{"id":4798,"date":"2024-09-02T17:54:49","date_gmt":"2024-09-02T15:54:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4798"},"modified":"2024-09-02T17:54:49","modified_gmt":"2024-09-02T15:54:49","slug":"urlaub-tag-3-bis-7-oder-so","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2024\/09\/02\/urlaub-tag-3-bis-7-oder-so\/","title":{"rendered":"Urlaub Tag 3 bis 7 (oder so)"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich also zwei Tage lang Berlin unsicher gemacht habe (nicht dass es irgendwas ver\u00e4ndert h\u00e4tte, bei den ganzen durchgeknallten Gestalten da fiel ich ohnehin nicht weiter auf) ging es nun mit einem kleinen Umweg zur\u00fcck nach Hause und anschlie\u00dfend zu Besuch bei den Eltern. Und da gibt es nun wieder einiges zu schwafeln, was vermutlich absolut niemanden interessieren wird&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Ein langgezogener Sprint<\/h3>\n<p>Der Umweg von Berlin nach Hause bezieht sich darauf, dass ich einen Zwischenstopp in Frankfurt am Main einlegte. Dort wollte ich die Chance nutzen, einem wunderbaren kleinen L\u00e4dchen im Herzen von Europa einen Besuch abzustatten und Klemmbausteinzeugs zu kaufen.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn bietet da nun ganz interessante Zugverbindungen an, sogenannte Sprinter n\u00e4mlich. Da f\u00e4hrt ein ICE besonders schnell und mit besonders wenigen Zwischenhalten von Berlin nach Frankfurt. Und sowas kann man ja mal probieren, zumal zum Sparpreis. Der Tag begann also mit einem guten Fr\u00fchst\u00fcck, danach gings zum Checkout und weiter zum Bahnhof Friedrichstra\u00dfe. Laut Plan sollte ich von da zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berlin_Hauptbahnhof\">Hauptbahnhof<\/a> fahren und dort in den ICE einsteigen. Da mir aber das Gewusel am Hauptbahnhof zu viel gewesen w\u00e4re (die Bahnsteige oben sind notorisch zu eng und zu klein, das ist nur in Hamburg noch schlimmer) und der Zug sowieso am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berlin_Ostbahnhof\">Ostbahnhof<\/a> beginnt fuhr ich also genau da hin.<\/p>\n<p>Dort begr\u00fc\u00dften einen dann erstmal unz\u00e4hlige Polizisten mit schwerer Bewaffnung &#8211; am Vorabend war in Frankfurt direkt in der Bahnhofshalle ein Mann erschossen worden. Und genau in diese komische Stadt wollte ich nun fahren?!? Nuja. Am Ostbahnhof war jedenfalls nix weiter los, ich organisierte mir noch ein paar Getr\u00e4nke und wartete dann auf den ICE, der da kommen sollte.<\/p>\n<p>Da kam dann auch irgendwann ein komischer grauer Zug in ICE-Form&#8230; da sollten sich die Verantwortlichen was sch\u00e4men und mal bei der SBB in die Lehre gehen. Der Zug kommt frisch aus der Abstellung zur ersten Fahrt des Tages und ist nicht frisch gewaschen &#8211; weder innen noch au\u00dfen. Gut, das ist Meckern auf hohem Niveau, immerhin war er absolut p\u00fcnktlich und meine Platzreservierung war auch vermerkt. Dass besagte Platzreservierung f\u00fcr einen Fensterplatz galt war nat\u00fcrlich wiederum ein Witz, weil da wo der Sitz ist kein Fenster war. Das ist gerade in der ersten Klasse auch ein Unding. Au\u00dferdem war der gesamte Wagen komplett ausreserviert, da komme ich dann gleich noch drauf zu sprechen.<\/p>\n<p>Der Zug startete dann also zu seiner &#8211; laut Durchsage der Personals &#8211; &#8222;Non-Stopp-Fahrt nach Frankfurt&#8220;, bevor im gleichen Atemzug der &#8222;n\u00e4chste Halt Berlin Hauptbahnhof&#8220; angek\u00fcndigt wurde. Am Hauptbahnhof wurde der Wagen dann auch zu etwa einem Drittel gef\u00fcllt und weiter gings. Erneute Durchsage und Begr\u00fc\u00dfung zur &#8222;Non-Stopp-Fahrt nach Frankfurt&#8220;, diesmal aber &#8222;n\u00e4chster Halt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnhof_Berlin-Spandau\">Berlin Spandau<\/a>&#8222;. Bei dem Haltabstand m\u00fcsste der Zug als n\u00e4chstes in Rathenow und Stendal halten&#8230; Tut er aber tats\u00e4chlich nicht, sondern wenn er dann erst einmal Berlin hinter sich gelassen hat, f\u00e4hrt er ohne planm\u00e4\u00dfigen Halt durch bis <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankfurt_(Main)_Hauptbahnhof\">Frankfurt<\/a>. Kein Halt in Wolfsburg (wird eh st\u00e4ndig vergessen), auch nicht in Braunschweig oder G\u00f6ttingen oder Kassel oder Fulda. Nun ja. F\u00fcr mich spannend war nun nur noch die tats\u00e4chliche Reisestrecke, denn der Zug nutzt dann bis Fulda quasi fast ausschlie\u00dflich Schnellfahrstrecken, zun\u00e4chst <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnellfahrstrecke_Hannover%E2%80%93Berlin\">Richtung Westen<\/a> \u00fcber Stendal (bzw. um Stendal drumherum) und Wolfsburg bis nach Lehrte, dann umkurvt er Hannover s\u00fcd\u00f6stlich und schwenkt direkt auf die Schnellfahrstrecke <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnellfahrstrecke_Hannover%E2%80%93W%C3%BCrzburg\">Richtung S\u00fcden<\/a>, um dann in Fulda Richtung Frankfurt abzubiegen.<\/p>\n<p>Achja, die Reservierungen&#8230; Nachdem wir also in Spandau abgefahren waren, war der Wagen knapp zur H\u00e4lfte belegt&#8230; Der Rest waren ganz offensichtlich unsichtbare Reisende.<\/p>\n<p>Kurz vor Fulda brummte dann mein Handy und erz\u00e4hlte mir was von einer &#8222;prognostizierten Versp\u00e4tung von 10 min in Frankfurt&#8220;. Gut, wen interessiert&#8217;s? Kurz darauf brummte es wieder, jetzt wurden 55 min Versp\u00e4tung prognostiziert &#8211; woher auch immer die jetzt kommen sollten, wir rollten ja ziemlich nach Plan durch die Gegend. Nochmal f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter hie\u00df es nun &#8222;5 min Versp\u00e4tung prognostiziert&#8220;. Hatte sich also m\u00f6glicherweise nur jemand vertippt und f\u00fcr unn\u00f6tige Unruhe gesorgt. Aber Prognosen sind ja immer schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich wie die Eisenbahn (also innerhalb von 6 Minuten Puffer) rollten wir schlie\u00dflich in Frankfurt ein. Auch dort massenhaft Polizei, was da im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankfurt-Bahnhofsviertel\">Bahnhofsviertel<\/a> aber auch recht angeraten ist. Frankfurt ist grade in der Gegend ja ein ziemlich hei\u00dfes Pflaster, zumindest verglichen mit der heilen Welt wo ich sonst so unterwegs bin. Da die Temperaturen auch wieder recht hochsommerlich waren begn\u00fcgte ich mich damit, die allermeiste Zeit im klimatisierten Hotelzimmer zu verbringen.<\/p>\n<h3>Frankfurt kann man sich klemmen<\/h3>\n<p>Ich fand dann am fr\u00fchen Abend lediglich noch heraus, dass man in Frankfurt (das haben sie von Berlin abgeguckt) Wegbier s\u00e4uft (immerhin <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Augustiner-Br%C3%A4u\">Augustiner<\/a>) und dass es gar nicht so einfach ist, zwischen den ganzen Wolkenkratzern was zu Essen zu organisieren, da waren quasi \u00fcberall Heerscharen von beschlipsten Hemdtr\u00e4gern unterwegs und feierten sich daf\u00fcr, den ganzen Tag Akten von links nach rechts und von rechts nach links sortiert zu haben. Alles nicht meine Klientel.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen trabte ich nun mitsamt meinem Koffer nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankfurt-Sachsenhausen\">Sachsenhausen<\/a>, gelegen auf der s\u00fcdlichen Mainseite. Das ist eine recht gutb\u00fcrgerliche Wohngegend, und da kann man dann auch ganz heldenhaft Klemmbausteinzubeh\u00f6r erwerben. Ich war auch prompt der zweite Gast und erste Kunde des Morgens (eine Wespe hatte sich noch vor mich gemogelt) &#8211; keine f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter war mein Koffer etwas voller und meine Brieftasche geringf\u00fcgig leerer, wie das eben so ist wenn man einkauft. Und pl\u00f6tzlich war hinter mir schon eine Schlange von f\u00fcnf Leuten, mitten in der Woche (es war Donnerstag).<\/p>\n<p>Ansonsten fand ich Frankfurt jetzt nicht so wahnsinnig spannend, ich zuckelte also mit meinem Koffer zur\u00fcck zum Hauptbahnhof und stieg in den n\u00e4chstbesten Zug nach N\u00fcrnberg. Dieser war aufgrund von Sperrungen, Ausf\u00e4llen und sonstigen Missgeschicken recht gut gef\u00fcllt, ich hatte Gl\u00fcck noch einen Platz zu kriegen (meine Reservierung w\u00e4re im n\u00e4chsten Zug eine Stunde sp\u00e4ter gewesen). Der Zug kam mit einer halben Stunde Versp\u00e4tung in Frankfurt an, fuhr mit einer halben Stunde Versp\u00e4tung weiter und kam dann auch mit gleicher Versp\u00e4tung in N\u00fcrnberg an.<\/p>\n<p>Von da gurkte ich dann ganz normal mit S-Bahn und Bus nach Hause und konnte mich dann erst einmal so wichtigen Dingen wie W\u00e4sche waschen widmen.<\/p>\n<h3>Der Weg zum Griechen immer lohnt<\/h3>\n<p>Nach umfangreicher Wascherei und mehrfachem Umpacken des Koffers f\u00fcr die zweite Urlaubswoche ging es am Samstag zu den Eltern. Da l\u00e4sst man sich clevererweise direkt in Leipzig abholen, weil man mit dem Auto ab da viel schneller und bequemer in die anhaltische Walachei einreitet als mit der Bahn.<\/p>\n<p>Auf dem Plan stand also Elternbesuch und Futtern bei Muttern. Da gab es also Tomatenreissuppe und Streuselkuchen auf Puddingf\u00fcllung. Die schlanke Linie hatte da also nix zu melden, das wurde in den Folgetagen abtrainiert. Am Sonntag wurde das Mittagessen gleich mal ausgelassen, weil es abends zum Griechen gehen sollte. Den kann ich nur empfehlen, f\u00fcr l\u00e4cherliche Preise kann man sich da so derma\u00dfen den Bauch vollschlagen, es ist ein Fest. Allerdings sollte man dann den restlichen Abend au\u00dfer faul auf dem Sofa liegen nichts mehr vorhaben. Da genau das der Plan war, konnte ich mich der V\u00f6llerei hemmungslos hingeben und allerlei gegrilltes Fleisch in verschiedenster Form in mich hineinstopfen. Nachgesp\u00fclt wurde dann mit mehr Ouzo als ich gemeinhin trinke, aber das war da auch absolut notwendig. Der Rest des Abends bestand dann aus Kniffel (souver\u00e4n zwei Runden gewonnen und dann ebenso souver\u00e4n total abgekackt) und Netflix.<\/p>\n<p>Und damit endet dieses kurze Kapitel auch schon, denn am Montag ging es weiter mit einer l\u00e4nglichen Reise nach D\u00fcsseldorf. Aber das ist dann Thema f\u00fcr einen anderen Eintrag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich also zwei Tage lang Berlin unsicher gemacht habe (nicht dass es irgendwas ver\u00e4ndert h\u00e4tte, bei den ganzen durchgeknallten Gestalten da fiel ich ohnehin nicht weiter auf) ging es nun mit einem kleinen Umweg zur\u00fcck nach Hause und anschlie\u00dfend zu Besuch bei den Eltern. 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