{"id":3168,"date":"2020-08-27T23:43:10","date_gmt":"2020-08-27T21:43:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=3168"},"modified":"2020-08-28T10:28:43","modified_gmt":"2020-08-28T08:28:43","slug":"album-der-woche-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2020\/08\/27\/album-der-woche-30\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Mann, ich werd alt, jetzt h\u00e4tt ich doch fast das Album der Woche vergessen. Aber da sind wir gleich beim Thema, denn nicht nur ich hatte Geburtstag, sondern auch der Typ, der dieses Album vor 20 Jahren ver\u00f6ffentlicht hat.<!--more-->Genau genommen hat diese Person am gleichen Tag Geburtstag wie ich (aber er ist nochmal knapp 30 Jahre \u00e4lter), und das Album erschien vor eben 20 Jahren just an eben diesem Geburtstag (zumindest in einigen L\u00e4ndern). Da nicht so wahnsinnig viele bekannte Personen einen Geburtstag mit mir teilen (jaja, Honecker, Connery, Gene Simmons, usw) und von denen nur die allerwenigsten Musik machen, wird der informierte Leser bereits erkannt haben, dass es um &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Resurrection_(Halford_album)\">Resurrection<\/a>&#8220; von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rob_Halford\">Rob &#8222;Metal God&#8220; Halford<\/a> geht.<\/p>\n<p>Jener Rob Halford war ja seit den 1970ern als Oberpriester f\u00fcr das Geschrei bei Judas Priest zust\u00e4ndig, bevor er sich Anfang der 90er von der Band trennte. Gewisse Parallelen in seiner Karriere mit der von Bruce Dickinson sind vermutlich ebenso zu- wie auff\u00e4llig. Beide waren S\u00e4nger in weltweit ausgesprochen erfolgreichen Bands, beide trennten sich Anfang der 90er von eben jenen Bands und ver\u00f6ffentlichten experimentellere Soloalben (die keinen wirklich interessierten), bevor sie Ende der 90er wieder auf den wahren Pfad der schwermetallischen Tugend zur\u00fcckfanden und Alben ver\u00f6ffentlichten, welche die zu jener Zeit aktuellen Alben ihrer alten Bands ziemlich blass aussehen lie\u00dfen &#8211; boah wasn Monstersatz&#8230; Bei Bruce Dickinson waren das Accident Of Birth und The Chemical Wedding, und bei Rob Halford eben Resurrection &#8211; und da ist der Titel Programm.<\/p>\n<p>Das Album ist von vorn bis hinten klassischer Metal der Marke Judas Priest und kn\u00fcpft da an, wo &#8222;Painkiller&#8220; zehn Jahre vorher aufgeh\u00f6rt hatte. Passend dazu schreit sich Rob Halford mit seiner charakteristischen Kopfstimme die Seele aus dem Leib und liefert eine Gesangsleistung ab, die ihm damals viele schon nicht mehr zugetraut hatten. Alle Songs kommen schn\u00f6rkellos auf den Punkt und irgendwo zwischen drei und vier Minuten ins Ziel, egal ob man sich da nun <em>Night Fall<\/em>, <em>Temptation<\/em>, <em>Cyberworld<\/em> oder den Titeltrack rauspickt. Extrem stark sind auch die beiden Japan-only Bonustitel <em>Sad Wings<\/em> (mit lyrischen Querverweise zu Priest) und <em>Hell&#8217;s Last Survivor<\/em>.<\/p>\n<p>Weiterhin gibts noch einen Song zusammen mit Bruce Dickinson (<em>The One You Love To Hate<\/em>) sowie den zentralen Dreh- und Angelpunkt des Albums, <em>Silent Screams<\/em>. Letztere Nummer braucht sieben Minuten f\u00fcr die volle Entfaltung und erinnert an die gro\u00dfen Priest-Epen der 70er (z.B. Beyond The Realms Of Death). Den Text dieser Nummer z\u00e4hle ich zu den besten aus Halfords Karriere, und auf meinem mp3-Player hat dieses St\u00fcck seit 20 Jahren und damit mein halbes Leben (schei\u00dfe, das klingt ja wirklich als w\u00e4r ich schon steinalt, und au\u00dferdem stimmts gar nicht, weil mein mp3-Player erst 15 Jahre alt ist, hihi) einen reservierten Platz.<\/p>\n<p>Das Album wurde von den Fans abgefeiert und ebnete den Weg f\u00fcr die Reunion von Halford und Judas Priest. Zwanzig Jahre sp\u00e4ter machen sie noch immer gemeinsam Musik, auch wenn das altersbedingte Ende langsam absehbar ist. Resurrection ist dabei besser als so manche Priest-Scheibe und braucht sich dabei auch vor den gr\u00f6\u00dften Klassikern keineswegs verstecken &#8211; im Rock Hard landete das Album immerhin auf Platz 320 der 500 besten Metal-Alben aller Zeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mann, ich werd alt, jetzt h\u00e4tt ich doch fast das Album der Woche vergessen. Aber da sind wir gleich beim Thema, denn nicht nur ich hatte Geburtstag, sondern auch der Typ, der dieses Album vor 20 Jahren ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3168"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3168"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3168\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3169,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3168\/revisions\/3169"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3168"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3168"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3168"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}