{"id":4489,"date":"2023-09-04T19:33:19","date_gmt":"2023-09-04T17:33:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4489"},"modified":"2023-09-04T19:33:19","modified_gmt":"2023-09-04T17:33:19","slug":"dem-gewitter-davonlaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2023\/09\/04\/dem-gewitter-davonlaufen\/","title":{"rendered":"Dem Gewitter davonlaufen"},"content":{"rendered":"<p>Die n\u00e4chste Wanderung des Urlaubs f\u00fchrte mich &#8211; nein, nicht nach Oberwald, da war ich ja erst zwei Tage in Folge gewesen. Es ging an die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%B6tschberg-Bergstrecke\">L\u00f6tschbergstrecke<\/a>, die Eisenbahnverbindung vom Kanton Bern ins Wallis. Ziel der Angelegenheit? Mal gucken wie auf der anderen Seite der Berge das Wetter so ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Brig &#8211; Kandersteg (42.3 km, \u2197519m, \u2198114m*)<\/strong><\/p>\n<p>*Ich traue diesem Wert nicht so ganz, aber im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%B6tschbergtunnel\">L\u00f6tschbergtunnel<\/a> ist der Empfang ja doch eher schlecht&#8230;<\/p>\n<p>Der Morgen begann logischerweise mit einem routinierten Fall aus dem Bett, die Treppen hinunter und dann noch drei weitere Rollen bis vors Fr\u00fchst\u00fccksbuffet. Kann ich nicht zum Nachmachen empfehlen \ud83d\ude09 Daher gabs auf den Schreck erstmal Kaffee, O-Saft, R\u00fchrei und Wurstbrot. Solcherart gest\u00e4rkt und mit frischen Getr\u00e4nken bewaffnet begann der Reise diesmal nicht am Bahnhofsvorplatz, wo die schmalspurigen Z\u00fcge der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matterhorn-Gotthard-Bahn\">Matterhorn-Gotthard-Bahn<\/a> verkehren, sondern am n\u00f6rdlichsten Bahnsteig der gro\u00dfen Bahn.<\/p>\n<p>Ich suchte mir einen sch\u00f6nen Platz in Fahrtrichtung links, denn die reichlich 100 Jahre alte L\u00f6tschberg-Bergstrecke f\u00fchrt von Brig aus zun\u00e4chst erstmal kilometerlang die Bergflanken hinauf und steigt dabei um 450m an. Das ergibt nat\u00fcrlich gute Aussichten hinunter ins Rhonetal. Den Wanderweg an der S\u00fcdrampe hatte ich mir ja schon <a href=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2017\/09\/11\/nah-am-wasser-gebaut\/\">2017 vorgenommen<\/a>, heute sollte nun die Nordseite folgen, denn da geht es wieder den Berg hinunter, allerdings nicht konstant an einer Bergflanke, sondern mit mehreren Kehren, \u00e4hnlich wie bei der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albulabahn\">Albulabahn<\/a> oberhalb von Berg\u00fcn &#8211; nur gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230812\/s-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Der Zug fuhr also kurz nach halb neun los und ich genoss die sch\u00f6ne Aussicht bei relativ wolkenverhangenem Himmel. In <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goppenstein\">Goppenstein<\/a> wird der Scheiteltunnel erreicht, hier ist auch der Autoverlad (es gibt keine Stra\u00dfenverbindung vom Kanton Bern ins Wallis, au\u00dfer eben diesen Autoverlad &#8211; alternativ muss man im Westen bis zum Genfersee oder im Osten bis zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grimselpass\">Grimselpass<\/a> ausweichen, wobei letzterer nicht wintersicher ist). Entsprechend gut besucht sind die Autotransportz\u00fcge. Der Zug rattert danach knappe 10 Minuten durch den Tunnel und dann war ich auch schon in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kandersteg\">Kandersteg<\/a> angekommen.<\/p>\n<p>Das Wetter sah dort ziemlich fies aus &#8211; tiefh\u00e4ngende dunkle Wolken, aber immerhin trocken. Der Wetterbericht hatte ja f\u00fcr den Nachmittag aufziehende Gewitter angek\u00fcndigt. Daf\u00fcr waren die Temperaturen angenehm zum Wandern, nicht so irrwitzig hei\u00df wie an den Vortagen. Ich schmierte mich trotzdem mit Lichtschutzfaktor ein, der Sonnenbrand vom ersten Tag war ja noch gut sichtbar an den H\u00e4nden und Ellenbogen. Und dann gings los mit der Wanderung.<\/p>\n<p><strong>Kandersteg &#8211; Frutigen (16.7 km, \u2197318m, \u2198780m)<\/strong><\/p>\n<p>Der Wanderweg L\u00f6tschberg-Nordrampe ist, ebenso wie sein Pendant an der S\u00fcdrampe, von der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BLS_AG\">BLS<\/a> eingerichtet worden. Das \u00e4u\u00dfert sich in nicht wenigen Sitzb\u00e4nken mit &#8222;L\u00f6tschberger&#8220;-Schriftzug. Der Weg f\u00fchrte dabei zun\u00e4chst mal entlang der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kander_(Aare)\">Kander<\/a> leicht fallend Richtung Norden, bevor er die Bahnstrecke unterquert und man sich in die B\u00fcsche schl\u00e4gt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230812\/s-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Der gesamte Weg ist dabei bis Blausee-Mitholz haupts\u00e4chlich aus landwirtschaftlichen Wegen zusammengesetzt, so dass man da auf geschottertem Untergrund problemlos vorw\u00e4rts kommt. Man schl\u00e4gt dabei einen Haken weit nach Westen durch den Wald, um dann ganz gut H\u00f6henmeter zu verlieren, bevor man weiter dem Verlauf der Kander folgt, die hier als wilder Bergbach unterwegs ist. Dabei er\u00f6ffnen sich immer wieder sch\u00f6ne Ausblicke hinunter ins Kandertal, aber auch zur\u00fcck in Richtung der 3000er, die das Tal auf drei Seiten einrahmen. Dort ballten sich auch immer mehr dunkle Wolken, so dass ich lieber weniger Pause machte und flotten Fu\u00dfes unterwegs war.<\/p>\n<p>Der vorerst tiefste Punkt der Strecke war am Blausee erreicht, dort geht es mal f\u00fcr einige hundert Meter an der vielbefahrenen Stra\u00dfe entlang, die von Spiez nach Kandersteg zum Autoverlad f\u00fchrt. Der Wanderweg knickt dann aber schnell ab und man beginnt einen fiesen Anstieg zum ehemaligen Bahnhof Blausee-Mitholz, gelegen an der mittleren Ebene der Bahnstrecke. Die macht ja hier das, was sie bei Wassen auch am Gotthard macht &#8211; zwei 180-Grad-Kehren. Die unterste Ebene unterquert man, danach geht es steil bergan nach Mitholz, und dann kommen am Ende noch ein paar Treppenstufen zum Bahnsteig. Das Bahnhofsgeb\u00e4ude ist inzwischen allem Anschein nach in privater Nutzung, Z\u00fcge halten an dieser Station wohl nur noch in Ausnahmef\u00e4llen.<\/p>\n<p>Nach diesem Anstieg geht es nun erstmal relativ gem\u00e4chlich weiter bergan, immer direkt neben den Bahngleisen. Hier gibt es dann auch einige Schautafeln zur Streckengeschichte und zu interessanten technischen Einrichtungen, zum Beispiel f\u00fcr den kombinierten Verkehr: Aufgrund der 4m-Eckh\u00f6he der Lastwagentransporte m\u00fcssen diese Z\u00fcge auf der L\u00f6tschbergstrecke Zickzack fahren (also zwischen den beiden Gleisen wechseln), weil es sonst unsch\u00f6ne Zusammenst\u00f6\u00dfe mit Tunnelw\u00e4nden geben k\u00f6nnte. Daf\u00fcr gibt es extra Signale auf der Strecke. Unterhalb der Ruine Felsenburg vorbei geht es in Richtung des n\u00f6rdlichen Kehrtunnels, dort befindet sich dann auch ein Grillplatz. Ein paar Meter weiter kam mir dann auch passend ein Zug entgegen, so dass ich (anders als damals bei der Wanderung an der S\u00fcdrampe) tats\u00e4chlich auch mal ein Foto mit Zug machen konnte. Schade war nur, dass quasi alle G\u00fcterz\u00fcge (und aufgrund der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eisenbahnunfall_im_Gotthard-Basistunnel\">unfallbedingten Sperrung<\/a> des Gotthard-Basistunnels sollten da einige \u00fcber die L\u00f6tschbergstrecke umgeleitet werden) unten durch den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%B6tschberg-Basistunnel\">L\u00f6tschberg-Basistunnel<\/a> fahren. Kann ich betriebswirtschaftlich verstehen, h\u00e4tte aber sch\u00f6ne Fotomotive abgegeben.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall folgte nach diesem gem\u00e4chlichen Anstieg nun ein umso steilerer Abstieg, der mich m\u00e4chtig ins Schwitzen brachte. Das lag weniger an den damit verbundenen Anstrengungen (es ging halt etliche Treppenstufen runter, und es war im schattigen Wald, zumal sich die Sonne eh hinter den Wolken versteckt hatte), als vielmehr an der Qualit\u00e4t des Wegs an dieser Stelle. Die Treppen waren teilweise aus diesen typischen Stahlgitterprofilen zusammengebaut, durch die man problemlos durchgucken kann. Das mag ok sein wenn die Treppe einen halben Meter \u00fcberm Berghang schwebt, hier aber hingen die Treppen teilweise seitlich verankert an einer quasi senkrechten Felswand &#8211; mit freiem Blick auf ca 100m nichts gefolgt von felsigem Untergrund. Wie Bud Spencer so sch\u00f6n sagte: &#8222;Wenn du hier abschmierst kommt aber kein Postbote mehr&#8220;.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230812\/s-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Besonders vertrauenserweckend sahen die Treppen auch nicht aus, etliche Stufen waren mehrfach ausgebessert und das Gel\u00e4nder war offensichtlich schon mehrfach durch Steinschlag verbogen worden. Da kommt Freude auf beim geneigten Wanderer, vor allem wenn er wie ich unter massiver H\u00f6henangst leidet. Und im Gegensatz zu einer Br\u00fccke, \u00fcber die man dann stur dr\u00fcberlatschen kann mit Blick fest aufs andere Ende gerichtet geht das eben beim Absteigen einer Treppe nicht so wirklich, man muss ja schon so grob schauen wo die Treppenstufen sind und wo man sich am Gel\u00e4nder festh\u00e4lt. Ich kam am Ende wohlbehalten unten an, hatte da aber Puls als w\u00e4r ich hunderte Treppenstufen hinaufgestiegen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr war nun der Rest der Wanderung umso einfacher, denn ich war nun direkt auf der gleichen Ebene wie die Bahnstrecke, und der Weg m\u00e4anderte nun auch nicht mehr allzuweit davon weg. Das Wetter wurde allerdings nicht wirklich besser, eher im Gegenteil. Die Wolken hatten sich zu einem ziemlich bedeckten Himmel zusammengeballt (au\u00dfer in Richtung Spiez, da schien die Sonne), aber es blieb (noch) trocken.<\/p>\n<p>Der Wanderweg f\u00fchrte mich nun weiter auf diversen asphaltierten Wegen in Richtung Kandergrund bis fast hinunter zur Hauptstra\u00dfe, bevor man wieder nach rechts schwenkt und gem\u00fctlich in Richtung des ehemaligen Bahnhofs Kandergrund stiefeln darf. Hier begann nun auch ein ganz leichter Nieselregen, der mich aber nicht weiter st\u00f6rte. Hinter der Bahnstation machte ich an einer Sitzbank erstmal eine l\u00e4ngere Pause, bis der Nieselregen st\u00e4rker wurde, so dass ich dann doch die Jacke rauskramte und weiterlief. Der Regen reichte aber insgesamt nicht einmal aus, um die Stra\u00dfe fl\u00e4chendeckend zu befeuchten und war nach 10 Minuten vorbei. Und nicht nur das, weitere 10 Minuten sp\u00e4ter verzogen sich die Wolken und pl\u00f6tzlich wurde es sonnig und warm. Innerhalb weniger Minuten \u00e4nderte sich das Wetter grundlegend &#8211; als ich schlie\u00dflich in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frutigen\">Frutigen<\/a> ankam, war wolkenloser Himmel und ich ziemlich durchgeschwitzt ob der pl\u00f6tzlichen Hitze.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230812\/t-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Aber so weit sind wir ja noch nicht. Zun\u00e4chst mal ging es nun weiter von Kandergrund \u00fcber diverse schmale Anliegerstra\u00dfen und einen Trampelpfad quer \u00fcber eine Wiese zu einer Br\u00fccke \u00fcber die Bahnstrecke. Von hier hatte man nun das Ziel Frutigen schon vor Augen, ebenso das bekannte BLS-Kanderviadukt und die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tellenburg\">Tellenburg<\/a>. Hier war nun auch etwas Betrieb auf den ansonsten quasi leeren Nebenstra\u00dfen, denn da war wohl ein Seifenkistenrennen f\u00fcr Kinder geplant. Da kamen also alle paar Minuten Autos durch, die weitere Teilnehmer zum Startplatz kutschierten. Ich hingegen stiefelte hinunter zur Kander und \u00fcberquerte sowohl diese als auch die Hauptstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Die letzte H\u00fcrde der Wanderung war hier nun der Aufstieg zur Tellenburg. Eigentlich hatte ich darauf schon gar keinen Bock mehr, weil die Sonne inzwischen herunterbrannte wie nix gutes und ich ja inzwischen auch schon rund 15km unterwegs war. Allerdings hat man nur von dort oben den Postkartenblick auf das Kanderviadukt, also was will man machen&#8230; Mit h\u00e4ngender Zunge kam ich oben an, machte Pause und die entsprechenden Fotos (leider ohne Zug) und trollte mich alsbald von dannen.<\/p>\n<p>Die letzten Meter nach Frutigen hinein f\u00fchrten dann zun\u00e4chst an der Stra\u00dfe entlang, dann links in Richtung der Bahnstrecke und am Ende kommt man direkt am Nordportal des L\u00f6tschberg-Basistunnels heraus. Von dort sind es dann noch ein paar hundert Meter bis zum Bahnhof. Dort angekommen wurde zun\u00e4chst der Bahnhofskiosk gepl\u00fcndert &#8211; 2l Getr\u00e4nke f\u00fcr schlappe CHF 15&#8230; aber gut, Samstag Nachmittag gegen 14 Uhr, da nimmt man was man kriegen kann.<\/p>\n<p><strong>Frutigen-Brig (60.3 km, \u2197431m, \u2198499m*)<\/strong><\/p>\n<p>* Die Werte hier sind komplett synthetisch errechnet, da ich im Zug keinerlei Empfang hatte. Ich hab also die (bekannten) H\u00f6henwerte der einzelnen Bahnstationen als Bezugspunkte genommen.<\/p>\n<p>Die knappe halbe Stunde Wartezeit \u00fcberbr\u00fcckte ich mit Eisenbahn gucken &#8211; immerhin ein G\u00fcterzug mit K\u00fchlcontainern hatte Zwischenhalt auf den G\u00fctergleisen, um einen IC vorbeizulassen. Und dann kam mein Zug mit &#8211; schockschwerenot &#8211; 4 Minuten Versp\u00e4tung (oder sowas in der Gr\u00f6\u00dfenordnung). Nicht dass mich das interessiert h\u00e4tte, aber in der Schweiz ist das absolut un\u00fcblich. Bis Brig war das aber alles locker wieder reingeholt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230812\/t-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Ich setzte mich nun also in Fahrtrichtung rechts hin und genoss die Fahrt, vorbei an den ganzen Ecken, die ich vorher erwandert hatte. Die Wanderstrecke betrug am Ende gute 16km, die Bahnstrecke nach Kandersteg ist bedingt durch die Schlaufen nochmal l\u00e4nger. Die Luftlinien-Entfernung zwischen Kandersteg und Frutigen betr\u00e4gt \u00fcbrigens nur reichlich 10 Kilometer.<\/p>\n<p>Die b\u00f6sen Gewitterwolken hatten sich inzwischen auch in Kandersteg weitestgehend verzogen, und an der S\u00fcdrampe war wieder Hochsommer angesagt. Bei weit \u00fcber 30 Grad kam ich wieder unten in Brig an und verzog mich auf k\u00fcrzestem Weg zur\u00fcck ins Hotel &#8211; diesmal ohne Getr\u00e4nkevorrat aufzufrischen, weil ja zum Samstag Nachmittag die L\u00e4den geschlossen hatten.<\/p>\n<p>Den finalen Aufstieg im Hotel mit seinen 82 Stufen meisterte ich schlie\u00dflich auch noch und nun waren mehrere Fragen zu beantworten: Was sollte ich mit dem n\u00e4chsten Tag anstellen? Und wo w\u00fcrde ich die notwendigen Getr\u00e4nke herkriegen zum Sonntag? Und wieso kann sich der Typ im Nachbarzimmer nicht entscheiden, ob er &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spiel_mir_das_Lied_vom_Tod\">Spiel mir das Lied vom Tod<\/a>&#8220; oder &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Boot_(Film)\">Das Boot<\/a>&#8220; angucken will? Und wieso \u00fcberhaupt stellt er seinen TV so laut? An Schlaf war so nicht wirklich zu denken, zumal sich nun auch die angek\u00fcndigten Gewitter bemerkbar machten. Das war zwar nicht wirklich wild, die Blitze schlugen in gro\u00dfer Entfernung ein, aber gef\u00fchlt ist so ein Donner schon recht laut, wenn das Echo vom Berghang zur\u00fcckkommt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20230812\/t-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Auf jeden Fall war es eine sch\u00f6ne Wanderung auf einfachen gut zu laufenden Wegen (bis auf den fiesen Abstieg in der Mitte). Damit habe ich nun sowohl die Nordrampe als auch die S\u00fcdrampe bewandert &#8211; beides interessant, und vom Charakter her auch total unterschiedliche Wanderstrecken. Der Plan f\u00fcr den Sonntag stand auch: Von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zermatt\">Zermatt<\/a> aus nordw\u00e4rts wandern, allein aus dem Grund, dass Zermatt der einzige Ort in der n\u00e4heren Umgebung sein w\u00fcrde, wo man Sonntags Getr\u00e4nke w\u00fcrde kaufen k\u00f6nnen. Aber das ist dann etwa f\u00fcr einen anderen Eintrag hier.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die n\u00e4chste Wanderung des Urlaubs f\u00fchrte mich &#8211; nein, nicht nach Oberwald, da war ich ja erst zwei Tage in Folge gewesen. Es ging an die L\u00f6tschbergstrecke, die Eisenbahnverbindung vom Kanton Bern ins Wallis. Ziel der Angelegenheit? Mal gucken wie auf der anderen Seite der Berge das Wetter so ist.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4489"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4489"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4489\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4491,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4489\/revisions\/4491"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4489"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4489"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}