{"id":4435,"date":"2023-08-03T18:34:41","date_gmt":"2023-08-03T16:34:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4435"},"modified":"2023-08-03T18:34:41","modified_gmt":"2023-08-03T16:34:41","slug":"album-der-woche-182","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2023\/08\/03\/album-der-woche-182\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Im Livestream l\u00e4uft Wacken (was ja dieses Jahr m\u00e4chtig abgesoffen ist) &#8211; Uriah Heep spielen grad Klassiker aus der Bronzezeit (was insofern passend ist, als dass sie vor 50 Jahren bei der gleichnamigen Plattenfirma unter Vertrag waren). Mit diesen ollen Keyboardkl\u00e4ngen als Hintergrund kommen wir nun zum Album der Woche, was damit mal \u00fcberhaupt gar nix zu tun hat. Das Album der Woche kommt n\u00e4mlich von einer Band aus Schweden und enth\u00e4lt auch kein Schwermetall, sondern Poprock mit Ohrwurmmelodien, wie sie nur aus dem Land von IKEA und Abba kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Besagte Band hei\u00dft <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roxette\">Roxette<\/a> und war vor reichlich 30 Jahren der gr\u00f6\u00dfte Musikexport des Landes. Beim Album der Woche handelt es sich um das Quasi-Deb\u00fct (jaja, es gab 1986 schon ein Album, dass aber au\u00dferhalb Schwedens keiner kennt) des Duos von 1988, betitel mit der netten Aufforderung &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Look_Sharp!_(Roxette_album)\">Look Sharp!<\/a>&#8222;. Und das Album enth\u00e4lt eine ganze Latte an Hits und brachte die Schweden ganz nach oben in die Charts.<\/p>\n<p>Die Erfolgsgeschichte des Albums, grade in Nordamerika, ist dabei echt erstaunlich: Die Band hatte dort keinen Plattenvertrag, ein Austauschstudent brachte das Album aus Schweden mit und von da ging es \u00fcber das lokale Collegeradio und weitere Radiostationen im Laufe des Jahres 1989 ganz nach oben in die Charts &#8211; quasi ohne jede offizielle Promotion. Qualit\u00e4t setzt sich eben durch.<\/p>\n<p>Auf der Scheibe versammeln sich also 12 Songs in der sch\u00f6nen Schnittmenge aus Pop und Rock und Ballade, immer sch\u00f6n radiotauglich, aber mit Melodien, die man sofort mitpfeifen kann und danach irgendwie nur ganz schwer wieder los wird. Das beginnt beim er\u00f6ffnenden <em>The Look<\/em> (die Single, die den Durchbruch in Nordamerika brachte) und setzt sich bei <em>Dressed For Success<\/em> direkt fort. Dangerous als weitere Single haut in die gleiche Kerbe, wohingegen das abschlie\u00dfende <em>Listen To Your Heart<\/em> eine wundersch\u00f6ne Ballade ist.<\/p>\n<p>Die anderen acht Songs fallen gegen\u00fcber diesen Hits ein wenig ab &#8211; vielleicht sind sie aber auch einfach nur nicht so bekannt weil sie eben nicht das Radio-Airplay bekamen. Nichtsdestoabertrotz sind Nummern wie <em>Sleeping Single<\/em> oder <em>Chances<\/em> perfekte Popnummern (und <em>Half A Woman, Half A Shadow<\/em> eine weitere schicke Ballade), die sich aber im Gegensatz zu vielem was man sonst so in den Charts findet nicht sofort abnutzen.<\/p>\n<p>Fazit: Vier ganz gro\u00dfe Klassikersongs der Bandkarriere, die auch 35 Jahre sp\u00e4ter nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben, dazu noch eine Handvoll weitere Songs bei denen man auf Entdeckungsreise gehen kann &#8211; verdientes Album der Woche w\u00fcrd ich sagen. Und in den n\u00e4chsten Wochen wirds dann wieder etwas hartmetallischer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Livestream l\u00e4uft Wacken (was ja dieses Jahr m\u00e4chtig abgesoffen ist) &#8211; Uriah Heep spielen grad Klassiker aus der Bronzezeit (was insofern passend ist, als dass sie vor 50 Jahren bei der gleichnamigen Plattenfirma unter Vertrag waren). 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