{"id":4575,"date":"2023-10-05T19:46:29","date_gmt":"2023-10-05T17:46:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4575"},"modified":"2023-10-05T19:46:57","modified_gmt":"2023-10-05T17:46:57","slug":"album-der-woche-191","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2023\/10\/05\/album-der-woche-191\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>V\u00f6llig \u00fcberraschend bleiben wir im Jahr 1998. Scheint eine gewisse H\u00e4ufung in den letzten Wochen zu sein. Nun denn, auf ins Ruhrgebiet, da kommt n\u00e4mlich das Album der Woche her.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Neben zahllosen anderen Bands aus diesem Gro\u00dfraum waren <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rage_(Band)\">Rage<\/a> bereits seit Mitte der 80er dabei und l\u00e4ngst eine etablierte Gr\u00f6\u00dfe (wenngleich ihr bekanntester Song sp\u00e4ter ein Beitrag zum Schuh des Manitu werden sollte). Sie spielten schnellen Power Metal, hatten internationale Charterfolge und brauchten eigentlich niemandem mehr irgendwas beweisen. Trotzdem (oder grade deswegen) nahmen sie 1996 eine Scheibe mit einem Orchester auf (lange bevor Metallica auf derartige Ideen kamen) und brachten auf den n\u00e4chsten Alben vermehrt orchestrale Arrangements unter. Bei aller Kreativit\u00e4t im musikalischen Bereich ist das Album relativ simpel benamt &#8211; es ist das 13. Album der Bandgeschichte, also hei\u00dft die Scheibe simplerweise <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/XIII_(Rage_album)\">XIII<\/a>, auf dem Cover schl\u00e4gts entsprechend auch 13.<\/p>\n<p>Und weil 13 immer eine gute Zahl ist (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jason_Voorhees\">Jason Voorhees<\/a> wird zustimmen&#8230;), gibt es auch ebensoviele St\u00fccke auf dem Album, darunter ein Intro, ein Outro und ein Cover von Paint It Black der Rolling Stones. Also schon irgendwie geringf\u00fcgig hingeschummelt&#8230; Anyway, zehn Songs im Standardformat um viereinhalb bis f\u00fcnfeinhalb Minuten sind ja auch schon fast eine Stunde Musik.<\/p>\n<p>Nach dem orchestralen Intro steigt man mit <em>From The Cradle To The Grave<\/em> gleich voll ein. Das Orchester verleiht dem Sound zus\u00e4tzlichen Bums und mehr klangliche Tiefe, die Nummer stampft somit recht langsam, aber ebenso unaufhaltsam voran. Das folgende <em>Days Of December<\/em> ist flotter, das Orchester unterstreicht (im Wortsinne) den Refrain und h\u00e4lt sich sonst vornehm zur\u00fcck. <em>Sign Of Heaven<\/em> beginnt als lupenreine Metal-Nummer, bis am Ende die orchestralen Teile st\u00e4rker in den Fokus ger\u00fcckt werden &#8211; eine exzellente und sehr atmosph\u00e4rische Verbindung der beiden Welten. In dieser Art geht es nun weiter, mal eher getragen und mit gro\u00dfen Refrains (<em>In Vain (I Won&#8217;t Go Down<\/em>), mal eher d\u00fcster (<em>Heartblood<\/em>,<em> Just Alone<\/em>) und mal im flotteren Temp (<em>Over And Over<\/em>). Allen Songs gemeinsam ist die sehr gelungene Verbindung typischer Metal-Sounds mit dem Orchester, was immer wieder Akzente setzt, sich aber nie deplatziert anf\u00fchlt.<\/p>\n<p>Die Scheibe war einer der gro\u00dfen Banderfolge und wurde von meiner bevorzugten Krawallfachzeitschrift auf Platz 272 der 500 besten Metal-Alben aller Zeiten gesetzt. Das Album ist gleichzeitig aber auch der Schwanengesang des damaligen Lineups &#8211; im Folgejahr quittierten quasi alle Bandmitglieder au\u00dfer Chef Peavy Wagner den Dienst und machten erfolglos Poprock. Peavy stellte daraufhin eine neue Besetzung zusammen, die musikalisch etwas anders gelagert war. Aber das ist eine andere Geschichte f\u00fcr eine andere Woche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>V\u00f6llig \u00fcberraschend bleiben wir im Jahr 1998. Scheint eine gewisse H\u00e4ufung in den letzten Wochen zu sein. Nun denn, auf ins Ruhrgebiet, da kommt n\u00e4mlich das Album der Woche her.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4575"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4575"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4575\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4577,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4575\/revisions\/4577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4575"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4575"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4575"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}