{"id":4792,"date":"2024-08-29T16:28:42","date_gmt":"2024-08-29T14:28:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4792"},"modified":"2024-08-22T19:59:13","modified_gmt":"2024-08-22T17:59:13","slug":"album-der-woche-238","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2024\/08\/29\/album-der-woche-238\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Wenn dieser Beitrag erscheint weile ich fernab von jeglichem Trubel im Urlaub. Aber wir sind ja mit unseren Arbeitszeiten und -pl\u00e4tzen sehr flexibel, also hab ich da mal was vorbereitet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In dieser Woche geht es um zwei Alben von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tiamat_(Band)\">Tiamat<\/a> (benannt nach einer babylonischen Gottheit (frei nach Ghostbusters: Babylonisch, nicht sumerisch!)), eine Band, die in dieser Serie noch nicht auftauchte. Die begannen Anfang der 90er Jahre mit f\u00fcr mich v\u00f6llig indiskutablem Death Metal (ich kann damit einfach nix anfangen), bevor die Band stilistisch komplett umschwenkte und psychedelische Meisterwerke produzierte.<\/p>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte dieser Meisterwerke erschien 1994 und tr\u00e4gt den sch\u00f6nen Namen &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Wildhoney_(Tiamat_album)\">Wildhoney<\/a>&#8222;. Der Sound des Albums ist stark von fr\u00fchen Pink Floyd beeinflusst, ebenso gehen Songs ineinander \u00fcber und erzeugen so einen zusammenh\u00e4ngenden Fluss (oder auch einen ziemlich wilden Trip). Es ist daher schwierig einzelne Songs herauszuheben. Am ehesten kann man ganz hinten anfangen und sich den Achtmin\u00fcter <em>A Pocket Size Sun<\/em> reinziehen. Wer eher spacige Instrumentalparts mag, sollte sich <em>Planets<\/em> oder <em>25th Floor<\/em> anh\u00f6ren. Am kompaktesten auf den Punkt kommt jedoch <em>Gaia<\/em>, mein pers\u00f6nlicher Favorit auf dem Album. R\u00fcckblickend betrachtet gilt die Scheibe als ein Meilenstein f\u00fcr den metallischen Teil der 90er Jahre, speziell f\u00fcr das was man als Gothic Metal bezeichnet (Schei\u00df auf Schubladen, da findet man sowieso nie das was man sucht).<\/p>\n<p>Meinen Erstkontakt mit Tiamat hatte ich hingegen f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter mit &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Skeleton_Skeletron\">Skeleton Skeletron<\/a>&#8222;. Hier stand nicht Pink Floyd Pate, sondern d\u00fcstere Bands wie Sisters Of Mercy oder Paradise Lost. Das Album ist kalt und d\u00fcster, entfaltet dabei aber eine unheimliche Magie und landete sogar in den Top 20 der Charts (was damals noch was wert war). Die Songs sind kompakt und auf den Punkt, die pr\u00e4gnanten Melodien fr\u00e4sen sich ins Ohr, und kleinere Spielereien und eingestreute Effekte runden die Sache hervorragend ab.<\/p>\n<p>Aufmerksam wurde ich damals durch die Coverversion von <em>Sympathy For The Devil<\/em>, die hier v\u00f6llig durch den Wolf gedreht und umgebaut wird. Lief damals sogar im Rockradio. Aber auch andere Songs kleine d\u00fcstere Meisterwerke, zum Beispiel die Single <em>Brighter Than The Sun<\/em> (mit der sch\u00f6nen Textstelle &#8222;Any color you like as long as it&#8217;s black, you could have anything if you just give it back&#8220;). Das ist dann auch schon so ziemlich die flotteste Nummer der Scheibe, Songs wie <em>Dust Is Our Fare<\/em> kommen sehr viel schleppender daher. <em>Best Friend Money Can Buy<\/em> (sch\u00f6n betitelt) ist ein ruhigeres St\u00fcck, w\u00e4hrend das abschlie\u00dfende <em>Lucy<\/em> eher spacig daherkommt.<\/p>\n<p>Fazit: Zwei sehr gegens\u00e4tzliche Alben, aber beide sehr in sich geschlossen und als Gesamtwerke gro\u00dfe Kunst. &#8222;Skeleton Skeletron&#8220; ist zug\u00e4nglicher, weil die Songs auch f\u00fcr sich stehen, &#8222;Wildhoney&#8220; braucht etwas mehr Einarbeitung, das lohnt sich aber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn dieser Beitrag erscheint weile ich fernab von jeglichem Trubel im Urlaub. 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