{"id":4515,"date":"2023-09-11T23:36:00","date_gmt":"2023-09-11T21:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4515"},"modified":"2023-09-11T23:36:16","modified_gmt":"2023-09-11T21:36:16","slug":"4515","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2023\/09\/11\/4515\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6ne Aussichten"},"content":{"rendered":"<p>Die Wanderung im Tessin hatte mich ja ordentlich geschlaucht und war in Punkte Aussichten auch entt\u00e4uschend verlaufen. Das sollte diesmal ganz anders werden. Und von wo hat man allerbeste Aussichten? Richtig, von einem hohen Punkt, der sich weit \u00fcber dem umgebenden Gel\u00e4nde befindet. Und ein solcher war auch gleich das erste Ziel der Wanderung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Brig &#8211; F\u00fcrgangen-Bellwald (19.8km, \u2197598m, \u219844m)<\/strong><\/p>\n<p>Zuallererst gings aber nat\u00fcrlich trotzdem fr\u00fchst\u00fccken, denn ohne Mampf kein Kampf und so. Das Wetter war erheblich besser als am Vortag, soll hei\u00dfen quasi wolkenloser Himmel, ertr\u00e4gliche Luftfeuchtigkeit und viel Sonne. Da ich aber schon am fr\u00fchen Morgen unterwegs war, hielten sich die Temperaturen noch im Rahmen.<\/p>\n<p>Zum dritten und letzten Mal in diesem Urlaub gurkte ich also um 8:23 Uhr von Brig Richtung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oberwald_VS\">Oberwald<\/a>. Diesmal wurde allerdings bereits vorher ausgestiegen, n\u00e4mlich in F\u00fcrgangen-Bellwald. Von dort f\u00fchrt eine Seilbahn zum eigentlichen Ort <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bellwald\">Bellwald<\/a> (da endet der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gommer_H%C3%B6henweg\">Gommer H\u00f6henweg<\/a>, den ich am ersten Tag teilweise gelaufen war), w\u00e4hrend der Bahnhof eigentlich in F\u00fcrgangen liegt. Die Seilbahn war aber auch gar nicht das Ziel. Das baumelt n\u00e4mlich auf der anderen Seite in der Gegend herum, n\u00e4mlich knapp 100m \u00fcber der Rhone, die sich hier eine knapp 300m breite Schlucht geschnitten hat. Richtig, eine Br\u00fccke.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230815\/s-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Diese Br\u00fccke h\u00f6rt auf den sch\u00f6nen Namen &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goms_Bridge\">Goms Bridge<\/a>&#8220; und ist eine relativ neue Errungenschaft der modernen Technik, die gibt es n\u00e4mlich erst seit 2015. Wenn ich hier schreibe Br\u00fccke ist es eigentlich nur ein paar Stahlseile und Holzplanken, denn es ist eine in der frei h\u00e4ngende Seilbr\u00fccke, \u00fcber die nur Fu\u00dfg\u00e4nger dr\u00fcber k\u00f6nnen. Radfahrer m\u00fcssen ihr Gef\u00e4hrt schieben, und vierbeinige Huftiere d\u00fcrfen nicht \u00fcber die Br\u00fccke, steht extra auf einem gro\u00dfen Hinweisschild direkt neben der Br\u00fccke.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcrgangen-Bellwald &#8211; M\u00f6rel (14.3km, \u2197392m, \u2198777m)<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem ich dort also aus dem Zug gepurzelt war und mich mit Lichtschutzfaktor eingeschmiert hatte konnte es auch direkt losgehen. Die Br\u00fccke erwies sich als einigerma\u00dfen wacklige Angelegenheit, obwohl ich der einzige Depp war, der da so fr\u00fch am Morgen dr\u00fcber lief. Hier k\u00f6nnte man jedenfalls perfekt das mit dem Gleichschritt und der Resonanz und Eigenfrequenz demonstrieren wenn man wollte. Derlei Gedanken waren mir in dem Augenblick ziemlich Bockwurst, ich hatte genug damit zu tun, einen Schritt vor den anderen zu setzen, denn meine H\u00f6henangst fand die Idee dieser Br\u00fcckenquerung gar nicht komisch.<\/p>\n<p>Mit einer Hand hielt ich mich also am Gel\u00e4nder fest, die andere umklammerte das Smartphone und mit der Nasenspitze konnt ich dann grad noch den Ausl\u00f6ser f\u00fcr Fotos bet\u00e4tigen (naja, nee, also es ging dann schon mit stillstehen und knipsen, aber viel h\u00e4tte wirklich nicht gefehlt). Also schnell ein Foto links und ein Foto rechts und dann nix wie Blick stur gradeaus und runter von der Br\u00fccke marschiert. Und dann erstmal Pause machen, da ich nach nicht mal 800m Fu\u00dfweg schon Puls hatte wie nach 10 Stockwerken Treppensteigen. Die Nerven beruhigten sich dann aber auch ganz schnell wieder, nachdem ich wieder festen Boden unter den Stiefeln hatte. Die Aussicht von der Br\u00fccke ist jedenfalls famos, es lohnt sich wirklich (vor allem wenn man nicht solche Weichei-Nerven hat wie ich).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230815\/s-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Der Wanderweg f\u00fchrte mich nun \u00fcber diverse Feldwege und Seitenstra\u00dfen nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernen\">Ernen<\/a>. Das ist so ein ganz typisches Schweizer Kuhkaff, wo die Zeit irgendwann vor 120 Jahren stehengeblieben scheint. Holzh\u00e4user, gro\u00dfer Brunnen auf dem Marktplatz, ein Schild mit dem Hinweis dass Ernen eins der sch\u00f6nsten Schweizer D\u00f6rfer sei und ansonsten sagen sich dort Fuchs und Hase Gute Nacht. Allerdings konnte ich einen recht umfangreichen Durchgangsverkehr konstatieren.<\/p>\n<p>Mein Weg f\u00fchrte mich nun in Richtung Zauberwald. Ja, da Ding hei\u00dft wirklich so. Dort gibts ein paar Holzschnitzereien und einen Waldspielplatz f\u00fcr Kinder oder solche, die sich daf\u00fcr halten. Und mit etwas Gl\u00fcck lauert hinterm n\u00e4chsten Baum auch nicht Hexe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baba_Jaga\">Baba Jaga<\/a>, denn die treibt ihr Unwesen normalerweise weiter nord\u00f6stlich. Jedenfalls f\u00fchrte der Weg dorthin immer entlang der Stra\u00dfe, die hier mit konstant 4% Steigung an den Berghang gemei\u00dfelt worden war. Das behauptete jedenfalls das Stra\u00dfenschild, dass dort auch gleich ein rechtwinkliges Dreieck mit diversen Zahlen bereithielt (siehe <a href=\"https:\/\/www.domaratius.de\/fotografiert\/events\/20230809urlaub\/20230815_binnwald\/.tmp\/20230815_095745.jpg.php\">Fotoseite<\/a>). Erfreulicherweise lag die Stra\u00dfe um diese Zeit (halbdreiviertel zehn Uhr vormittags) noch im Schatten des Berghangs, so dass man da ganz bequem laufen konnte, immer leicht bergan, aber mit bequemer Steigung. Einzig auf den Autoverkehr musste man achten, und einmal auch auf mit einem Affenzahn um die Kurve rauschende Postbusse.<\/p>\n<p>Am Zauberwald angekommen wurde kurz pausiert und die Wanderkarte studiert, denn nun lie\u00df man die Stra\u00dfe links liegen und stapfte stattdessen auf einem schmalen Pfad abw\u00e4rts zur <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Binna\">Binna<\/a>. Das ist ein kleiner Bergbach, der sich dort eine steile und tiefe Schlucht gegraben hat. Dieser Bach wird dann auf einer kleinen Br\u00fccke \u00fcberquert und dann hatte ich Flashbacks vom Vortag, denn nun hie\u00df es viele Stufen hinauf in Richtung Hockmatta klettern. Da war man dann auch raus aus dem Schatten der Berge, und die Sonne brannte schon wieder gewaltig. Hockmatta ist eigentlich nur eine Ansammlung von ein paar Scheunen und Wohnh\u00e4usern sowie einer Kapelle. Daneben steht dann ein fetter Wanderwegweise mit der H\u00f6henangabe 1180m (oder so in der Gr\u00f6\u00dfenordnung). Der Abschnitt vom Zauberwald bis Hockmatta war aber auch der einzige, der steil und etwas schwerer zu laufen war, ab hier lief ich nun immer auf gut ausgebauten Feldwegen, die man auch mit einem Trecker benutzen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230815\/s-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Der Weg verlief nun immer oberhalb des Tals, und hier gabs auch keinen Wald, der die Aussicht versperrte. Stattdessen dominierten hier zahllose Wiesen, auf denen die Heuernte im vollen Gang war. Und dahinter t\u00fcrmt sich dann die andere Talseite mit so Orten wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fiesch\">Fiesch<\/a> (der Sachse w\u00fcrde sagen da is vieh&#8217;sch was los) und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lax_VS\">Lax<\/a>, hinter denen sich dann <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eggishorn\">Eggishorn<\/a> (2926m) und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bettmerhorn\">Bettmerhorn<\/a> (2872m) in die H\u00f6he schrauben. Dahinter k\u00f6nnte man dann den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aletschgletscher\">Aletschgletscher<\/a> bewundern, wenn der Blick nicht durch die Berge verstellt w\u00e4re&#8230; Da m\u00fcsste man dann von Fiesch aus mit der Seilbahn hochgondeln.<\/p>\n<p>So hoch hinaus wollte ich ja aber gar nicht (im n\u00e4chsten Urlaub dann vielleicht, wer wei\u00df). Ich begn\u00fcgte mich also mit dem Ausblick, der auch so schon f\u00fcr den vorherigen Tag entsch\u00e4digte. Der Weg f\u00fchrte nun mehr oder minder leicht absteigend in geschwungenen B\u00f6gen in Richtung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grengiols\">Grengiols<\/a>. Auf der anderen Seite des Tals brummte der Stra\u00dfenverkehr, alle paar Minuten ratterte auch ein Zug durch den dort befindlichen Zahnstangenabschnitt, ich hingegen musste nur auf gelegentliche Radfahrer achtgeben. Das lief sich also alles sehr gem\u00fctlich, und an jeder Kurve ergaben sich neue Ausblicks ins Tal.<\/p>\n<p>Bei Grengiols macht das Gel\u00e4nde eine ziemlich steile Stufe (deswegen gibts ja dort nicht nur den Zahnstangenabschnitt der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Furka-Oberalp-Bahn\">Bahn<\/a>, sondern auch noch einen Kehrtunnel). Der Weg wurde hier nun steiler und f\u00fchrte in diversen Serpentinen hinunter zum Ortsrand von Grengiols. Das scheint ein Paradies f\u00fcr <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grengiols#Botanik\">Tulpenfreunde<\/a> zu sein, dort ist eine Tulpenwiese und ein Tulpenweg ausgeschildert &#8211; ich glaube auch nicht, dass sie damit Biergl\u00e4ser meinen. Mich faszinierte eher die gemessen an der Ortsgr\u00f6\u00dfe total \u00fcberdimensionale Kirche.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230815\/t-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Der urspr\u00fcngliche Wanderplan w\u00e4re nun gewesen, die Wanderung in Grengiols zu beenden. Da es aber grad erst gegen Mittag war, und ich ob der vielen sch\u00f6nen Aussichten gute Laune hatte und die Beine auch mitmachten wurde der Plan spontan abge\u00e4ndert. Man k\u00f6nnte auch behaupten ich h\u00e4tte keinen Bock gehabt, 100m steil zum Bahnhof runter zu stiefeln. Da ist durchaus was dran, meine Knie machten sich beim Treppensteigen \u00f6fter bemerkbar. Na jedenfalls bog ich in Grengiols dann doch nach links ab und wanderte weiter in Richtung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%B6rel_VS\">M\u00f6rel<\/a>. Das waren nochmal vier Kilometer, also auch nicht \u00fcbertrieben viel, zumal sich inzwischen auch Wolken vor die Sonne schoben.<\/p>\n<p>Das wiederum animierte mich dann zu einer eher schnelleren Gangart, denn die Wolken sahen nicht so wirklich freundlich aus, sondern eher nach spontanem Regenguss. Auch der Wind frischte merklich auf, so dass ich stellenweise meinen Hut festhalten musste, damit er nicht ohne mich abhob. Der Weg war nach wie vor ganz simpel, auf asphaltierten Nebenstra\u00dfen, die au\u00dfer dem lokalen Bauern auch die Radfahrer nutzen, ging es gem\u00e4chlich bergab. Der Ausblick umfasste hier nun den Blick in Richtung der Ortslage Grengiols mit der tief eingeschnittenen Rhone, dem Eisenbahnviadukt und anschlie\u00dfendem Kehrtunnel sowie der Seilbahnstation Betten, von wo aus man nicht etwa pennen geht, sondern zur <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bettmeralp\">Bettmeralp<\/a> fahren kann. Da oben gibts aber au\u00dfer sch\u00f6ner Aussicht nicht wirklich was.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230815\/t-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Die letzten zwei Kilometer ging es nun doch deutlich steiler bergab, von etwa 900 auf etwa 750m n\u00e4mlich. Das war aber im Vergleich zu den steilen Stufen in Grengiols deutlich angenehmer zu laufen, da es wie gesagt eine asphaltierte Nebenstra\u00dfe statt endloser Treppenstufen war. Unten im Tal merkte man dann auch wieder, dass irgendwie Hochsommer angesagt war, da staute sich die Hitze. Ich musste nun nur noch ein paar hundert Meter durch M\u00f6rel bis zum Bahnhof laufen, das war aber kein Hindernis mehr. Und so lie\u00df ich mich dann am Bahnhof auf eine Bank fallen und harrte der zugf\u00f6rmigen Dinge, die da kommen mochten.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6rel &#8211; Brig (6.7km, \u219729m, \u2198100m)<\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte kaum durchgeatmet und zwei Schluck aus der Flasche getrunken als auch schon der Zug kam &#8211; keine 10 Minuten nachdem ich am Bahnhof angekommen war. Bei einem Stundentakt ist das mal deutlich unter dem statistischen Erwartungswert f\u00fcr die mittlere Wartezeit. Aber gut, man kann ja auch mal Gl\u00fcck haben.<\/p>\n<p>Weniger Gl\u00fcck hatte ich dann mit meinen Mitreisenden, denn im Zug sa\u00dfen drei \u00e4ltere Herrschaften (\u00dc70 mindestens), die mich absch\u00e4tzig musterten, wie ich mich in meinen leicht verschwitzten und staubigen Wanderklamotten in den erstbesten erstklassigen Sitzplatz fallen lie\u00df (ungef\u00e4hr so wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bud_Spencer\">Bud Spencer<\/a>, wenn er als <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Sl_di2GZGxU\">Faust nach Westen geht<\/a> und erstmal im Speisewagen Platz nimmt, bevor er durch einen Indianer\u00fcberfall um sein Mittagessen gebracht wird). Indianer \u00fcberfielen mich zwar nicht, aber die Rentner verschossen mit ihren Blicken Giftpfeile und tuschelten was von wegen &#8222;geh\u00f6rt hier nicht her&#8220; oder so \u00e4hnlich. Ich kann nur vermuten, dass sie der Meinung war ein dahergelaufener Typ wie ich h\u00e4tte in der ersten Klasse nix verloren. Sollen sie mal meinen, der Schaffner hatte gegen meine Fahrkarte nix einzuwenden, und nur das z\u00e4hlt. Aber was willste machen mit so \u00e4lteren Gestalten, die aus Prinzip schlechte Laune haben und an allem herumkritisieren? Richtig, gar nix. In Brig stieg ich also ganz gem\u00fctlich aus &#8211; die Temperaturen h\u00e4tten wieder mal zum Baden am Mittelmeer gepasst &#8211; und lief gem\u00fctlich und mit frischen Getr\u00e4nken zur\u00fcck zum Hotel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230815\/t-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Insgesamt war das also nach dem Reinfall vom Vortag eine wirklich sch\u00f6ne Wanderung, die sich auch von den Aussichten her absolut gelohnt hat. Man kann die Strecke auch noch in verschiedenen Richtungen variieren bzw. verl\u00e4ngern oder verk\u00fcrzen wie es grad passt &#8211; da ist ja alle dreieinhalb Meter eine Bahnstation.<\/p>\n<p>Damit war nun nur noch ein Tag in Brig \u00fcbrig, am Tag danach war Verlegung nach Graub\u00fcnden angesagt. In Anbetracht des angesagten Wetters (weiterhin tropische Hitze) strich ich nun die Wanderung am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Simplonpass\">Simplonpass<\/a> aus dem Programm &#8211; bei 30 Grad im Schatten auf 2000m am Pass herumlaufen, wo es ja keinen Schatten gibt und dann am Ende nochmal eine Stunde mit dem Postbus zur\u00fcckfahren m\u00fcssen war keine besonders prickelnde Vorstellung, vor allem nicht nach dem Erlebnis im Tessin mit der langen R\u00fcckfahrt in den verschwitzten Klamotten durch den Simplontunnel. Stattdessen wollte ich als Abschluss dieses ersten Urlaubsabschnittes einen Stadtbummel durch Brig machen und den &#8222;Bahnlehrpfad Simplon&#8220; bewandern &#8211; kurz, aber vielleicht interessant. Aber das ist dann was f\u00fcr die n\u00e4chsten Eintr\u00e4ge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wanderung im Tessin hatte mich ja ordentlich geschlaucht und war in Punkte Aussichten auch entt\u00e4uschend verlaufen. Das sollte diesmal ganz anders werden. Und von wo hat man allerbeste Aussichten? Richtig, von einem hohen Punkt, der sich weit \u00fcber dem umgebenden Gel\u00e4nde befindet. 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