{"id":4133,"date":"2022-08-31T17:31:09","date_gmt":"2022-08-31T15:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4133"},"modified":"2022-08-24T21:08:43","modified_gmt":"2022-08-24T19:08:43","slug":"album-der-woche-135","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2022\/08\/31\/album-der-woche-135\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin diese Woche im Urlaub, deswegen gibts das Album der Woche vorbereitet aus der Konserve. Und passenderweise hat es nat\u00fcrlich Bezug zum Urlaub.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Album der Woche stammt von Aerosmith, wird dieses Jahr muntere 35 Jahre alt und h\u00f6rt auf den schicken Titel &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Permanent_Vacation_(Aerosmith_album)\">Permanent Vacation<\/a>&#8222;. Der Titel passt dabei zum Zustand der Band aus den vorherigen Jahren. Die &#8222;toxic twins&#8220; Steven Tyler (Gesang) und Joe Perry (Gitarre) hatten ja seit den fr\u00fchen Siebzigern ihre Nasen tiefstm\u00f6glich in verschiedenste Substanzen gehalten, so dass die Band Ende der Siebziger ziemlich ins Schlingern kam. Die erste H\u00e4lfte der 80er l\u00e4sst sich f\u00fcr Aerosmith ziemlich mit &#8222;im Drogennebel verschollen&#8220; beschreiben.<\/p>\n<p>Der Wendepunkt kam ausgerechnet aus einer ganz anderen musikalischen Ecke, als n\u00e4mlich 1986 die Hip-Hopper Run D.M.C. <em>Walk This Way<\/em> coverten. Die Nummer wurde ein Hit. Au\u00dferdem war Steven Tyler inzwischen clean, Joe Perry ebenso und so wurden f\u00fcr die Aufnahmen des n\u00e4chsten Albums auch externe Fachkr\u00e4fte in Form von Desmond Child (der grade erst Bon Jovi bei &#8222;Slippery When Wet&#8220; mit den Hits <em>Livin&#8216; On A Prayer<\/em> und <em>You Give Love A Bad Name<\/em> geholfen hatte) sowie Jim Vallance (diverse Hits mit Bryan Adams) dazugeholt. Heraus kam p\u00fcnktlich zu meinem siebten Geburtstag dieses Album (meine Einschulung war damals f\u00fcr mich allerdings wesentlich relevanter&#8230;).<\/p>\n<p>Zw\u00f6lf Songs wurden auf die Scheibe gepackt, darunter eine Coverversion von <em>I&#8217;m Down<\/em> (im Original von den Beatles). Die St\u00fccke bewegen sich fast alle im soliden &#8222;vier Minuten und ein bissl was&#8220; Bereich und zeigen die Band in guter Form. Die Single <em>Dude (Looks Like A Lady)<\/em> kam in die Top 20 und war damit einer der gr\u00f6\u00dften Hits der Bandgeschichte. Die Hair-Metal-Welle der 80er d\u00fcrfte ihren Teil zum Titel beigetragen haben&#8230; Noch h\u00f6her stieg ein Jahr sp\u00e4ter die Ballade <em>Angel<\/em>, dass es bis auf Platz 3 schaffte und damit ihr gr\u00f6\u00dfter Single-Erfolg bis zu <em>I Don&#8217;t Want To Miss A Thing<\/em> gute zehn Jahre sp\u00e4ter wurde. Dritte Single war <em>Rag Doll<\/em>, was deutlich rockigere T\u00f6ne anschl\u00e4gt. Die restlichen Songs, allen voran <em>Heart&#8217;s Done Time<\/em> und <em>Magic Touch<\/em> sind solides Albummaterial &#8211; wer auf den klassischen Aerosmith-Sound zwischen Blues und Hardrock steht ist genau richtig.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Band war das Album immens wichtig. Es markierte den Beginn ihres zweiten Fr\u00fchlings und den Beginn der erfolgreichsten Zeit. Die Besetzung blieb bis in die 2020er Jahre konstant und ver\u00f6ffentlichte sechs weitere Studioalben, von denen mindestens zwei zu den ganz gro\u00dfen Hits und Multimillionensellern der Bandgeschichte geh\u00f6ren. Aber das ist eine andere Geschichte, die zu geeigneter Zeit erz\u00e4hlt werden wird. Ebenso wie die Geschichte von Alice Cooper, der in den 80ern ganz unten war und dann etwas sp\u00e4ter als Aerosmith, aber auch mit Hilfe von Desmond Child, ein sensationelles Comeback feierte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin diese Woche im Urlaub, deswegen gibts das Album der Woche vorbereitet aus der Konserve. 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