{"id":3705,"date":"2021-03-12T19:23:34","date_gmt":"2021-03-12T18:23:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=3705"},"modified":"2021-03-12T19:23:34","modified_gmt":"2021-03-12T18:23:34","slug":"album-der-woche-58","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2021\/03\/12\/album-der-woche-58\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Ende der Woche, Album der Woche. Und diesmal nicht wegen Versp\u00e4tung, sondern weil genau heute richtig wichtig wegen korrektem Datum. Das Album der Woche stammt von einer Band aus London, ist runde 40 Jahre alt und z\u00e4hlt zu den stilpr\u00e4genden Alben in der Geschichte des musikalischen Schwermetalls.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Warum heute? Weil der oberste Oberscheff der Truppe, seines Zeichens einziges verbliebenes Gr\u00fcndungsmitglied der Band und einer der stilpr\u00e4genden Bassisten (neben so Typen wie Geezer Butler, Geddy Lee, Cliff Burton, Roger Glover, Paul McCartney, John Paul Jones, Lemmy Kilmister und wie sie sonst noch alle hei\u00dfen) der Szene heute seinen 65. Geburtstag feiern kann. Und auch, weil der Schlagzeuger, der auf diesem Album trommelte, nach langer schwerer Krankheit heute vor acht Jahren verstarb. Die Rede ist von Steve Harris und Clive Burr, die Band dazu hei\u00dft &#8211; man wirds erraten haben &#8211; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iron_Maiden\">Iron Maiden<\/a>, und das Album der Woche hei\u00dft &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Killers_(Iron-Maiden-Album)\">Killers<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p>Das zweite Album der Bandgeschichte hielt einige Neuerungen bereit: An der Gitarre deb\u00fctierte Adrian Smith, und am Mischpult \u00fcbernahm Martin Birch (schon damals lebende Legende nach Produktionen f\u00fcr Deep Purple, Rainbow und Black Sabbath) das Kommando (und sollte es bis zum Ende der 80er Jahre behalten). Nach dem \u00fcberraschenden Erfolg des Deb\u00fcts war die Band hungrig und wollte den n\u00e4chsten Schritt auf der Karriereleiter gehen.<\/p>\n<p>Die 10 Songs des Albums (11 auf der US-Version bzw. der aktuellen CD-Version) stammen allesamt von Steve Harris, nur der Text zum Titelst\u00fcck wurde zusammen mit S\u00e4nger Paul Di&#8217;Anno zusammengebastelt; und das Titelst\u00fcck findet sich in sehr \u00e4hnlicher Form auch auf einer Scheibe von Samson, zu denen es ja personelle \u00dcberschneidungen gab. Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich das Album gar nicht so hoch bewerte wie das Deb\u00fct (ein <em>Phantom Of The Opera<\/em> ist eben nicht so einfach zu toppen) und schon gar nicht wie den Nachfolger, aaaaaber: Das Album ist in sich sehr homogen, sehr konsistent und mit dem heiseren Gesang von Paul Di&#8217;Anno auch noch wesentlich aggressiver als alles, was sie sp\u00e4ter mit Bruce Dickinson aufgenommen haben.<\/p>\n<p>Den Auftakt des Albums markiert das k\u00fcrzeste St\u00fcck der Bandgeschichte, ein instrumentales Intro namens <em>The Ides Of March<\/em> n\u00e4mlich (da passt auch das heutige Datum so halbwegs dazu). Danach folgt mit <em>Wrathchild<\/em> schon mal einer der ganz gro\u00dfen Bandklassiker, der live \u00fcber Jahrzehnte hinweg in der Setlist blieb. <em>Murders In The Rue Morgue<\/em> hat ein schickes Intro, bevor ein wilde Geschichte frei nach Edgar Allan Poe erz\u00e4hlt wird. <em>Another Life<\/em> ist eher ein L\u00fcckenf\u00fcller, bevor mit <em>Genghis Khan<\/em> ein zweites recht episches Instrumentalst\u00fcck folgt. In der zweiten H\u00e4lfte des Albums finden sich noch Highlights in Form des Titelst\u00fccks (mit f\u00fcnf Minuten auch eines der l\u00e4ngsten St\u00fccke des Albums), <em>Purgatory<\/em> (superschnell, und der erste Coverentwurf f\u00fcr die Singleauskopplung war so genial, dass man ihn gar nicht erst verwendete, sondern f\u00fcr das nachfolgende Album aufhob) und <em>Drifter<\/em>. Hmm, das waren jetzt doch irgendwie sieben Highlights bei 10 Songs oder so. Also doch gar nicht so \u00fcbel :-).<\/p>\n<p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung folgte eine Welttournee, inklusive den ersten Shows in Amerika. Nach dem Ende dieser Tournee gabs jedoch personelle Nachbeben, denn S\u00e4nger Paul Di&#8217;Anno flog raus. Wie die Geschichte weiterging ist bekannt bzw wird dann n\u00e4chstes Jahr erz\u00e4hlt werden. Was als Verm\u00e4chtnis \u00fcber bleibt ist diese Scheibe, die den Weg zur Weltkarriere ebnete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende der Woche, Album der Woche. Und diesmal nicht wegen Versp\u00e4tung, sondern weil genau heute richtig wichtig wegen korrektem Datum. 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