{"id":3675,"date":"2021-01-22T09:31:44","date_gmt":"2021-01-22T08:31:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=3675"},"modified":"2021-01-21T20:01:32","modified_gmt":"2021-01-21T19:01:32","slug":"album-der-woche-51","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2021\/01\/22\/album-der-woche-51\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Woche haben wir nun tats\u00e4chlich mal nur ein einzelnes Album am Wickel. Selbiges ist inzwischen auch schon wieder 20 Jahre alt&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Was Arjen Lucassen mit Electric Castle vorgemacht hatte &#8211; Konzeptalbum mit hundertdr\u00f6lfzig Gastmusikern &#8211; machte ein Typ aus dem beschaulichen Fulda zwei Jahre sp\u00e4ter nach. Die Rede ist von Tobias Sammet, seineszeichens Obervorturner bei Edguy, Kuhfellhosentr\u00e4ger und Quasi-Witzfigur (im positive Sinne). Edguy hatten damals die ersten gr\u00f6\u00dferen Erfolge eingefahren, ihr melodischer Metal der alten Helloween-Schule war wieder angesagt und auch andere \u00e4hnliche Truppen (Stratovarius, Hammerfall, Blind Guardian und Gamma Ray sowieso) lie\u00dfen es ordentlich krachen. In dieser Gemengelage also lie\u00df der gute Tobi ein Schiff namens <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Avantasia\">Avantasia<\/a> vom Stapel &#8211; welches erstaunlicherweise nicht nur nicht abgesoffen ist, sondern auch noch eine pr\u00e4gende Wirkung auf die Metalszene hatte.<\/p>\n<p>Das Deb\u00fctalbum (wenn man so will, es waren ja aber nur erfahrene alte Hasen am Werk) hei\u00dft &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_Metal_Opera\">Metal Opera<\/a>&#8220; und kann als Nachfolger im Geiste von Helloweens Keeper-Scheiben angesehen werden. Der gute Tobi lud alles ein, was irgendwie Rang und Namen hat(te), entsprechend geben sich am Mikro David DeFeis, Sharon den Adel, Rob Rock, Kai Hansen und ein gewisser &#8222;Ernie&#8220; alias Michael Kiske die Klinke in die Hand. Auch instrumental spielen Mitglieder von Edguy, Gamma Ray und Helloween gro\u00df auf. Dazu spendierte Tobi dem Album noch eine fette Geschichte, womit sich auch der Titel des Albums erkl\u00e4rt &#8211; obwohl ich die vor 20 Jahren das letzte Mal im Booklet nachgelesen habe, weil die Songs auch ohne diesen \u00dcberbau prima funktionieren.<\/p>\n<p>Geboten wird &#8211; logisch bei den Beteiligten &#8211; epischer Power Metal der europ\u00e4ischen Schule. F\u00fcr Freunde der genannten Bands war es demnach keine Frage, sich diese Scheibe zuzulegen um zu pr\u00fcfen, ob sich der gute Tobi an dieser Aufgabe nicht vielleicht doch verhoben h\u00e4tte. Hatte er aber nicht. Die 13 Songs (inkl. kurzer Zwischenspiele) kommen auf eine runde Stunde Spielzeit und bieten genau die richtige Mischung aus Melodie und H\u00e4rte, dass es eben icht total k\u00e4siger Happy Metal ist, sondern sich mit gro\u00dfen Refrains ganz fies in den Geh\u00f6rg\u00e4ngen festkrallt.<\/p>\n<p>Schon der er\u00f6ffnende Doppelschlag <em>Reach Out For The Light<\/em> und <em>Serpents In Paradise<\/em> erinnert frappierend an die (bereits erw\u00e4hnten) Gro\u00dftaten von Helloween, das Titelst\u00fcck ist eine klassische Hymne zum Mitsingen und auch die restlichen St\u00fccke klingen mal mehr und mal weniger nach Edguy, Stratovarius und so weiter. Es ist quasi ein &#8222;Best Of-Power Metal der Jahrtausendwende&#8220; &#8211; nicht neu, nicht besonders originell, aber eben verflixt gut gemacht und auch 20 Jahre nach Ver\u00f6ffentlichung noch frisch und regelm\u00e4\u00dfig in der Playlist bei mir.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Woche haben wir nun tats\u00e4chlich mal nur ein einzelnes Album am Wickel. 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