{"id":4223,"date":"2023-02-02T18:47:04","date_gmt":"2023-02-02T17:47:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4223"},"modified":"2023-02-02T18:47:04","modified_gmt":"2023-02-02T17:47:04","slug":"album-der-woche-157","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2023\/02\/02\/album-der-woche-157\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Diese Woche gibts wieder die Vollbedienung in Albumform, n\u00e4mlich mit einem Album einer legend\u00e4ren Band, welches vor einem halben Jahrhundert entstanden ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die legend\u00e4re Band hei\u00dft <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Led_Zeppelin\">Led Zeppelin<\/a> und warf im Jahre 1973 erstmals ein Album auf den Markt, dass tats\u00e4chlich auch einen Albumtitel hatte. Die ersten drei Alben hie\u00dfen ja bekannterma\u00dfen I, II und III, w\u00e4hrend das vierte sehr zur Freude aller Archivare, Bibliothekare und anderer Berufssortierer gar keinen Titel bekam. Anstatt das f\u00fcnfte Album nun konsequenterweise V zu nennen (was sp\u00e4ter zu Verwechslungen mit Spock&#8217;s Beard gef\u00fchrt h\u00e4tte), hei\u00dft die Scheibe allerdings &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Houses_of_the_Holy\">Houses Of The Holy<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Zeppeline auf ihren ersten Alben dem harten elektrischen Blues in der Tradition der Yardbirds, Cream und anderen fr\u00f6hnten hatte sich schon ab dem dritten Album eine erhebliche Verbreiterung des Stils eingeschlichen, und nach dem vierten Album mit den \u00dcberklassikern <em>Rock and Roll<\/em> bis <em>Stairway To Heaven<\/em> hatten sie eh Narrenfreiheit. Und das reizten gerade Jimmy Page und John Paul Jones aus.<\/p>\n<p>Das Album &#8211; verpackt in ein Hignosis Cover, welches man so heute vermutlich nicht mehr bringen k\u00f6nnte, enth\u00e4lt acht Songs, die von gradlinigem Rock \u00fcber Balladen bis hin zu Reggae und Funk alles beinhalten was man sich so vorstellen kann. Eine \u00e4hnliche Bandbreite offerierten sp\u00e4ter auch Queen auf ihren ersten Alben. Er\u00f6ffnet wird das Album mit einer flotten Rocknummer namens <em>The Song Remains The Same<\/em>, die mit zahlreichen verschlungenen Gitarrenlinien daherkommt. Es folgt <em>The Rain Song<\/em>, eine lupenreine Ballade mit Streicherkl\u00e4ngen und damit das totale Gegenteil zum vorherigen Song. Danach folgt <em>Over The Hills And Far Away<\/em> (nicht zu verwechseln mit der Nummer von Gary Moore, die damit nix zu tun hat), welches akustisch beginnt und ab der Mitte dann doch ordentlich zu rocken beginnt. Rausschmei\u00dfer der ersten Seite ist dann <em>The Crunge<\/em>, ein wildes Rhythmusexperiment von Schlagzeuger John Bonham, \u00fcber das Nonsens-Text als James Brown-Parodie gelegt wurden &#8211; im Gegensatz zu den vorherigen Nummern ausgesprochen verzichtbar.<\/p>\n<p>Seite zwei beginnt hingegen flott tanzbar mit <em>Dancing Days<\/em>. Im Vergleich zu sonstigen Gro\u00dftaten der Zeppeline allerdings doch eher nur gehobenes Mittelma\u00df. Es folgt ein weiteres Rhythmusexperiment von John Bonham namens <em>D&#8217;Yer Mak&#8217;er<\/em>, was schwer nach Reggae klingt. Das er\u00f6ffnende Schlagzeug wurde sp\u00e4ter gesampelt und von einer anderen Band wiederverwendet, da kommen wir demn\u00e4chst in dieser Reihe noch dazu. Das folgende No Quarter ist einer der gro\u00dfen Eckpfeiler der sp\u00e4teren Jahre der Band, st\u00fctzt es sich doch auf ein Arrangement von Bassist\/Keyboarder John Paul Jones mit mehreren Solostellen f\u00fcr Synthesizer, elektrische Pianos und \u00e4hnliches Tastenger\u00e4t. Der psychedelische Sound wurde sp\u00e4ter noch weiter ausgebaut. Zum Ausklang haut die Band dann noch einen reduzierten Riffrocker namens <em>The Ocean<\/em> raus, der in der Mitte von einem kurzen a capella-Intermezzo unterbrochen wird &#8211; gro\u00dfes Kino.<\/p>\n<p>Bei den Albumsessions entstanden noch weitere Songs, so zum Beispiel auch <em>Houses Of The Holy<\/em> als designiertes Titelst\u00fcck. Diese wurden dann aber erst f\u00fcr das Folgealbum &#8222;Physical Graffiti&#8220; verwendet.<\/p>\n<p>Fazit: Nicht so roh und ungehobelt wie die ersten beiden Alben, auch nicht so \u00fcberirdisch wie das vierte Album, aber grunds\u00e4tzlich wegweisend f\u00fcr das, was die Band in den n\u00e4chsten sieben Jahren noch produzieren w\u00fcrde. Ein zwei missratene stilistische Experimente muss man hier aber schon festhalten, deswegen Abz\u00fcge in der B-Note \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche gibts wieder die Vollbedienung in Albumform, n\u00e4mlich mit einem Album einer legend\u00e4ren Band, welches vor einem halben Jahrhundert entstanden ist.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4223"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4223"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4223\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4224,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4223\/revisions\/4224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}