{"id":3894,"date":"2021-07-15T18:37:27","date_gmt":"2021-07-15T16:37:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=3894"},"modified":"2021-07-15T18:37:27","modified_gmt":"2021-07-15T16:37:27","slug":"album-der-woche-76","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2021\/07\/15\/album-der-woche-76\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Soo, G\u00f6tterwochen vorbei, weiter gehts mit reichlich verqueren Fl\u00f6tent\u00f6nen (womit bewiesen w\u00e4re, dass ein \u00f6 nicht nur bei Mot\u00f6rhead und Herbert Gr\u00f6nemeyer vorkommt, auch wenn das grad gar nix zur Sache tut, m\u00f6\u00f6p). Stattdessen widmen wir uns der Landwirtschaft bzw Agrarwissenschaft.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Selbige wurde n\u00e4mlich im 18. Jahrhundert ma\u00dfgeblich von einem Briten vorangetrieben (jaja, damals machten sie noch Schlagzeilen der Sorte &#8222;James will noch Watt!&#8220;, heutzutage sind es nur noch besoffene brexitannische Inselaffen&#8230;). Jener Brite h\u00f6rte auf den sch\u00f6nen Namen Henry Jethro William Tull. Der aufmerksame Leser wird jetzt 1 und 1 zusammenz\u00e4hlen und vielleicht sogar 2 herauskriegen, denn die Band um die es heute geht benannte sich nach eben diesem Manne. Und das Besondere an <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jethro_Tull\">Jethro Tull<\/a> im musikalischen Zusammenhang sind die schr\u00e4gen Fl\u00f6tent\u00f6ne auf der Querfl\u00f6te, die sonst keiner produziert, jedenfalls nicht in dem Umfang und mit so viel internationalem Erfolg.<\/p>\n<p>Nach dieser l\u00e4nglichen Einleitung kommen wir nun endlich zum Album der Woche: Dieses ist schlappe 50 Jahre alt, geh\u00f6rt zu den gro\u00dfen Klassikern des sogenannten Progressive Rock und enth\u00e4lt mindestens zwei Songs, die im Classic Rock Radio noch heute hoch und runter genudelt werden. Das Album hei\u00dft &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aqualung_(Album)\">Aqualung<\/a>&#8222;, und d\u00fcrfte mal eben das erfolgreichste Album der Band sein.<\/p>\n<p>Elf St\u00fccke verteilen sich auf die beiden Seiten der LP, wobei die Bandbreite au\u00dferordentlich gro\u00df ist: drei kurzen Songschnipseln von jeweils nicht mal zwei Minuten (<em>Cheap Day Return<\/em>, <em>Wond&#8217;ring Aloud<\/em>, <em>Slipstream<\/em>) &#8211; die mit dem Fokus auf akustische Gitarre sehr \u00e4hnlich klingen &#8211; stehen einige &#8222;konventionelle&#8220; Songs zwischen drei und vier Minuten L\u00e4nge und drei \u00fcberlange St\u00fccke mit sechs bis \u00fcber sieben Minuten L\u00e4nge gegen\u00fcber. Neben den \u00fcblichen Instrumenten gibts die schon erw\u00e4hnte Querfl\u00f6te und auch Klavier zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Am konventionellsten kommt noch <em>Cross-Eyed Mary<\/em> daher, da wird recht heftig gerockt (Iron Maiden coverten die Nummer in den fr\u00fchen 80ern). <em>My God<\/em> entwickelt sich in der zweiten H\u00e4lfte zu einem wilden Querfl\u00f6tensolost\u00fcck, <em>Mother Goose<\/em> k\u00f6nnte auch gut auf die folkigen Tull-Alben der sp\u00e4ten 70er passen. <em>Hymn 43<\/em> und <em>Wind Up<\/em> machen hingegen viel mit Stromgitarre. Und dann gibts da noch besagte zwei Klassiker auf dem Album: Da w\u00e4re das Titelst\u00fcck, was vergleichsweise konventionell strukturiert ist und in der Mitte mit einem sehr sch\u00f6nen Gitarrensolo aufwartet. Der andere Klassiker nennt sich Locomotive Breath, beginnt mit einem gut einmin\u00fctigen Klavierintro, bevor die Gitarre einsetzt und die Lokomotive an Fahrt aufnimmt und auf dem Weg in den Untergang nicht mehr aufgehalten werden kann. Ozzy Osbourne k\u00f6nnte die textliche Inspiration zu seinem <em>Crazy Train<\/em> durchaus hier abgeholt haben. Allerdings gewinnt Locomotive Breath die Textwertung aufgrund der schicken Zeile &#8222;his woman and his best friend in bed and having fun&#8220; \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Fazit: Ohne Zweifel ein gro\u00dfer Klassiker der Rockgeschichte, mindestens die beiden Klassikersongs sollte man kennen, der Rest ist auch nicht schlecht, man muss halt quer tr\u00f6tenden Querfl\u00f6te m\u00f6gen. Das wars f\u00fcr heute, damit tsch\u00f6 mit \u00f6 :-).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soo, G\u00f6tterwochen vorbei, weiter gehts mit reichlich verqueren Fl\u00f6tent\u00f6nen (womit bewiesen w\u00e4re, dass ein \u00f6 nicht nur bei Mot\u00f6rhead und Herbert Gr\u00f6nemeyer vorkommt, auch wenn das grad gar nix zur Sache tut, m\u00f6\u00f6p). 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