{"id":4884,"date":"2025-01-08T21:04:07","date_gmt":"2025-01-08T20:04:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4884"},"modified":"2025-01-11T21:23:19","modified_gmt":"2025-01-11T20:23:19","slug":"mixtape-der-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2025\/01\/08\/mixtape-der-woche\/","title":{"rendered":"Mixtape der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Neues Jahr, neue Woche, neue Rubrik. Wie bereits angek\u00fcndigt, wird es von nun an jede Woche um ausgesuchte Songs gehen, die irgendwie zueinander passen oder zusammengeh\u00f6ren oder eine Gemeinsamkeit haben oder wie auch immer.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dementsprechend wird es m\u00f6glicherweise auch ziemlich wild durcheinander gehen, wie das eben auf jedem guten Mixtape der Fall ist, womit der Name der Rubrik dann auch gleich erkl\u00e4rt w\u00e4re. Die Jugend von gestern, heute und morgen kennt sowas ja gar nicht mehr, wir alten S\u00e4cke mussten ja noch stundenlang vorm Kassettendeck (das kennt ja auch keiner mehr) hocken und uns unsere Mixtapes zusammenkopieren. Heutzutage klickt man sich zwei Minuten durch Spotify oder andere Dienste und hat mehr Musik gefunden als man h\u00f6ren wollte. Daf\u00fcr hat das elektronische Mixtape aber auch keinen Bandsalat, h\u00f6chstens Connection Loss.<\/p>\n<p>Und weil die Woche sieben Tage hat, hat das Mixtape der Woche auch n*7 Songs, f\u00fcr kleine n, damit es nicht zu viel wird, ich muss ja zu jedem Song auch irgendwie einunddr\u00f6lfzig Worte schreiben. Aber genug der Vorrede, beginnen wir mit Mixtape #1.<\/p>\n<p>In der Reihe &#8222;Album der Woche&#8220; fehlten ja einige gro\u00dfe K\u00fcnstler, die ich nicht so ganz auf dem Schirm habe, bzw. von denen ich h\u00f6chstens eine &#8222;Best of Greatest Hits&#8220; oder sowas im Schrank stehen habe. Einer dieser ganz gro\u00dfen K\u00fcnstler w\u00e4re heute 90 Jahre alt geworden. Die Rede ist von Elvis Presley, dem King of\u00a0 &#8211; also eigentlich dem King of allem, er ist ja bis heute der erfolgreichste Solok\u00fcnstler Nordamerikas, steht in quasi jeder musikbezogenen Hall of Fame und \u00fcberhaupt und sowieso. Offiziell ist er 1977 verstorben, aber die Legende lebt selbstverfreilich weiter. Grund genug sieben Songs aufs Mixtape zu bannen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/2IfE8FhnPPEBSS4rL1qhBb?si=680c5374f4584c5f\"><strong>Heartbreak Hotel<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Diese Single entstand als eine der ersten Aufnahmen von Presley f\u00fcr RCA, landete auf Platz 1 in gleich mehreren Charts und bescherte Elvis seine erste goldene Schallplatte. Musikalisch gibt es nat\u00fcrlich nicht viel dazu zu sagen, ein 08\/15-Blues mit passend traurigem Text (&#8222;I feel so lonely I could die&#8220;).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/64Ny7djQ6rNJspquof2KoX?si=d4cb14d6fa1a4c1a\"><strong>Hound Dog<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Der Rock kommt im Sommer 1956 ins Rollen, und diese Nummer geh\u00f6rt definitiv zu den Urgro\u00dfv\u00e4tern der popul\u00e4ren Rockmusik, war genre\u00fcbergreifend Nummer 1, wurde hundertdr\u00f6lfzig mal gecovert und ist selbstredend ein Klassiker. Meine Erstbegegnung war \u00fcbrigens die Coverversion der Scorpions aus den Tokyo Tapes.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/7iBBcw61QVJxI3NDzlpX2E?si=fc20691a59ad4e1b\"><strong>Love Me Tender<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Der Song f\u00fcr alle Dampflokomotivfans&#8230; \ud83d\ude09 Quatsch, die Schmusenummer entstand ebenfalls 1956, basiert auf einem fast nochmal 100 Jahre \u00e4lteren Liebeslied. Hier ist halt nix mit Rock&#8217;n&#8217;Roll, hier trieft der Schmalz aus allen Poren. Aber das ist ja das Besondere an Elvis, er konnte das eben auch, ohne dass es irgendwie peinlich war, und die Teenieherzen flogen ihm nur so zu, sehr zum Verdruss der entsetzten Eltern, die den Untergang des Abendlandes heraufziehen sahen (was sie wohl wenige Jahre sp\u00e4ter zu den Beatles und noch ein paar Jahre sp\u00e4ter zu Ozzy Osbourne gesagt haben?).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/4gphxUgq0JSFv2BCLhNDiE?si=f8b751638f7e4e01\"><strong>Jailhouse Rock<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Weiter ging es 1957 mit diesem Klassiker des Rock&#8217;n&#8217;Roll. Nat\u00fcrlich war der Song ein Hit, und nat\u00fcrlich wurde er hundertdr\u00f6lfzig Mal gecovert (zum Beispiel spielen die Blues Brothers die Nummer am Filmende im Knast).<\/p>\n<p>Danach war aber erstmal Schluss mit lustig, Elvis musste zur Army, landete in Deutschland und erschien erst 1960 wieder auf der amerikanischen Bildfl\u00e4che. Da war Rock&#8217;n&#8217;Roll bereits tot, und die Beatles stie\u00dfen sich noch in Hamburg ihre H\u00f6rner ab, bevor sie die n\u00e4chste musikalische Revolution lostreten sollten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/4wM7V31TsZzzDBEH02Hltb?si=c2a0a1f6eb724247\"><strong>Are You Lonesome Tonight?<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Nichtsdestoabertrotz war Elvis weiter dick im Gesch\u00e4ft, vor allem auch als Filmstar. Musik wurde auch aufgenommen, so eine Coverversion einer Schnulze von 1926. Auch hier schmalztropft es nur so vor sich hin, was aber eben trotzdem passt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/44AyOl4qVkzS48vBsbNXaC?si=86cadb44143142f9\"><strong>Can&#8217;t Help Falling In Love<\/strong><\/a><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter, also 1961, wurde weiter herumgeschmalzt. Aber irgendwie funktioniert es halt, und man kann sich dazu prima vorstellen, wie man in schummriger Beleuchtung langsam eng umschlungen \u00fcbers Tanzparkett schlurft (jaja, alles Klischee, aber Elvis ist ja zu mindestens 50% Klischee). Im Endeffekt war die Nummer Teil eines Filmsoundtracks, in dem Elvis den gro\u00dfen Frauenschwarm spielte, was zwar passte, aber k\u00fcnstlerisch nix Neues brachte. Dementsprechend wurde Elvis ab 1964 von der Beatlemania komplett verdr\u00e4ngt. Nach einem Treffen mit den Beatles 1965 war Schluss mit seichten Kom\u00f6dien, neue Songs waren angesagt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/track\/7KWoeBqSdZHEloYKVxssfG?si=b4c9337da0ad4aab\"><strong>In The Ghetto<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Den Abschluss des Mixtapes bildet dieser Song von 1969. Den haben wir knapp 30 Jahre sp\u00e4ter im Englischunterricht durchdiskutiert, weil der Text die komplizierten Lebensverh\u00e4ltnisse der Unterschicht Amerikas thematisiert, wo man quasi zwangsl\u00e4ufig kriminiell wird und entweder im Knast oder tot in der Gosse landet. Der Song funktioniert aber eben auch nur aufgrund der Stimme von Elvis, ansonsten w\u00e4re das schnell ins Kitschige abgerutscht.<\/p>\n<p>Elvis war ein internationaler Superstar, er trat in Stadien in ganz Nordamerika auf, seine Show in Hawaii wurde 1973 per Satellit in die ganze Welt \u00fcbertragen. Allerdings wurde er aber auch zunehmend zur Karikatur seiner selbst, er hatte gesundheitliche Probleme, die Ehe ging in die Br\u00fcche. Schon Ende 1973 war er dem Tod nur knapp entronnen, wirklich gesund wurde er danach nicht mehr. Im August 1977 hie\u00df es schlie\u00dflich endg\u00fcltig &#8222;Elvis has left the building&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Jahr, neue Woche, neue Rubrik. 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