{"id":4604,"date":"2023-10-18T19:40:47","date_gmt":"2023-10-18T17:40:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4604"},"modified":"2023-10-18T19:40:47","modified_gmt":"2023-10-18T17:40:47","slug":"album-der-woche-193","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2023\/10\/18\/album-der-woche-193\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Woche begeben wir uns auf die andere Seite des Atlantiks und besprechen ein Album, was ich zu den wenig wirklich relevanten Live-Scheiben dieses Jahrtausends z\u00e4hlen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die wirklich bahnbrechenden Live-Alben der Rockgeschichte erschienen ja schon alle in den 1970ern und wurden haupts\u00e4chlich in Japan aufgenommen. Aus den 80ern f\u00e4llt mir auf die Schnelle grad noch &#8222;Live After Death&#8220; von Iron Maiden ein, und in den 90ern erschien neben P.U.L.S.E. von Pink Floyd nicht mehr so wirklich viel nachhaltig beeindruckendes. Sicher, Livealben wurden zuhauf rausgehauen, aber wenn es jeder macht, ist ja eben auch nix besonderes mehr.<\/p>\n<p>Und dann kamen da so ein paar unscheinbare Herren daher, die zum ersten Mal in ihrer noch recht jungen Karriere in S\u00fcdamerika auftraten und das als Livealbum verewigen wollten. Solider Plan, wenn man schon mal die gr\u00f6\u00dften Konzerte der Bandgeschichte macht bietet sich das an, zumal das s\u00fcdamerikanische Publikum eh besonders heftig ausrastet. Ganz nebenbei wurde damit auch ein Trend losgetreten, in der Folge entstanden n\u00e4mlich auch weitere Livealben in S\u00fcdamerika (AC\/DC at River Plate Stadium, um nur mal einen Vertreter zu nennen).<\/p>\n<p>Die besagten unscheinbaren Herren h\u00f6ren auf die Namen Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart &#8211; bekannt selbstverst\u00e4ndlich als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rush\">Rush<\/a>. Sie hatten zu dem Zeitpunkt knapp 20 Jahre Bandgeschichte mit 17 Studioalben auf dem Buckel und waren sowieso lebende Legenden. F\u00fcr das Livealbum wurde entsprechend mal locker das Maracan\u00e3-Stadion ausverkauft, wo dann 40.000 Brasilianer (und Zugereiste) w\u00e4hrend des \u00fcber zweieinhalbst\u00fcndigen Konzerts gepflegt austicken. Dabei enth\u00e4lt das Album das komplette Konzert in der korrekten Songreihenfolge, was ja auch nicht unbedingt \u00fcblich ist &#8211; oftmals werden Livealben ja zusammengest\u00fcckelt aus diversen Aufnahmen. Selbstverst\u00e4ndlich wurde nicht nur der Ton mitgeschnitten, sondern die ganze Sache auch mit Kameras verfolgt, so dass es sich anbietet, die DVD-Fassung von &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Rush_in_Rio\">Rush In Rio<\/a>&#8220; zu erwerben.<\/p>\n<p>Damit erh\u00e4lt der geneigte Kunde mal eben 29 Songs und ein umfassendes Best-Of (gut, kann man dr\u00fcber diskutieren, jeder vermisst da ein paar andere Songs) in fett produzierten Fassungen und vor der schon angesprochenen Kulisse von v\u00f6llig freidrehenden Fans, die jede Gitarrenmelodie mitsingen. \u00dcber die musikalischen F\u00e4higkeiten der drei braucht man eh nix sagen. Geddy Lee singt und spielt parallel noch Bass und Keyboard, w\u00e4hrend Schlagzeuger Neil Peart nebenbei noch s\u00e4mtliche Effekte triggert und nebenbei noch Basslinien per Effektpad spielt, wenn Geddy Lee grad zu wenig H\u00e4nde f\u00fcr Keyboards und Bass hat. Und Alex Lifeson spielt auf der Gitarre auf den ersten Blick unauff\u00e4llig, aber andere Bands br\u00e4uchten daf\u00fcr drei Gitarristen.<\/p>\n<p>Wenn man nun mit Tom Sawyer als bekanntester Nummer ins Set einsteigt, hat man sowieso schon gewonnen. Im weiteren Verlauf springt die Setlist munter zwischen neueren St\u00fccken (immerhin war es die Tour zu &#8222;Vapor Trails&#8220;) und \u00e4lteren St\u00fccken (u.a. Roll The Bones, New World Man, The Big Money und zahllose andere). 2112 gibt es nur gek\u00fcrzt, aber gut, einen Zwanzigmin\u00fcter kann man live nur schwerlich bringen. Zum Ende hin wird die Hitdichte naturgem\u00e4\u00df gr\u00f6\u00dfer, wenn man die ganz gro\u00dfen Klassiker auspackt &#8211; Limelight, The Spirit Of Radio und Working Man. Ebenfalls wichtig sind die instrumentalen YYZ und La Villa Strangiato, sowie das Schlagzeugsolo von Neil Peart, der hier mal eben Swing und Bigband mit verwurstet.<\/p>\n<p>Fazit: Rush muss man als Rockmusikfan kennen, und &#8222;Rush In Rio&#8220; ist der ideale Einstieg. Das ganze Ding gibts zum Angucken auch bei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jspxDxUvEMg&amp;list=PLlDE-BMzv9QUpsBbDhWvl_6r5ihICSdJR\">YouTube<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Woche begeben wir uns auf die andere Seite des Atlantiks und besprechen ein Album, was ich zu den wenig wirklich relevanten Live-Scheiben dieses Jahrtausends z\u00e4hlen w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4604"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4604"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4604\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4605,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4604\/revisions\/4605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}