{"id":4639,"date":"2023-12-07T19:04:00","date_gmt":"2023-12-07T18:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4639"},"modified":"2023-12-07T19:04:00","modified_gmt":"2023-12-07T18:04:00","slug":"album-der-woche-200","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2023\/12\/07\/album-der-woche-200\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche waren Metallica dran, die da vor einem Vierteljahrhundert Kram coverten, der (zumindest zum Teil) ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hatte. Grund genug, zwei Vierteljahrhunderte zu addieren und sich das Original mal vorzunehmen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vor inzwischen also 50 Jahren erschien das f\u00fcnfte Album von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Black_Sabbath\">Black Sabbath<\/a>. Die Urv\u00e4ter des Heavy Metal waren damals weltweite Superstars kurz vor dem totalen Absturz aufgrund zu tiefer St\u00fcrze in den Tiefschnee vulgo Drogensumpf. Davon merkt man auf dieser Scheibe noch nix, ganz im Gegenteil, die Band trumpft voll auf und ver\u00f6ffentlichte einen unverzichtbaren Meilenstein der harten Rockgeschichte &#8211; nachdem sich die Aufnahmen bedingt durch Drogeneskapaden durch das ganze Jahr 1973 hindurch gezogen hatten, wie die Band sp\u00e4ter freim\u00fctig zugab.<\/p>\n<p>Das v\u00f6llig passend betitelte &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Sabbath_Bloody_Sabbath\">Sabbath Bloody Sabbath<\/a>&#8220; hat zun\u00e4chst mal das geilste Plattencover der gesamten Bandgeschichte und eine der besten Zeichnungen, die je ein Rockalbum verziert haben &#8211; so richtig sch\u00f6n evil mit 666 D\u00e4monen und allem Drum und Dran.<\/p>\n<p>In der Verpackung schlummern nun acht Songs, darunter ein Instrumentalst\u00fcck. Den Auftakt bildet das Titelst\u00fcck, was eins der Highlights der Bandgeschichte darstellt &#8211; Heavy wie eine Tonne Blei, und dabei aber mit federleichten St\u00fccken zwischendrin. Das folgende <em>A National Acrobat<\/em> geht in eine \u00e4hnliche Richtung, wobei das Riff urspr\u00fcnglich von Bassist Geezer Butler kam. An dritter Stelle steht das mehrheitlich akustisch gehaltene Instrumentalst\u00fcck <em>Fluff<\/em>, mit dem die Jungs zeigen, dass sie auch zartere T\u00f6ne k\u00f6nnen. Das totale Gegenteil dazu folgt auf dem Fu\u00dfe, <em>Sabbra Cadabra<\/em> beginnt mit einem ikonischen Riff, bevor der Song in der Mitte in wilde psychedelische Synthesizerfl\u00e4chen abdriftet. Hier spielt auch Rick Wakeman von Yes die Tasteninstrumente, vielleicht liegts daran.<\/p>\n<p>Seite zwei der LP beginnt mit <em>Killing Yourself To Live<\/em>, den Kirk Hammett (Metallica) als seine Lieblingsnummer der Band bezeichnet. Spricht f\u00fcr guten Geschmack. Die Synthesizer pr\u00e4gen dann die n\u00e4chste Nummer namens <em>Who Are You?<\/em>, die ziemlich langsam durch die Boxen kriecht. Einen klassischeren Klang hat <em>Looking For Today<\/em>, bevor <em>Spiral Architect<\/em> die Scheibe beschlie\u00dft. Letzterer beginnt mit einem einmin\u00fctigen akustischen Intro, bevor der eigentliche Song einsetzt. Im weiteren Verlauf tauchen hier Geigen auf.<\/p>\n<p>Fazit: Das letzte wirklich starke Album der Ozzy-\u00c4ra. Zu \u00e4hnlicher Form sollte die Band erst wieder sieben Jahre sp\u00e4ter mit Dio am Mikro auflaufen. Und Metallica? Die coverten <em>Sabbra Cadabra<\/em>, lie\u00dfen aber den psychedelischen Mittelteil weg und stopften einen Abschnitt von <em>Killing Yourself To Live<\/em> hinein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche waren Metallica dran, die da vor einem Vierteljahrhundert Kram coverten, der (zumindest zum Teil) ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hatte. 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