{"id":3159,"date":"2020-08-20T18:46:37","date_gmt":"2020-08-20T16:46:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=3159"},"modified":"2020-08-20T18:46:37","modified_gmt":"2020-08-20T16:46:37","slug":"album-der-woche-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2020\/08\/20\/album-der-woche-29\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Das heute Album der Woche erschien 1975, stammt von einer britischen Band und liegt hier im Schrank in mindestens doppelt verdreifachter Ausf\u00fchrung (oder so) herum. Das ist aber auch gerechtfertigt, geh\u00f6rt das Album doch zu den ganz gro\u00dfen Rockklassikern.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Kommen wir ohne Umschweife zu den relevanten Fakten: F\u00fcnf Titel, davon zwei \u00fcber 10 Minuten jeweils am Anfang und am Ende, ein undurchschaubares Cover mit einem brennenden Typen und einem Sticker mit Maschinenhand und den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde, stellvertretend f\u00fcr die vier Bandmitglieder. Ganz richtig, die Rede ist von &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Wish_You_Were_Here_(Pink_Floyd_album)\">Wish You Were Here<\/a>&#8220; von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Pink_Floyd\">Pink Floyd<\/a>.<\/p>\n<p>Das erste Mal registrierte ich das Album im CD-Schrank meines Vaters (noch bevor er \u00fcberhaupt nen CD-Player hatte), sp\u00e4ter stellte ich fest dass er es auch als LP im Schrank stehen hat. Und ganz selbstverfreilich musste ich mir das gute St\u00fcck ebenfalls ganz schnell zulegen, sobald das Taschengeld daf\u00fcr reichte (vorher hatte ich Vaters Exemplar hoch- und runtergeh\u00f6rt). Und noch heute gibts nicht viel sch\u00f6neres als sich bequem mit einem Glas Rotwein in den Sessel zu setzen, den Raumklang aufzudrehen und den Kl\u00e4ngen dieses Albums zu lauschen.<\/p>\n<p>Das Werk war f\u00fcr die Band eine ziemlich schwere Geburt, zwei Jahre nach dem \u00dcberriesenmegaerfolg von Dark Side Of The Moon. Allerdings schafften sie es, ein sehr geschlossenes homogenes Werk zu erschaffen. Gut, wenn man mit der Musik nix anfangen kann ist es damit halt kompletter Kernschrott, aber so geschmacksbefreit sind zum Gl\u00fcck nur die wenigsten.<\/p>\n<p>Das Album beginnt mit dem 13-Min\u00fcter <em>Shine On You Crazy Diamond<\/em>. Die Nummer ist ein Tribut an das Bandmitglied Syd Barrett, der in den Anfangsjahren der kreative Kopf der Band war, aber sehr schnell durch seine mentale Instabilit\u00e4t zur Belastung wurde und die Band schlie\u00dflich verlassen musste. W\u00e4hrend der Aufnahmen tauchte er unvermittelt im Studio auf, die restlichen Bandmitglieder erkannten ihn zun\u00e4chst nicht einmal. Und als sie es taten kamen ihnen ob seines schlechten Gesundheitszustandes die Tr\u00e4nen. Aber auch ohne diesen Bezug ist es eine der besten Nummern, die Pink Floyd je erschaffen haben. Die langsame Steigerung des Anfangsteils, die Soli von David Gilmour, die sch\u00f6nen Keyboardteppiche von Richard Wright, da ist alles einfach nur absolute Weltspitzenklasse.<\/p>\n<p>Das St\u00fcck geht nahtlos in die zweite Nummer \u00fcber, <em>Welcome To The Machine<\/em>. Und so wie der Titel vermuten l\u00e4sst klingt das St\u00fcck auch &#8211; d\u00fcster und mechanisch. Die Texte passen dazu, eine fiese Abrechnung mit der Gesch\u00e4ftswelt im Allgemeinen und dem Musikbusiness im Speziellen. Auch das folgende St\u00fcck <em>Have A Cigar<\/em> dreht sich um dieses Thema. Es ist die schw\u00e4chste Nummer des Albums und passt nicht so richtig zum Rest des Materials, was sicherlich auch daran liegt, dass der Gesang von Roy Harper \u00fcbernommen wurde. Das ist zwar nicht schlecht, aber eben nicht Pink Floyd.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist das folgende <em>Wish You Were Here<\/em> eins der bekanntesten St\u00fccke der Band \u00fcberhaupt und einfach nur im wahrsten Wortsinne zum Heulen sch\u00f6n. Die Windger\u00e4usche am Ende des St\u00fccks leiten dann direkt zum schlie\u00dfenden zweiten Teil von <em>Shine On You Crazy Diamond<\/em> \u00fcber, der die musikalischen Themen des ersten Teils aufgreift und damit das Album passend episch abschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Fazit: Ich kenne das Album seit \u00fcber 25 Jahren, und es ist nach wie vor zeitlos aktuell, relevant und geh\u00f6rt definitiv zu den ganz wichtigen Alben in meiner Sammlung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das heute Album der Woche erschien 1975, stammt von einer britischen Band und liegt hier im Schrank in mindestens doppelt verdreifachter Ausf\u00fchrung (oder so) herum. 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