{"id":4615,"date":"2023-11-09T18:11:23","date_gmt":"2023-11-09T17:11:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4615"},"modified":"2023-11-09T18:11:23","modified_gmt":"2023-11-09T17:11:23","slug":"album-der-woche-196","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2023\/11\/09\/album-der-woche-196\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>In dieser geht es ziemlich weit weg, n\u00e4mlich nach Australien. Dort gibts nicht nur allerlei giftiges Getier (wahlweise mit 8 Beinen, vielen Tentakeln oder auch ganz ohne Beine), sondern auch relevante Bands, bei denen die Stromgitarre eingest\u00f6pselt wird &#8211; wahlweise in Wechsel- oder Gleichstrom.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Um die tieferen Berufsgeheimnisse der Elektrikergilde soll es aber gar nicht gehen, sondern um eine Band, die wir in dieser Reihe noch gar nicht hatten. Die h\u00f6rt auf den sch\u00f6nen Namen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rose_Tattoo\">Rose Tattoo<\/a>. Und die haben 1978 ihr <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Rose_Tattoo_(Rose_Tattoo_album)\">selbstbetiteltes Deb\u00fct<\/a> in die damals noch real existierenden Plattenl\u00e4den gestellt. Das klingt wie ein fieser Bastard aus Mot\u00f6rhead und AC\/DC, die Produzenten der letzteren sa\u00dfen hier auch an den Reglern. Entsprechend gibts hier Rock&#8217;n&#8217;Roll der schwer elektrifizierten Sorte, und mit der Slide-Gitarre von Pete Wells gibt es auch ein musikalisches Alleinstellungsmerkmal, w\u00e4hrend die Reibeisenstimme von Frontglatzkopf Gary &#8222;Angry&#8220; Anderson so klingt, als w\u00fcrde er regelm\u00e4\u00dfig Whisky und Rasierklingen gurgeln.<\/p>\n<p>Ich hab die Band 2005 am Lausitzring gesehen, da konzentrierte sich Angry Anderson dummerweise ziemlich aufs Labern zwischen den Songs, anstatt dass sie die Musik sprechen lie\u00dfen, aber gut, man kann nicht alles haben. Es wurde jedenfalls mehr oder weniger das halbe Album gespielt, was zumindest zeigt, dass die Scheibe in der Bandgeschichte eine besondere Rolle spielt &#8211; man k\u00f6nnte auch behaupten, sie waren nie wieder so gut.<\/p>\n<p>Das beginnt schon beim er\u00f6ffnenden <em>Rock&#8217;n&#8217;Roll Outlaw<\/em>, was gleich mal zeigt, wo der Hammer h\u00e4ngt. Die Nummer fasst auf reichlich drei Minuten die Qintessenz der Band komplett zusammen, was unz\u00e4hlige andere Bands beeinflusst hat. Das direkt folgende und ungleich flottere <em>Nice Boys (Don&#8217;t Play Rock&#8217;n&#8217;Roll)<\/em> &#8211; man bemerkt vielleicht das inhaltliche Muster &#8211; wurde zum Beispiel von Guns N&#8217;Roses gecovert. Das komplette Gegenteil ist danach das langsam und bleischwer daherstampfende und mit \u00fcber sechs Minuten mit gro\u00dfem Abstand l\u00e4ngste St\u00fcck des Albums. <em>The Butcher And Fast Eddie<\/em> erz\u00e4hlt eine Geschichte aus dem Gang-Milieu der Gro\u00dfstadt. <em>One Of The Boys<\/em> hingegen zieht das Tempo wieder an. Am schwersten an AC\/DC klingt <em>Bad Boy For Love<\/em>, was textlich auch gut auf Bon Scott passt), w\u00e4hrend <em>T.V.<\/em> mit ziemlich genau zwei Minuten als k\u00fcrzeste Nummer mit dem k\u00fcrzesten Songtitel der Scheibe ins Ziel kommt. Eine Ausnahme im Sound stellt Stuck On You dar, bei dem die Gitarren deutlich weniger verzerrt werden. Und am Ende der Scheibe gibts dann mit <em>Astra Wally<\/em> nochmal eine Verbeugung vor AC\/DC.<\/p>\n<p>Fazit: Die Scheibe rockt auch heute noch, und wird das auch weiterhin tun, wenn die Bandmitglieder l\u00e4ngst nicht mehr auf dieser Erde weilen (was leider schon f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Bandbesetzung zutrifft).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser geht es ziemlich weit weg, n\u00e4mlich nach Australien. Dort gibts nicht nur allerlei giftiges Getier (wahlweise mit 8 Beinen, vielen Tentakeln oder auch ganz ohne Beine), sondern auch relevante Bands, bei denen die Stromgitarre eingest\u00f6pselt wird &#8211; wahlweise in Wechsel- oder Gleichstrom.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4615"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4615"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4615\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4616,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4615\/revisions\/4616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}