{"id":2978,"date":"2020-07-23T19:22:30","date_gmt":"2020-07-23T17:22:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=2978"},"modified":"2020-08-02T22:42:12","modified_gmt":"2020-08-02T20:42:12","slug":"album-der-woche-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2020\/07\/23\/album-der-woche-25\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Beim Album dieser Woche kann man mit Fug und Recht von einem Meilenstein sprechen (was sicher nur f\u00fcr die wenigsten der in dieser Reihe behandelten Ver\u00f6ffentlichungen gilt). Dieser Meilenstein stammt aus dem Jahr 1980, ist also ziemlich auf den Tag genau 40 Jahre alt und wird daher gerade auch von diversen Radiosendern und Musikzeitschriften abgefeiert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es handelt sich bei diesem Meilenstein um ein Album der Superlative, gerade im Bezug auf die Verkaufszahlen. Und nein, ich rede hier nicht von Michael Jackson oder den Beatles, sondern (der geneigte Leser wirds vermuten) von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/AC\/DC\">AC\/DC<\/a>. Die legten im Sommer 1980 n\u00e4mlich &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Back_in_Black\">Back In Black<\/a>&#8220; vor, und da war der Name Programm. S\u00e4nger und Fanliebling Bon Scott war ja im Februar 1980 auf dem Highway To Hell falsch abgebogen (Alkohol am Steuer sozusagen), und es war daher recht unklar, ob es \u00fcberhaupt weitergehen w\u00fcrde, und wenn ja, wie.<\/p>\n<p>Als Ersatz stie\u00df Brian Johnson zur Band, und zusammen mit den Young-Br\u00fcdern wurde ein Monument von einem Album erschaffen, welches seitdem alles andere im Bandkatalog \u00fcberstrahlt (auch wenn viele nat\u00fcrlich die Vorg\u00e4ngerwerke mit Bon Scott vorziehen). Die zehn Songs sind quasi die Blaupause des perfekten Rockalbums, und mit der Meinung steh ich sicher nicht alleine da, immerhin wurde die Scheibe von einem ma\u00dfgeblichen Fachmagazin f\u00fcr Krachmusik auf Platz 1 der 500 besten Rock- und Metalalben gesetzt, noch vor Metallica, Iron Maiden, Black Sabbath und den Alben der Bon Scott-\u00c4ra. Aber wem erz\u00e4hl ich das eigentlich?<\/p>\n<p>Erkl\u00e4ren zu wollen, was einen hier f\u00fcr Musik erwartet ist ungef\u00e4hr so als w\u00fcrde man erkl\u00e4ren wollen wie Nudeln schmecken &#8211; die schmecken halt nach Nudeln, und wo AC\/DC draufsteht, ist auch immer AC\/DC drin &#8211; aufs wesentliche reduzierte Riffs vom besten Rhythmusgitarristen aller Zeiten (gut, zusammen mit Rudolf Schenker, James Hetfield und Jon Schaffer) und ein absolut geradeaus gespieltes Schlagzeug ohne kompliziert verschachtelte Krummtaktigkeiten &#8211; im wesentlichen eben Blues auf Starkstrom. Und trotzdem klingt auch in diesem reduzierten Ansatz kaum ein Song wie der andere, jede Nummer des Albums hat ihr eigenes Flair.<\/p>\n<p>Die 10 Songs des Albums kommen dementsprechend ohne gro\u00dfen Firlefanz auf den Punkt &#8211; angefangen beim d\u00fcsteren Intro mit Kirchenglocke bei <em>Hells Bells<\/em> und dem folgenden <em>Shoot To Thrill<\/em> (war nie eine Single, l\u00e4uft trotzdem st\u00e4ndig im Rockradio). Die drei restlichen Songs der ersten Albumseite (<em>What Do You Do For Money Honey<\/em>, <em>Given The Dog A Bone<\/em>, <em>Let Me Put My Love Into You<\/em>) geh\u00f6ren allesamt zum ersten Punkt des Triumvirats &#8222;Sex, Drugs &amp; Rock&#8217;n&#8217;Roll&#8220;. Die zweite Seite beginnt mit den Singles <em>Back In Black<\/em> und <em>You Shook Me All Night Long<\/em> (die schon so oft gespielt wurden, dass ich den anderen Songs tats\u00e4chlich den Vorzug geben w\u00fcrde). Danach folgen <em>Have A Drink On Me<\/em> und <em>Shake A Leg<\/em>, bevor das Album mit dem klaren Statement <em>Rock And Roll Ain&#8217;t Noise Pollution<\/em> abgeschlossen wird.<\/p>\n<p>Fazit: Meilenstein und 10 Songs f\u00fcr die Ewigkeit &#8211; gerade die jeweilige zweite H\u00e4lfte jeder LP-Seite ist es wert, auch geh\u00f6rt zu werden, da zeigt sich n\u00e4mlich, dass es hier tats\u00e4chlich keine L\u00fcckenf\u00fcller gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Album dieser Woche kann man mit Fug und Recht von einem Meilenstein sprechen (was sicher nur f\u00fcr die wenigsten der in dieser Reihe behandelten Ver\u00f6ffentlichungen gilt). 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