{"id":3170,"date":"2020-09-03T19:17:52","date_gmt":"2020-09-03T17:17:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=3170"},"modified":"2020-09-03T19:17:52","modified_gmt":"2020-09-03T17:17:52","slug":"album-der-woche-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2020\/09\/03\/album-der-woche-31\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>In Ermangelung anderer relevanter Themen (Zahnklempnercontent nutzt sich mit der Zeit halt auch ab) sind wir schon wieder beim Album der Woche. Und das passt auch super zum Album der letzten Woche&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In der aktuellen Ausgabe meines favorisierten Fachmagazins f\u00fcr scherstmetallische Krawallbeschallung gibts einen R\u00fcckblick ins Jahr 1990, weil wegen ist 30 Jahre her und so. Und das Album der Woche war damals bei denen Album des Jahres. Die Position am Mikro hat der gleiche Typ inne, der schon letzte Woche gew\u00fcrdigt wurde, und damit ist dann auch schon klar, dass das fragliche Album kein anderes als &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Painkiller_(Judas_Priest_album)\">Painkiller<\/a>&#8220; von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Judas_Priest\">Judas Priest<\/a> ist.<\/p>\n<p>Die Scheibe war nach den relativ zwiesp\u00e4ltig aufgenommenen Alben seit 1986 eine absolute Machtdemonstration und von vorn bis hinten einfach nur allerfeinster Britischer Stahl &#8211; aber eben noch eine ganze Ecke h\u00e4rter als &#8222;British Steel&#8220; zehn Jahre fr\u00fcher. Neuzugang Scott Travis verdrischt das Schlagzeug nach allen Regeln der Kunst, Rob Halford strapaziert die Stimmb\u00e4nder jenseits von Gut und B\u00f6se und das Gitarrenduo Tipton\/Downing ist eh \u00fcber jeden Zweifel erhaben. Und dahinter ruht Bassisst Ian Hill ohnehin in sich und legt das Fundament f\u00fcr den ganzen Krach. Egal ob man eher auf die progressiveren 70er-Jahre Priest oder die Metal-Gods der 80er steht &#8211; dieses Album wird von quasi allen Fans regelm\u00e4\u00dfig zu den besten drei Alben gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Warum das so ist kann man in ungef\u00e4hr 15,7 Sekunden feststellen. So lang dauert n\u00e4mlich das Schlagzeugintro zum Titelst\u00fcck, mit dem das Album passenderweise er\u00f6ffnet wird &#8211; mir f\u00e4llt auch spontan kein anderes Album ein was dem H\u00f6rer so unvermittelt zeigt dass gleich ein Orkan losbricht. Nach diesen 15 Sekunden setzen die Gitarren ein und weitere 5:50min sp\u00e4ter wei\u00df man allersp\u00e4testens wo der Hammer h\u00e4ngt. Und wer nun denkt dass man zwar stark anfangen, aber dann auch stark nachlassen kann, der hat sich selten so get\u00e4uscht. Auch die folgenden sechs Songs (<em>Hell Patrol<\/em>, <em>All Guns Blazing<\/em>, <em>Lether Rebel<\/em>, <em>Metal Meltdown<\/em>, <em>Night Crawler<\/em> und <em>Between The Hammer &amp; The Anvil<\/em>) sind eine einzige Tour de Force. Lediglich <em>A Touch Of Evil<\/em> ist ein \u00b5 ruhiger &#8211; wobei das relativ ist. Einige d\u00e4monisch klingende Keyboards von Don Airey (der ja heute bei Deep Purple in die Tasten greift) untermalen das St\u00fcck, das Tempo wird etwas gedrosselt, und Rob liefert nach ungef\u00e4hr 4:40 min den markersch\u00fctterndsten Schrei des Albums ab &#8211; &#8222;You&#8217;re possessing me!&#8220; &#8211; und das klingt dann auch genau so wie man sich das denkt. Abgeschlossen wird das Album danach noch mit dem kurzen Instrumental <em>Battle Hymn<\/em>, was gleichzeitig das Intro zu <em>One Shot At Glory<\/em> darstellt.<\/p>\n<p>Das Album zeigt die Priester von ihrer kompromisslosesten und h\u00e4rtesten Seite und war damals ein klares Statement, dass sie eben noch kein Altmetall waren. Das sind sie auch 30 Jahre sp\u00e4ter noch nicht, wenngleich der gute Rob inzwischen nat\u00fcrlich nicht mehr so schreien kann wie damals. Und weil das Album auf den Tag genau 30 Jahre alt ist, wirds jetzt nochmal angeh\u00f6rt &#8211; mal sehen ob die Nachbarn dann was dazu sagen werden \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Ermangelung anderer relevanter Themen (Zahnklempnercontent nutzt sich mit der Zeit halt auch ab) sind wir schon wieder beim Album der Woche. 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