{"id":4016,"date":"2022-02-18T19:31:37","date_gmt":"2022-02-18T18:31:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=4016"},"modified":"2022-02-18T19:31:37","modified_gmt":"2022-02-18T18:31:37","slug":"album-der-woche-107","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2022\/02\/18\/album-der-woche-107\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Diese Woche ist mal wieder ein Album dran, dass ich eigentlich nur wegen einem Song gekauft habe. Und dann stellte sich raus, dass der Rest des Albums auch nicht verkehrt ist. Trotzdem ist die Scheibe eher ein Geheimtipp denn ein gro\u00dfer Klassiker der Musikgeschichte &#8211; aber keine Angst, zu einigen gro\u00dfen Klassikern kommen wir in den n\u00e4chsten Wochen noch.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vor rund 10 Jahren las ich meiner bevorzugten Fachzeitschrift f\u00fcr angewandtes Krachmachen eine Rezension eines Albums die mich neugierig machte. Insbesondere wurde ein Song hervorgehoben, und daraufhin wurde das Album mal angecheckt &#8211; geht ja mit Internet und so inzwischen relativ simpel, dass man mal irgendwo reinh\u00f6ren kann um dann eine informierte Kaufentscheidung treffen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Besagtes Album war das Deb\u00fct einer finnischen Truppe namens <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jess_and_the_Ancient_Ones\">Jess And The Ancient Ones<\/a>. Und die spielen da interessanten Psychedelic Rock in der Schnittmenge aus allem was die 70er und 80er so hergeben. Herausgekommen sind sieben Songs in der Schnittmenge aus schicken Melodien der Abba-Schule gemixt mit schweren Gitarrenkl\u00e4ngen wie von Mercyful Fate oder Iron Maiden (so wirds bei Wikipedia beschrieben, mir f\u00e4llt aber auch nix besseres ein) &#8211; The Devil&#8217;s Blood w\u00fcrde mir zum Thema Okkult-Rock noch einfallen, wobei ich die nicht wirklich gut kenne (was ich noch nachholen will). Und das eben mit Frau am Mikro, man kann das daher auch mit Kapellen wie Blood Ceremony oder Jex Thoth vergleichen, falls die einer kennt.<\/p>\n<p>Die Songs pendeln sich alle so um die f\u00fcnf Minuten ein, mit zwei l\u00e4ngeren Ausnahmen. Aber der Reihe nach. Er\u00f6ffnet wird die Scheibe mit dem flotten <em>Prayer For Death And<\/em> Fire, welches mit doppelten Gitarren der Maiden-Schule gl\u00e4nzt. Weiter gehts mit <em>Twilight Witchcraft<\/em>, was von einem schicken Schlagzeug-Pattern getragen wird. <em>Ghost Riders<\/em> r\u00fcckt eine Hammond (oder zumindest etwas sehr \u00e4hnlich klingendes) in den Vordergrund (und greift ein Thema aus dem vorherigen Song nochmal auf). <em>Devil (In G Minor)<\/em> sticht als Pianoballade heraus &#8211; ob es mit der Tonart passt m\u00fcssen Musiktheoretiker kl\u00e4ren. Und dann gibts da noch zwei Longtracks mit 10 bzw 12 Minuten. Der eine h\u00f6rt auf den Namen <em>Come Crimson Death<\/em> und steigert sich nach ruhigem Beginn in ein fulminantes Finale &#8211; passend als Ausklang des Albums.<\/p>\n<p>Mein pers\u00f6nliches Highlight der Scheibe ist aber <em>Sulfur Giants (Red King)<\/em> mit seinen 12 Minuten &#8211; was damals auch im Review besonders hervorgehoben worden war. Das St\u00fcck beginnt mit einem vertr\u00e4umten Intro, was Assoziationen zu Pink Floyd beschw\u00f6rt, bevor nach zwei Minuten die Gitarren \u00fcber einem Fundament aus der Hammond das Kommando \u00fcbernehmen. Das ganze St\u00fcck ist dann in mehrere klar unterscheidbare Teile strukturiert, was mich frappierend an einige Longtracks von Maiden oder Metallica erinnert, was ja nicht die schlechtesten Referenzen sind. Zwischendrin wird wieder das ruhige Thema aus dem Intro aufgegriffen, bevor ein treibender Rhythmus auf den Trommeln das gro\u00dfe Finale einl\u00e4utet. Und schon sind zw\u00f6lf Minuten um &#8211; so einfach gehts manchmal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche ist mal wieder ein Album dran, dass ich eigentlich nur wegen einem Song gekauft habe. Und dann stellte sich raus, dass der Rest des Albums auch nicht verkehrt ist. 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