{"id":2956,"date":"2020-07-02T19:18:52","date_gmt":"2020-07-02T17:18:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/?p=2956"},"modified":"2020-07-02T19:18:52","modified_gmt":"2020-07-02T17:18:52","slug":"album-der-woche-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2020\/07\/02\/album-der-woche-22\/","title":{"rendered":"Album der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Das Album der aktuellen Woche ist noch gar nicht mal so alt, es kommt gerade mal auf zehn Lenze und ist damit der bislang j\u00fcngste Beitrag zu dieser Reihe.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Es stammt von einer Band aus Schweden, die von nicht wenigen als der aktuell hei\u00dfeste Kandidat angesehen wird, demn\u00e4chst in die \u00fcbergro\u00dfen Fu\u00dfstapfen von Truppen wie Kiss oder Alice Cooper zu treten, w\u00e4hrend andere sie als den gr\u00f6\u00dften Mist brandmarken, der seit \u00fcber 30 Jahren aus Skandinavien kam. Richtig, gemeint sind <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ghost_(Swedish_band)\">Ghost<\/a> mit dem Album &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Opus_Eponymous\">Opus Eponymous<\/a>&#8222;, ihrem Deb\u00fct. Die Band rund um Papa Emeritus und seine namenlosen und grunds\u00e4tzlich maskiert auftretenden Ghouls hat in den letzten 10 Jahren ja jede Menge Staub aufgewirbelt, in erster Linie wegen des ganzen satanischen Mummenschanzes in Texten und Auftritten. Man kann das aber auch ganz entspannt als das ansehen was es ist: Eine einzige gro\u00dfe Show, aufbauend eben auf den larger-than-life Shows, die die bereits angesprochenen Kiss und Alice Cooper schon in den 1970ern auf die B\u00fchnen brachten. Und vor allem w\u00fcrde das ganze auch gar nicht funktionieren, wenn sie nicht eine ganzen Haufen allerfiesest eing\u00e4ngiger Ohrw\u00fcrmer im Repertoire h\u00e4tten, die man sich am besten als Mischung aus Abba meets Doors meets Black Sabbath vorstellt &#8211; oder so \u00e4hnlich, Popmelodien mit Stromgitarre und &#8222;Hail Satan&#8220; halt.<\/p>\n<p>Das Deb\u00fctalbum selbst l\u00e4sst diese sp\u00e4teren Schritte allerdings nur erahnen. Es ist eigentlich ein recht klassisches Hardrock\/Metal-Album, bei dem neben den satanischen Texten in erster Linie die pr\u00e4gnante Stimme des Oberpapas Eindruck hinterl\u00e4sst &#8211; trotz oder wegen seiner gesanglichen Limitierungen. Die Songs erinnern hier noch mehr an psychedelischen Rock der 1960er mit viel Orgel, die fette Popschlagseite der sp\u00e4teren Alben erkennt man in erster Linie bei <em>Ritual <\/em>(nach wie vor im Liveprogramm), <em>Elizabeth<\/em> (klassisches Schauerm\u00e4rchen \u00fcber Elizabeth B\u00e1thory) und <em>Stand By Him<\/em>. Die anderen Songs sind eher in die Kategorie F\u00fcllmaterial einzuordnen, wobei das schlimmer klingt als es tats\u00e4chlich ist. Man merkt eben deutlich dass die Band noch auf der Suche nach dem eigenen Sound ist, was sich auf den Nachfolgealben schon massiv gewandelt hatte.<\/p>\n<p>Der absolute \u00dcbersong des Albums (zumindest meiner bescheidenen Meinung nach) ist aber witzigerweise der Bonustrack der Japan-Fassung. Da covern sie n\u00e4mlich <em>Here Comes The Sun<\/em> von &#8211; genau &#8211; den Beatles und verwandeln es in eine pechschwarze Messe mit d\u00e4monischen Keyboardsounds. Das ist ganz gro\u00dfes Kino wie ich finde.<\/p>\n<p>Fazit: Wer noch nie was von Ghost geh\u00f6rt hat guckt am besten mal bei youtube rein, live mit entsprechender Show kommt der ganze Spa\u00df ja eh viel besser zur Geltung. Wem die neueren Alben zu poppig sind (hey, da covert man die Pet Shop Boys und spielt Disco-Metal&#8230;), f\u00fcr den k\u00f6nnte dieses Album genau das richtige sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Album der aktuellen Woche ist noch gar nicht mal so alt, es kommt gerade mal auf zehn Lenze und ist damit der bislang j\u00fcngste Beitrag zu dieser Reihe.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2956"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2956"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2956\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2957,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2956\/revisions\/2957"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}