK9EBnXcSAuGDCISULF?si=0ca1239152044fe4\">Cottonfields (The Cotton Song)<\/a><\/p>\n<p>Diese Nummer basiert auf einem Folksong aus dem fr\u00fchen 20. Jahrhundert. Musikalisch war dies das Ende einer \u00c4ra: die letzte Single bei Capitol Records (das Bandlabel seit 1962) und gleichzeitig auch das Ende der Charterfolge in den USA (&#8222;nur&#8220; Platz 103), wobei der Song im Ausland ein gro\u00dfer Hit war (Nummer 1 in Australien, Top 5 in Gro\u00dfbritannien). Witziger Fakt am Rande: Die Albumversion ist v\u00f6llig anders arrangiert, f\u00fcr die Single wurde der Song komplett neu aufgenommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/4MHzXgBy7hexDe2Bto11hP?si=f3a6fe8dd84a4ad2\">California Dreamin&#8216;<\/a><\/p>\n<p>Dieser Song stammt ja von den Mamas &amp; Papas und war ein Hit in den 60ern. Die Beach Boys nahmen ihre Version 1986 (und somit lange nach ihrer erfolgreichsten Zeit) f\u00fcr eine Greatest Hits-Kompilation auf, u.a. mit Roger McGuinn von den Byrds an der Gitarre. Der Song ist nat\u00fcrlich ein Ausrei\u00dfer in diesem Mixtape, aber als Abschluss fand ich das am passendsten.<\/p>\n<p>So, und jetzt hab ich Bock auf warmes Sommerwetter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Woche h\u00fcpfen wir mal \u00fcber den gro\u00dfen Teich ins Land der begrenzten Unm\u00f6glichkeiten und widmen uns einer Band, die in den 60er Jahren nicht nur kommerziell m\u00e4chtig erfolgreich war, sondern auch der Popmusik zahlreiche neue Impulse gab, von denen sich sogar die Beatles inspirieren lie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4904"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4904"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4904\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4905,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4904\/revisions\/4905"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}