{"id":4901,"date":"2025-02-06T19:56:12","date_gmt":"2025-02-06T18:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4901"},"modified":"2025-02-06T19:56:12","modified_gmt":"2025-02-06T18:56:12","slug":"mixtape-der-woche-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2025\/02\/06\/mixtape-der-woche-5\/","title":{"rendered":"Mixtape der Woche"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Woche geht es im weitesten Sinne um experimentelle Kl\u00e4nge, die Ende der 60er Jahre in gr\u00f6\u00dferem Umfang Einzug in die popul\u00e4re Musik hielten. Parallel dazu wurden auch die Texte etwas bunter und durchgeknallter, nicht zuletzt dank freiz\u00fcgiger Konsumierung diversester Substanzen&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/3ogbNolvuLnFZRbfykTfIs?si=637256ee296f4403\">Small Faces &#8211; Itchycoo Park<\/a><\/p>\n<p>Den Anfang macht diese Nummer von 1967. Die Band stand irgendwo in der Schnittmenge aus Blues und experimentelleren Popkl\u00e4ngen. Hier wurde beispielsweise die Kl\u00e4nge durch diverse Effektger\u00e4te verfremdet. Die Band hatte zwar durchaus Erfolg, aber die k\u00fcnstlerischen Ambitionen waren anders als die Erwartungen der Plattenfirma. Die Band l\u00f6ste sich nach einigen Singlehits 1969 auf, S\u00e4nger Steve Marriott ging zu Humble Pie mit Peter Frampton und rockte h\u00e4rter, als Ersatz kam ein gewisser Rod Stewart zusammen mit Ron Wood (sp\u00e4ter Rolling Stones), die Band wurde mehr und mehr zur Begleitband von Rod Stewart. 1975 war auch damit Schluss, Schlagzeuger Kenny Jones wechselte 1978 als Ersatz f\u00fcr den verstorbenen Keith Moon zu The Who.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/2BGNomqCxEDcXyxf8bg27k?si=6ea36c7f3e2140c7\">The Byrds &#8211; Eight Miles High<\/a><\/p>\n<p>Auf der anderen Seite des Atlantiks war man noch etwas fr\u00fcher dran. Hier wurde schon 1966 diese Nummer aufgenommen, die nicht nur indische Kl\u00e4ne aufgriff, sondern auch die Drogenerfahrungen einiger Bandmitglieder thematisierte. Entsprechend flog die Nummer aus dem Radioprogramm, was dem Erfolg kaum einen Abbruch tat, zumal der Song quasi der Startschuss f\u00fcr zahllose weitere Entwicklungen der n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre war.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/49Y63pCtLCOdbRBokfFxOt?si=711f0252ce5c40f8\">Status Quo &#8211; Pictures Of Matchstick Men<\/a><\/p>\n<p>Diese Nummer war die erste Single der Truppe um Francis Rossi und Rick Parfitt. Musikalisch war das alles sehr psychedelisch angelegt, viele Effekte auf allen Instrumenten und bunt gewandete Musiker im Stil der aktuellen Flower Power Zeit. Die Band \u00e4nderte den Stil aber schnell zu knochentrockenem Rock und wechselte zur Jeans als relevantestem Kleidungsst\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/3xyTufSSGLP3oZnomceAVW?si=6a93f5d0f3ef4c08\">Pink Floyd &#8211; Interstellar Overdrive<\/a><\/p>\n<p>Pink Floyd erschienen 1967 auf der Bildfl\u00e4che und brachten das ausgesprochen kreative &#8222;The Piper At The Gates Of Dawn&#8220; als erstes Album heraus. Auf diesem befindet sich dieser knapp zehn Minuten lange Instrumental-Trip in die Weiten des Weltalls. Dazu kam live eine quietschbunte Show mit Lichtern und Projektoren. Das klingt alles noch nicht so auf den Punkt durchkomponiert wie die sp\u00e4teren gro\u00dfen Werke, aber es stie\u00df die T\u00fcren f\u00fcr experimentelle Sounds sperrangelweit auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/20US4JIykUvnFpxMXp0lWv?si=fa1eb39c61a54963\">Jimi Hendrix &#8211; Purple Haze<\/a><\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1967 revolutionierte Jimi Hendrix das Gitarrenspiel. Diese Nummer war das erste St\u00fcck auf dem Album &#8222;Are You Experienced?&#8220; und somit meist der erste Kontakt mit Hendrix. Inhaltlich geht es &#8211; wie k\u00f6nnte es anders sein &#8211; um Drogen und ihre Auswirkung auf die Psyche.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/4vpeKl0vMGdAXpZiQB2Dtd?si=00562d6ef5c542d1\">Jefferson Airplane &#8211; White Rabbit<\/a><\/p>\n<p>Auch in den USA war man am Experimentieren mit diversen Drogen und dem Schreiben von Texten, die sich nicht nur mit &#8222;ich liebe dich und du liebst mich&#8220; besch\u00e4ftigen. Ein typischer Vertreter der Zeit ist dieser Song von 1967, der nicht nur Alice im Wunderland zitiert, sondern als eine der ganz gro\u00dfen surrealistischen Nummern dieser Zeit gilt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/2Cdto5zew97V6xF6paKJw9?si=17b23f5795ab4108\">Hawkwind &#8211; Silver Machine<\/a><\/p>\n<p>Dieses St\u00fcck f\u00e4llt zeitlich etwas aus dem Rahmen, denn es erschien erst 1972, lange nach der Hochzeit der psychedelischen Kl\u00e4nge. Trotzdem ist es in diesem Zusammenhang relevant, denn der psychedelische Sound wurde bei Hawkwind zum sogenannten Spacerock weiterentwickelt. Die Texte kamen u.a. von Buchautor Michael Moorcock, die \u00fcbliche Instrumentierung wurde stellenweise durch ein Saxofon erg\u00e4nzt, und live gab es LSD f\u00fcrs Publikum. F\u00fcr Rockfans viel relevanter ist hingegen die Tatsache, dass Lemmy Kilmister hier den Bass bediente und auch sang &#8211; sp\u00e4ter flog er bei Hawkwind raus, weil er statt LSD lieber Amphetamine nahm&#8230; Und nach seinem Rausschmiss gr\u00fcndete er Mot\u00f6rhead, aber das wurde bereits hinreichend thematisiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Woche geht es im weitesten Sinne um experimentelle Kl\u00e4nge, die Ende der 60er Jahre in gr\u00f6\u00dferem Umfang Einzug in die popul\u00e4re Musik hielten. Parallel dazu wurden auch die Texte etwas bunter und durchgeknallter, nicht zuletzt dank freiz\u00fcgiger Konsumierung diversester Substanzen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4901"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4901"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4901\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4902,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4901\/revisions\/4902"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4901"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4901"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4901"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}