{"id":3863,"date":"2021-05-20T20:24:28","date_gmt":"2021-05-20T18:24:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=3863"},"modified":"2021-05-21T21:23:08","modified_gmt":"2021-05-21T19:23:08","slug":"album-der-woche-68","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2021\/05\/20\/album-der-woche-68\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Diese Woche gibts mal wieder zwei Alben der Woche. Das eine stammt aus dem sch\u00f6nen Jahr 1976, das andere ist f\u00fcnf Jahre j\u00fcnger. Und beide kommen von einer Amitruppe, von der man in aller Regel nur einen einzigen Song kennt. Der ist daf\u00fcr mindestens so kultig wie die Truppe selbst.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Konkret gehts um einen Kult aus New Jersey. Dieser betrieb schon Umlaut-Worshipping als es Mot\u00f6rhead und M\u00f6tley Cr\u00fce noch gar nicht gab. Daf\u00fcr gabs Texte von Fantasyautoren. In Europa konnte der Kult nie so richtig Fu\u00df fassen, bei den Amis war und ist er daf\u00fcr umso gr\u00f6\u00dfer. Die Rede ist vom Kult der blauen Auster \ud83d\ude09 &#8211; Blue \u00d6yster Cult. Und klar, bei dem Namen d\u00fcrfte es bei dem einen oder anderen klingeln, welcher Hit da gemeint sein k\u00f6nnte, n\u00e4mlich der mit dem grimmen Schnitter.<\/p>\n<p>Jener Song ist auf dem 1976er Album <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Agents_of_Fortune\">&#8222;Agents Of Fortune&#8220;<\/a> zu finden, neben neun weiteren St\u00fccken, die allerdings bei weitem nicht an den Bekanntheitsgrad von <em>(Don&#8217;t Fear) The Reaper<\/em> heranreichen. Das reicht von den kurz und trocken rockenden <em>This Ain&#8217;t The Summer Of Love <\/em>und\u00a0 <em>E.T.I. (ExtraTerrestial Intelligence)<\/em> &#8211; passenderweise l\u00e4uft hier nebenbei grad Alf, der z\u00e4hlt auch zu dieser Kategorie &#8211; \u00fcber <em>The Revenge Of Vera Gemini<\/em> hin zum abschlie\u00dfenden <em>Debbie Denise<\/em>. Mittendrin gibts diverse spacige Klangeffekte, verschiedene Leads\u00e4nger (findet man z.B. auch bei Kiss) und nat\u00fcrlich Texte bei denen sich das Nachlesen lohnt.<\/p>\n<p>Der Reaper-\u00dcberhit stellt das Material allerdings um L\u00e4ngen in den Schatten, ich w\u00fcrde das Album noch nicht mal als das bis dahin beste der Band bezeichnen, ihre drei Fr\u00fchwerke der schwarzwei\u00dfen Phase (so benannt nach der Covergestaltung) mit Songs wie <em>Cities On Flame With Rock And Roll<\/em>, <em>Stairway To The Stars<\/em>, <em>O.D.&#8217;d On Life Itself<\/em>, <em>7 Screaming Diz-Busters<\/em>, <em>Dominance And Submission<\/em> und vor allem <em>Astronomy<\/em> (von Metallica gecovert) sind dann doch noch eine Ecke besser. Man kauft es also in erster Linie wegen eben diesem einen \u00dcberhit, der alle Nase lang sowieso im Rockradio l\u00e4uft \ud83d\ude09<\/p>\n<p>F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter sah das etwas anders aus. &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Fire_of_Unknown_Origin\">Fire Of Unknown Origin<\/a>&#8220; hie\u00df das Album, und hier finden sich mit <em>Burnin&#8216; For You<\/em>, <em>Sole Survivor<\/em>, <em>Veteran Of The Psychic Wars<\/em> (mit fetten Synthies) und <em>Joan Crawford<\/em> (mit Pianointro) schon ein paar mehr Klassiker. Allen gemein ist eine unheimlich d\u00fcstere Stimmung, gepr\u00e4gt von Synthie-und Soundeffekten. Am ehesten fallen mir als Vergleich dazu etwa gleichaltrige Werke von Rush (besonders das abschlie\u00dfende <em>Don&#8217;t Turn Your Back<\/em>) ein, obgleich die musikalisch wesentlich komplexer zu Werke gingen. Einen absoluten \u00dcberhit gibts hier nicht, daf\u00fcr ist das Album aber insgesamt st\u00e4rker einzusch\u00e4tzen und geh\u00f6rt neben den Fr\u00fchwerken in die Sammlung.<\/p>\n<p>Was bleibt noch zu sagen? Achja, grunds\u00e4tzlich fehlt hier <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/More_Cowbell\">jede Menge Kuhglocke<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche gibts mal wieder zwei Alben der Woche. Das eine stammt aus dem sch\u00f6nen Jahr 1976, das andere ist f\u00fcnf Jahre j\u00fcnger. Und beide kommen von einer Amitruppe, von der man in aller Regel nur einen einzigen Song kennt. 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