{"id":4059,"date":"2022-05-19T20:03:20","date_gmt":"2022-05-19T18:03:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4059"},"modified":"2022-05-19T20:03:20","modified_gmt":"2022-05-19T18:03:20","slug":"album-der-woche-120","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2022\/05\/19\/album-der-woche-120\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Diese Woche geht es gar nicht so weit zur\u00fcck, wir bleiben sogar in diesem Jahrtausend und widmen uns dem sch\u00f6nen Thema Science-Fiction.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vor 20 Jahren war ich Student &#8211; schei\u00dfe ist das schon wieder lange her &#8211; und steckte jede vorhandene Mark (bzw. den damals frisch eingef\u00fchrten EUR) in die Vergr\u00f6\u00dferung meiner CD-Kollektion. Oftmals waren das die Sonderangebote f\u00fcr Klassikerscheiben, die schon lange im Regal rumstanden. Dass ich ein frisch auf den Markt gekommenes Album f\u00fcr \u00fcber 15 EUR kaufte war selten und nur bei ganz speziellen Ausnahmen der Fall. Das Album der Woche z\u00e4hlt zu diesen Ausnahmen.<\/p>\n<p>Besagtes Album stammt von einem holl\u00e4ndischen T\u00fcftler, der je nach Laune mal gro\u00dfe Prog-Opern mit elfundr\u00f6lfzig Gasts\u00e4ngern zusammenpuzzelt &#8211; Arjen Anthony Lucassen. Und weil ihm das nicht reichte, ging es im amtlich betitelten &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Space_Metal_(Star_One_album)\">Space Metal<\/a>&#8220; &#8211; ver\u00f6ffentlicht unter dem Banner <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Star_One_(band)\">Star One<\/a> &#8211; wesentlich direkter und heftiger zur Sache. Vergleichbar ist das gute St\u00fcck am ehesten mit der zweiten Universal Migrator-Scheibe, auf der ja unter anderem schon S\u00e4nger wie Bruce Dickinson, Ralf Scheepers, Russell Allen oder Damian Wilson zu h\u00f6ren waren. Die beiden letztgenannten sind auch hier wieder von der Partie, dazu kommen Dan Swan\u00f6 und Floor Jansen &#8211; damals noch nicht Chefs\u00e4ngerin von Nightwish.<\/p>\n<p>Zu h\u00f6ren gibts also zehn St\u00fccke &#8211; die von mir damals erworbene Special edition hat eine Bonus-CD mit nochmal sieben St\u00fccken, darunter passend zum Thema das Cover &#8222;Space Oddity&#8220; von David Bowie und ein knapp zehnmin\u00fctiges Hawkwind-Medley. Der Clou der regul\u00e4ren Albumst\u00fccke ist jedoch die Tatsache, dass sich jedes mit einem Science-Fiction-Franchise auseinandersetzt, bekannt aus Film und Fernsehen. Dabei sind nat\u00fcrlich Star(Wars|Trek|gate), Dune, aber auch Alien, 2001 und Doctor Who. Neben diesen weithin bekannten Themen wurden noch &#8222;Outland &#8211; Planet der Verdammten&#8220; (mit Sean Connery) und die britische Serie &#8222;Blake&#8217;s 7&#8220; verwurstet. Letztere hats nie ins deutsche Fernsehen geschafft, aber Doctor Who hat ja auch nur Jahrzehnte daf\u00fcr gebraucht. Wie auch immer, im Booklet gibts passende Illustrationen, und damals war das allwissende Internet noch nicht so weit verbreitet dass man sofort rauskriegen konnte welcher Song zu welchem Film geh\u00f6rt. Da war also munteres herumraten angesagt.<\/p>\n<p>Den Auftakt macht ein einmin\u00fctiges Synthieblubber-Intro namens <em>Lift Off<\/em>, bevor die Tardis mittels <em>Set Your Controls<\/em> durch Raum und Zeit gejagt wird. Damals wr mir Doctor Who noch kein Begriff, die erste Staffel NewWho kam ja erst 2005 heraus (und kann aktuell dienstags zur Primetime bei ZDF Neo geschaut werden). Passend zum Herumrasen durch Raum und Zeit gehts ziemlich schnell und rifflastig zur Sache. Klingt halt wie typischer keyboardlastiger Power Metal.<\/p>\n<p>Das folgende <em>High Moon<\/em> kommt wesentlich schleppender und d\u00fcsterer daher, passend zum Thema (Outland). Das n\u00e4chste St\u00fcck nennt sich <em>Songs Of The Ocean<\/em> und thematisiert einen Film aus dem Star Trek-Universum. Hervorstechendes Merkmal hier sind die dicken Background-Chorspuren von Floor Jansen und der extrem oft wiederholte Refrain am Ende.<\/p>\n<p>Weiter geht es mit <em>Master Of Darkness<\/em>. Knusprig die dunkle Seite des Toastes ist \ud83d\ude09 Musikalisch wirds hier wieder flotter, im zweiten Teil des St\u00fccks duellieren sich zwei Keyboarder, der Abschnitt hei\u00dft auch <em>Laserfight<\/em>. Und so chaotisch klingts dann auch. Eher l\u00e4nglich wirds beim folgenden <em>The Eye Of Ra<\/em>, dass erstmal mit anderthalb Minuten Intro und schicken Hammond-Kl\u00e4ngen beginnt. Danach \u00f6ffnet sich das Tor zu den Sternen und das Klangbild erweitert sich entsprechend. Besonders beeindruckend ist das Ende des St\u00fccks mit beinah a-capella Chorgesang (&#8222;We found the seventh sign down in the catacombs. When the seven points align they will lead us all back home.&#8220;).<\/p>\n<p>Vergleichsweise verzichtbar fand ich immer <em>Sandrider<\/em>, es ist kein schlechter Song, sticht aber eben im Albumkontext nicht besonders heraus und ist zu lang geraten. Das Gegenteil gilt f\u00fcr <em>Perfect Survivor<\/em>, eine sch\u00f6ne kleine d\u00fcstere Nummer \u00fcber einen d\u00fcsteren Science-Fiction Horrorfilm, in dem keiner auf die Frau h\u00f6rt und deswegen alle bis auf die Frau einen grausigen Tod stirbt. \u00c4hnlich cool kommt <em>Intergalactic Space Crusaders<\/em> daher, bei dem &#8211; leider zum einzigen Mal auf dem Album &#8211; die verschiedenen S\u00e4nger verschiedene Charaktere verk\u00f6rpern und sich die entsprechenden Teile des Gesangs teilen.<\/p>\n<p>Den Abschluss des regul\u00e4ren Albums liefert nun <em>Starchild<\/em>. Hier wird die Instrumentierung tats\u00e4chlich zur\u00fcckgefahren, man h\u00f6rt ein paar akustische Gitarren und Synthiefl\u00e4chen, passend zum mysteri\u00f6sen Inhalt des Films. Andererseits kann ich mir die Nummer auch nicht so wirklich als Soundtrack bei Kubrick vorstellen.<\/p>\n<p>Fazit: Wer auf den typischen keyboardlastigen Sound von Arjen Lucassen steht &#8211; insbesondere wenn es eher metallisch gepr\u00e4gt ist und weniger in Richtung Pink Floyd geht &#8211; der ist hier aber mal sowas von richtig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche geht es gar nicht so weit zur\u00fcck, wir bleiben sogar in diesem Jahrtausend und widmen uns dem sch\u00f6nen Thema Science-Fiction.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4059"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4059"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4059\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4060,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4059\/revisions\/4060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}