{"id":457,"date":"2008-08-24T16:12:18","date_gmt":"2008-08-24T15:12:18","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.ws\/?p=457"},"modified":"2008-08-24T16:12:18","modified_gmt":"2008-08-24T15:12:18","slug":"urlaubsblogging-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2008\/08\/24\/urlaubsblogging-teil-1\/","title":{"rendered":"Urlaubsblogging (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Prolog<\/strong><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich war ja was anderes geplant, aber da man sich auf Frauen im allgemeinen und bestimmte Frauen im Speziellen leider nicht verlassen kann wurde es am Ende ein Urlaub zusammen mit meinem Bruder, was meine Mutter Schlimmstes bef\u00fcrchten lie\u00df&#8230; Als Reiseziel war mir von Antje eine Ferienwohnung in Ahlbeck auf Usedom empfohlen worden, was f\u00fcr einen brauchbaren Urlaub sicherlich nicht die schlechteste Adresse ist.<!--more--><\/p>\n<p>Der Urlaub begann mitten in der Nacht, genauer gesagt gegen 2 Uhr nachts. Da n\u00e4mlich summte eine fiese M\u00fccke in meinem Zimmer rum. Die M\u00fcckenjagd blieb leider erfolglos, so dass ich gegen sechs dann recht verkatert aufstand. Ein Fr\u00fchst\u00fcck und eine letzte Packaktion (vergessen wurden die Kaffeepackung und der geriebene K\u00e4se f\u00fcr die Nudeln) sp\u00e4ter ging es dann los mit v\u00e4terlichem Chauffeur zum Bahnhof Halle.<\/p>\n<p><strong>Bahncontent<\/strong><\/p>\n<p>Dort kaufte sich mein Lieblingsbruder (Liebling so wie in &#8222;ich hab halt keinen anderen&#8220;) ein &#8222;<a href=\"http:\/\/www.rockhard.de\">schwermetall-ideologisches Kampfblatt mit Gold\u00fcberzug<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lemmy\">Lemmy<\/a> vorne drauf&#8220;, ich guckte nur doof in der Gegend herum und staunte \u00fcber Unmengen von Kiddies, die in den Ferien um halb acht Uhr morgens an einem Sonntag den Bahnhof bev\u00f6lkerten. Nachdem mir dann wieder eingefallen war, dass ja in Leipzig gerade die Games Convention grassiert, war dieses Ph\u00e4nomen auch erkl\u00e4rt und wir verzogen uns auf den passenden Bahnsteig, wo auch schon der Zug bereitgestellt wurde.<\/p>\n<p>Wir nahmen unsere Pl\u00e4tze ein und gegen acht Uhr begann dann die Reise Richtung Norden. Das Wetter wechselte von Nieselregen (Halle) zu strahlendem Sonnenschein (Bitterfeld) zu bedeckt und windig (ab Wittenberg nordw\u00e4rts). In Berlin wurde der Zug dann gerammelt voll, offenbar gab es noch zahlreiche weitere Reisende, die Richtung Stralsund (und weiter) wollten. Der parallel dazu verkehrende RE nach Stralsund muss noch viel voller gewesen sein, jedenfalls stapelten sich da die Leute auf dem Bahnsteig.<\/p>\n<p>In Z\u00fcssow war Umsteigen angesagt, dort ist der Abzweig in Richtung Usedom. Abgesehen von einem langen Bahnsteig gibts da aber wortw\u00f6rtlich \u00fcberhaupt nichts, rundrum nur Wiesen und ein paar vereinzelte B\u00e4ume, also wirklich mitten in der Pampa&#8230; Kurz nach unserem Zug kam eine B\u00e4derbahn von Usedom an, aus der dann Unmengen von Urlaubern gestolpert kamen, die sich auf der R\u00fcckreise befanden. Die sahen aus, als w\u00e4ren sie nach der Zugfahrt schon wieder urlaubsreif&#8230; Unser Zug war nicht so \u00fcberf\u00fcllt, wir hatten vern\u00fcnftige Sitzpl\u00e4tze und konnten weiter Pratchett lesen. Drau\u00dfen wurde derweil das Wetter immer passender zum letzten Refrain des Liedes &#8222;Sommer, Sonne, Sonnenbrand&#8220;. Mit anderen Worten: es regnete in Str\u00f6men. Ab Zinnowitz lie\u00df der Regen dann zum Gl\u00fcck wieder nach, und in Ahlbeck war es dann beinahe fast trocken. Mein Herr Bruder kommentierte dies lediglich mit der Feststellung, dass es nicht regnet, weil er kein Fahrrad dabei hat, wenn er eins dabei h\u00e4tte, w\u00e4re der Regen hingegen garantiert.<\/p>\n<p><strong>Erster Abend<\/strong><\/p>\n<p>Na jedenfalls waren wir kurz vor 14 Uhr angekommen und hatten die Wohnung auch auf Anhieb gefunden. Nachdem die notwendigen Papierkriege (einmal hier signieren, hier noch unterschreiben und das ist ihr Durchschlag) zu beiderseitiger Zufriedenheit gef\u00fchrt worden waren, gab es erstmal Kuchen zum Kaffee \u00e4hm Tee, danach haute sich mein Bruder aufs Ohr (aua) und verschnarchte erstmal eine gute Stunde, offenbar war ihm das zeitige Aufstehen nicht bekommen. Anschlie\u00dfend machten wir einen ersten Erkundungsspaziergang, der wiederum bekam mir nicht.<\/p>\n<p>Mein minderwertiges Verdauungssystem (O-Ton: &#8222;Du bist halt ein minderwertiger Verdauungssystematiker&#8220;) wusste nicht so recht, was es mit den Mageninhalten anfangen sollte und bl\u00e4hte erstmal so ein bisschen vor sich hin. Nichtsdestoabertrotz liefen wir einmal \u00fcber die Seebr\u00fccke, stellten fest, dass weiter im Osten bei den Polen die Sonne schien, wohingegen im Westen dunkle Wolken entlangzogen (klar, in Polen hamse nen besseren Draht zum gro\u00dfen Wolkenschieber), und z\u00e4hlten ebenso dass es pro Einwohner wohl einen halben Fahrradverleih und mindestens einen Strandkorb geben muss.<\/p>\n<p>Ich legte mich dann erstmal hin, mein Bruder kochte mir einen Tee, der dann auch sofort alle Probleme l\u00f6ste, eine Viertelstunde sp\u00e4ter war ich dann wieder fit. Zum Abschluss des Tages wurde dann gekocht, das nicht vorhandene Fernsehprogramm (im Sinne von &#8222;nix sehenswertes&#8220;) gepr\u00fcft und zeitig zu Bett gegangen. Der Tag endete dann so, wie er begonnen hatte: Schlafst\u00f6rend war diesmal keine M\u00fccke, sondern ein Wecker, der auf 0 Uhr Alarmzeit gestellt war&#8230;<\/p>\n<p><strong>Sonntag<\/strong><\/p>\n<p>Kurz nach acht Uhr morgens kr\u00e4hte ein Hahn, nennenswerten Einflu\u00df hatte dies weder auf unsere Position (ziemlich in der waagerechten, einer diagonal im Bett, einer diagonal auf dem Sofa) noch auf das Wetter (gem\u00e4\u00df dem bekannten Spruch &#8222;Kr\u00e4ht der Hahn wohl auf dem Mist, \u00e4ndert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist). Nach neun fielen wir so langsam aus dem Bett und begannen mit der Fr\u00fchst\u00fccksvorbereitung, die sich in Ermangelung von Kaffee auf Tee und Kuchen beschr\u00e4nkte.<\/p>\n<p>Danach ging es auf einen weiteren Spaziergang, diesmal zur Kurverwaltung (Kurtaxe bezahlen). Das Nennen des Namens sorgte diesmal f\u00fcr ein spontanes &#8222;Ach du lieber Gott&#8220;, dabei gibt es doch nun wirklich kompliziertere Namen, z.B. Quetzalcoatl oder Threepwood. Ich leistete mir im Anschluss das erste Softeis seit 2004 (Vanille mit Erdbeerstreifen f\u00fcr einen Euro). Danach ging es einkaufen (Mamifix und eine Flasche Wein). Eigentlich wollten wir dann den Nachmittag f\u00fcr eine Radtour nutzen, uneigentlich wurde dieser Plan durch fehlende Motivation gepaart mit anr\u00fcckendem Regen zuerst in eine Wandertour und dann in einen Sofa- und Lesenachmittag abge\u00e4ndert (Lord Vetinari ist schon cool drauf). Nebenbei wurde auf festgestellt, dass ein kleines Radio, welches auch CDs voller mp3s abspielt, schon ne nette Sache ist.<\/p>\n<p>Nachher gibts Abendessen, wir werden auch ordentlich alles verputzen und dann auf besseres Wetter f\u00fcr morgen hoffen&#8230; Auf dem Plan steht ein Besuch in Stralsund, schaun mer mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prolog Urspr\u00fcnglich war ja was anderes geplant, aber da man sich auf Frauen im allgemeinen und bestimmte Frauen im Speziellen leider nicht verlassen kann wurde es am Ende ein Urlaub zusammen mit meinem Bruder, was meine Mutter Schlimmstes bef\u00fcrchten lie\u00df&#8230; Als Reiseziel war mir von Antje eine Ferienwohnung in Ahlbeck auf Usedom empfohlen worden, was [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/457"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=457"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/457\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}