{"id":4722,"date":"2024-04-11T17:48:55","date_gmt":"2024-04-11T15:48:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4722"},"modified":"2024-04-11T17:48:55","modified_gmt":"2024-04-11T15:48:55","slug":"album-der-woche-218","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2024\/04\/11\/album-der-woche-218\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Die Woche hatte bisher keine Highlights, eher im Gegenteil (die im Januar angek\u00fcndigte Entlassungswelle rollte als Tsunami durch unsere Abteilung), aber das soll uns nicht vom Album der Woche abhalten. Das wird inzwischen auch schon wieder 30 Jahre alt und stammt von einer Band, die hier in dieser Reihe glaube ich noch gar nicht vertreten ist. Kommt ja nach vier Jahren auch eher selten vor.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wir schreiben das Jahr 1994, Kurt Cobain hat gerade diese Welt verlassen, Grunge ist quasi tot, und mitten in diese Gemengelage platzen ein paar kalifornische Fun-Punks namens <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_Offspring\">The Offspring<\/a> und schlagen mit &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Smash_(The_Offspring_album)\">Smash<\/a>&#8220; ein wie eine Bombe. \u00c4hnlich wie &#8222;Dookie&#8220; von Green Day gibt es hier einen ganzen Haufen kurze Eruptionen, n\u00e4mlich 12 an der Zahl, plus einen Hidden Track, wie es als Gimmick damals auf CDs verbreitet war, und ein halbmin\u00fctiges Intro.<\/p>\n<p>Besagtes Intro besteht aus einer Spoken-Word-Passage, bevor es direkt mit <em>Nitro (Youth Energy)<\/em> in die Vollen geht. Mit zweieinhalb Minuten ist das einer der k\u00fcrzesten Songs der Scheibe, die meisten knacken dann doch wenigstens die drei Minuten. L\u00e4ngster Song ist witzigerweise die bekannte Hitsingle <em>Self Esteem<\/em>, die mit einem echt fiesen Text punktet. Ebenfalls textlich recht plakativ kommt <em>Bad Habit<\/em> daher (Vorsicht vor Gewalt im Stra\u00dfenverkehr), <em>Gotta Get Away<\/em> startet mit einem schicken Intro aus Schlagzeug und Bass, gleiches gilt f\u00fcr <em>Come Out And Play<\/em>. Beide wurden als Single ausgekoppelt. Aber auch die restlichen Songs sind bockstarke Volltreffer, wie man sie vielleicht nur einmal in der Karriere auf ein Album konzentriert hinbekommt. Egal ob es <em>Genocide<\/em> oder <em>Something To Believe In<\/em> oder <em>Not The One<\/em> ist, es geht immer mit Vollgas und auf 11 gedrehten Reglern ab.<\/p>\n<p>Der Witz an der Platte ist, dass trotz des eng gesteckten musikalischen Rahmens jede Menge Abwechslung geboten wird und die Songs alle prima voneinander unterscheidbar sind. Am Ende folgt noch ein Schlagzeugpattern, der zu einem Song vom n\u00e4chsten(!) Album geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Scheibe verkaufte sich wie geschnitten Brot (bis heute zweistellige Millionen) und definierte (neben schon genannten Green Day und Bad Religion) den Punkrock der 90er mit. Sollte man also allein schon wegen der musikhistorischen Bedeutung kennen, mal davon abgesehen dass <em>Self Esteem<\/em> eine der gr\u00f6\u00dften Loser-Hymnen aller Zeiten ist. Ich hab das Album tats\u00e4chlich damals \u00fcber die Single im damals noch real existierenden MTV kennengelernt, bzw. hat es mir ein Schulkumpel ein oder zwei Jahre sp\u00e4ter geliehen, womit es eine meiner ersten Begegnungen mit dieser Art Musik war und mich entsprechend nachhaltig gepr\u00e4gt hat. Insofern war das Schreiben dar\u00fcber heute auch etwas wie eine Zeitreise f\u00fcr mich &#8211; nicht unbedingt in bessere, aber zumindest in vergangene Zeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Woche hatte bisher keine Highlights, eher im Gegenteil (die im Januar angek\u00fcndigte Entlassungswelle rollte als Tsunami durch unsere Abteilung), aber das soll uns nicht vom Album der Woche abhalten. 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