{"id":2431,"date":"2019-06-23T14:28:25","date_gmt":"2019-06-23T12:28:25","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=2431"},"modified":"2020-10-21T10:18:27","modified_gmt":"2020-10-21T08:18:27","slug":"hh-hamburger-hektik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2019\/06\/23\/hh-hamburger-hektik\/","title":{"rendered":"HH &#8211; Hamburger Hektik"},"content":{"rendered":"<p>Im sch\u00f6nen S\u00fcden war ja letzte Woche ein Feiertag und dadurch auch einen Br\u00fcckentag. Diesen nutzte ich f\u00fcr einen Kurztrip ans n\u00f6rdliche Ende Deutschlands, weil es da die weltgr\u00f6\u00dfte Modelleisenbahnanlage zu bestaunen gibt. Da war ich zwar vor vier Jahren schon mal, aber inzwischen gibts einen neuen Bauabschnitt zu bewundern.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 20.6.<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund von akutem Feiertag begann der Tag nicht mit einer Busfahrt zum Bahnhof Erlangen, sondern mit einer Taxifahrt zum Bahnhof N\u00fcrnberg. Nachdem der Taxifahrer die richtige Stra\u00dfe gefunden hatte, klappte das dann auch ohne weitere Probleme. Die Fahrt selbst war insofern unterhaltsam, als das der Taxifahrer u.a. den Verkehrsminister Scheuer bescheuert nannte (Stichwort Ausl\u00e4ndermaut) und sich \u00fcber die Bl\u00f6dheit potentieller Fahrg\u00e4ste auslie\u00df. Nuja. In N\u00fcrnberg begann dann die eigentliche Reise, sch\u00f6n mit der Kuh ums Dorf.<\/p>\n<p>Also weniger mit der Kuh ums Dorf als vielmehr mit dem Zug um Mitteldeutschland herum. Ich hatte mir n\u00e4mlich die scenic route ausgesucht, mit dem IC via Frankfurt, Koblenz und Ruhrgebiet nach Hamburg (quasi genauso wie vor vier Jahren, siehe <a href=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2015\/09\/13\/lange-reise-nach-norden\/\">hier<\/a> &#8211; allerdings fuhren wir diesmal von Dortmund \u00fcber Hamm nach M\u00fcnster). Mit dem ICE unter den Kasseler Bergen durchrauschen kann ja jeder, da gibts ja nix zu sehen, und manchmal ist der Weg das Ziel. Ich hingegen wurde gem\u00fctlich in einem fast leeren Wagen durchs Rheintal kutschiert, kam mal wieder am K\u00f6lner Dom vorbei, in Solingen f\u00fcllte sich pl\u00f6tzlich der Zug mit einer gr\u00f6\u00dferen M\u00e4nnertruppe bevor dann schlie\u00dflich auch das sch\u00f6ne Wetter \u00fcber die Wupper ging. Weiter gings dann via Dortmund und M\u00fcnster, bevor ich dann sch\u00f6n am Nachmittag im sonnigen Hamburg eintraf.<\/p>\n<p>Ich musste mit der U-Bahn in Richtung St. Pauli nehmen, hatte mich entsprechend informiert wie und wo und welche Bahn. Was mir als Info fehlte war die Tatsache dass die U-Bahn wegen Bauarbeiten nur einen Teil der Strecke f\u00e4hrt. Aber wer 20 km durchn Wald laufen kann, der schafft auch knapp zwei Kilometer und zottelt dabei einen Koffer hinter sich her. Ich kam somit also ein paar Minuten sp\u00e4ter und mit ein paar mehr gelaufenen Metern als gedacht im Hotel an, aber was solls.<\/p>\n<p>Einen Check-in sp\u00e4ter lief ich dann noch eine Runde Richtung Landungsbr\u00fccken. Wat &#8217;ne Hektik, so mitten im Berufsverkehr. Die Hamburger Autofahrer sind ja mal sowas von gestresst&#8230; absolut unklar. Da wird gehupt, dass es eine Freude ist, und zwischendrin klingeln sich Kampfradler den Weg frei. Zumindest gibts allerlei komische Autos zu sehen, z.B. einen McLaren (der aber auch wie jeder popelige Golf an der roten Ampel steht), pinke Stretch-Limos und andere Kuriosit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Ich lief also von den Landungsbr\u00fccken in Richtung Speicherstadt und suchte mir dann ein gem\u00fctliches Pl\u00e4tzchen an einer gem\u00fctlichen Theke, orderte ein craft beer (lecker) und ein Schnitzel mit Bratkartoffeln (auch lecker), sp\u00fclte das dann noch mit einem Pils runter (nicht wirklich lecker) und marschierte dann den Weg zur\u00fcck den ich gekommen war. Im Hotelzimmer angekommen fiel ich noch gem\u00fctlich in die Badewanne und dann ins Bett, schlie\u00dflich hatte ich f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag noch viel vor.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 21.6.<\/strong><\/p>\n<p>Der Tag begann mit Fr\u00fchst\u00fccksbuffet und Kaffee, und dann gings ziemlich p\u00fcnktlich wieder in Richtung Speicherstadt &#8211; nur echt mit viel Gehupe im morgendlichen Berufsverkehr, unglaublich wie verspannt die an einem Freitag morgen sein k\u00f6nnen. Unterwegs entstanden noch ein paar Bilder von &#8222;Hamburger Hafen am fr\u00fchen Morgen&#8220; noch mit ohne Touristenmassen. Im Miniatur-Wunderland gabs auch noch keine Warteschlange, und ich begann mein ausgedehntes Sightseeing, angefangen beim neuen Bauabschnitt Italien, den ich noch nicht gesehen hatte.<\/p>\n<p>Da gibts dann ungef\u00e4hr 1001 Details zu entdecken, ich hab nat\u00fcrlich nur einen Bruchteil davon gefunden. Da bricht alle paar Minuten der Vesuv aus, die Mafia r\u00fchrt Betonschuhe an, in Vendig gibts Karneval und auf Knopfdruck einst\u00fcrzende Altbauten, in Rom stehen \u00f6chzig Sehensw\u00fcrdigkeiten inkl. Petersdom und Papst (und fu\u00dfballspielenden Kardin\u00e4len und getuntem Papamobil), irgendwo unterhalb der Toskana werden Western gedreht (und irgendeiner hat die Figur von Bud Spencer geklaut, Sakrileg!) und \u00fcberhaupt haben sich die Modellbauer in dem Abschnitt echt selbst \u00fcbertroffen.<\/p>\n<p>Die anderen Abschnitte kannte ich zwar schon, aber beeindruckend und voll mit Easter Eggs sind sie alle, egal obs Homer Simpson im Amerika oder Pippi Langstrumpf in Schweden ist. Inzwischen wars nat\u00fcrlich auch m\u00e4chtig gut besucht, es gibt nat\u00fcrlich auch genug Idioten, die da mit Kinderwagen oder dicken Rucks\u00e4cken herumlaufen. Zum Gl\u00fcck bin ich ja einer von der Sorte der auch aus der zweiten Reihe noch was sehen kann. Nach ungef\u00e4hr sechs Stunden war die Reiz\u00fcberflutung dann komplett, ich war nicht mehr so richtig f\u00e4hig noch mehr Eindr\u00fccke zu verarbeiten.<\/p>\n<p>Zur St\u00e4rkung gabs dann ein Eis und ich lief angesichts bedrohlicher Gewitterwolken erstmal zur\u00fcck ins Hotel und holte noch etwas Schlaf nach. Abends gings dann wieder in Kneipe des Vortags, denn das Bier von gestern l\u00f6scht ja nicht den Durst von heute, und damit war auch dieser Tag gegessen.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 22.6.<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer eher kurzen Nacht gabs ein eher hektisches Fr\u00fchst\u00fcck, weil ich ja noch zum Bahnhof musste und die U-Bahn ja nur einen Teil fuhr. Dachte ich. Tats\u00e4chlich fuhr die U-Bahn n\u00e4mlich gar nicht, weil Wochenendsperrung. K\u00f6nnte man ja kommunizieren&#8230; So stand ich also ein bissl doof da. Aber wenn man bei der Anreise die halbe Strecke zu Fu\u00df gehen kann, kann man eben bei der Abreise auch die ganze Strecke zum Bahnhof laufen, ist ja ein guter Fr\u00fchsport und hatte auch den Vorteil, dass ich nur noch zehn Minuten auf meinen Zug warten brauchte. Aber wirklich brauchen tut man die Hektik auch nicht.<\/p>\n<p>Besagter Zug kam dann auch an, ich suchte mir meinen Platz und wunderte mich nur ein bissl dass es ein Platz im Abteil war, wo es laut Fahrplan im Gro\u00dfraum sein sollte. Das R\u00e4tsel l\u00f6ste sich dann kurz darauf mit einer hanseatisch launischen Ansage: Eigentlich sollte ein ICE 4 fahren, tats\u00e4chlich fuhr ein ICE 1. Der hat rund 100 Pl\u00e4tze weniger, weswegen diverse Leute ihre reservierten Pl\u00e4tze gar nicht finden konnten. Dadurch gabs dann ordentlich Hektik mit &#8222;Fahrg\u00e4ste deren Sitzplatzreservierung nicht passt begeben sich bitte in Wagen x&#8220;. Kommt nat\u00fcrlich gut in einem Zug von Hamburg nach M\u00fcnchen an einem Samstag mit Ferienreiseverkehr. Mir konnte es zum Gl\u00fcck egal sein, und die Sessel im ICE 1 sind ohnehin sehr viel bequemer als die im ICE 4. Die Fahrt ansich war dann wieder ereignislos, zwischen Hannover und G\u00f6ttingen gings wegen Bauarbeiten \u00fcber die alte Strecke (alle zwei Minuten ein G\u00fcterzug in Gegenrichtung), und in G\u00f6ttingen gabs dann nochmal ein Kuriosum &#8211; doppelt reservierte Pl\u00e4tze (also tats\u00e4chlich gleicher Zug mit gleichem Waggon und gleichem Sitzplatz). Da musste dann der Schaffner schlichtend eingreifen.<\/p>\n<p>Und so kam ich schlu\u00dfendlich ohne weitere Probleme wieder daheim an &#8211; und nutze den heutigen Tag f\u00fcr Urlaub vom Urlaub&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im sch\u00f6nen S\u00fcden war ja letzte Woche ein Feiertag und dadurch auch einen Br\u00fcckentag. Diesen nutzte ich f\u00fcr einen Kurztrip ans n\u00f6rdliche Ende Deutschlands, weil es da die weltgr\u00f6\u00dfte Modelleisenbahnanlage zu bestaunen gibt. Da war ich zwar vor vier Jahren schon mal, aber inzwischen gibts einen neuen Bauabschnitt zu bewundern. Donnerstag, 20.6. Aufgrund von akutem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2431"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2431"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2431\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3410,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2431\/revisions\/3410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2431"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2431"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}