{"id":4098,"date":"2022-07-02T11:26:39","date_gmt":"2022-07-02T09:26:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4098"},"modified":"2022-07-02T11:26:39","modified_gmt":"2022-07-02T09:26:39","slug":"album-der-woche-126","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2022\/07\/02\/album-der-woche-126\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend ich grad meine verqueren Gedanken zum Thema Todoliste schrub (oder schreibte? Deutsches Sprech ist schweres Sprech und very much konfusierend), fiel mir auf, dass auf meiner internen Todoliste Punkte fehlen: Herausfinden wie viele Pfannen im Pfannkuchen stecken, Bude endlich putzen, das aufm Schlauch stehende Fahrrad reparieren<sup>1<\/sup>, einen im Tee haben<sup>2<\/sup>, mehr Fu\u00dfnoten verwenden<sup>3<\/sup> und nicht zuletzt einen Artikel zum Album der Woche schreiben. So here we are.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Album der Woche ist inzwischen auch schon wieder 30 Jahre alt, stammt von einer Band aus New York und markierte deren Beginn einer Weltkarriere, obwohl die damals verteilten Lorbeeren (&#8222;die legitimen Erben von Rush&#8220;) dann doch eher Vorschusslorbeeren waren. Die Rede ist von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dream_Theater\">Dream Theater<\/a> und deren Zweitling &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Images_and_Words\">Images And Words<\/a>&#8222;. Das Deb\u00fctalbum hatte drei Jahre vorher Staub im Underground aufgewirbelt, aber gerade der Gesang war ein Schwachpunkt. Dieses Manko wurde mit einem Tausch am Mikro abgestellt, James LaBrie ist bis heute die charakteristische Stimme der Band.<\/p>\n<p>Acht St\u00fccke sind auf der Scheibe versammelt, die meisten davon gut \u00fcber f\u00fcnf Minuten lang und voller durchgeknallter instrumentaler Kabinettst\u00fcckchen. Der Trick dabei ist aber, dass diese &#8211; f\u00fcr den Normalh\u00f6rer irrelevanten &#8211; Spielereien in ausgesprochen eing\u00e4ngige Melodien eingebettet sind, so dass man das Album auch genie\u00dfen kann, ohne einen Abschluss in Musiktheorie oder Knoten im Geh\u00f6rgang zu haben.<\/p>\n<p>Im eher traditionellen Format unter f\u00fcnf Minuten kommt <em>Another Day<\/em> daher und bekam (neben anderen St\u00fccken) ein Video f\u00fcr MTV spendiert. Alle anderen St\u00fccke sind eher nix f\u00fcr die heutige Jugend, die ja eine Aufmerksamkeitsspanne knapp von 12 bis Mittag hat&#8230; Dabei sind St\u00fccke wie <em>Surrounded<\/em>, <em>Metropolis Pt. 1<\/em>, <em>Learning To Live<\/em> und insbesondere der einzige Single-Hit (Top 10) <em>Pull Me Under<\/em> allerfeinster Prog Metal. Letzteres ist dementsprechend der Anspieltipp, und wenn man davon nicht v\u00f6llig abgeschreckt wird kann man die Scheibe sowieso am St\u00fcck durchh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Ich spare mir dementsprechend einen Kommentar zu einzelnen St\u00fccken, dazu fehlt mir auch die notwendige Tiefe in der Musiktheorie. Ich kann halt anerkennen, dass hier absolute Ausnahmek\u00f6nner unterwegs sind, die es aber hier auch schaffen, nicht nur &#8222;sinnloses Griffbrettgewichse zum Beeindrucken der Muckerpolizei&#8220; (nicht von mir, hab ich mal irgendwo im Kontext eines anderen Albumreviews gelesen) aufgenommen haben, sondern auf den Punkt komponierte St\u00fccke.<\/p>\n<p><sup>1<\/sup> Nach zwei Jahren im Keller wegen Homeoffice ist der Schlauch im Hinterrad inkontinent und kann dem Druck nicht mehr so recht standhalten.<br \/>\n<sup>2<\/sup> Sehr relevant bei dieser Hitze<br \/>\n<sup>3<\/sup> Durch \u00fcberm\u00e4\u00dfige Verwendung von Fu\u00dfnoten Kompetenz<sup>4<\/sup> vort\u00e4uschen<br \/>\n<sup>4<\/sup> Definiert als &#8222;selbstsicheres Auftreten bei v\u00f6lliger Ahnungslosigkeit&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend ich grad meine verqueren Gedanken zum Thema Todoliste schrub (oder schreibte? 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