{"id":2366,"date":"2018-07-31T21:37:48","date_gmt":"2018-07-31T19:37:48","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=2366"},"modified":"2018-07-31T21:37:48","modified_gmt":"2018-07-31T19:37:48","slug":"urlaub-tag-4-es-geht-bergab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2018\/07\/31\/urlaub-tag-4-es-geht-bergab\/","title":{"rendered":"Urlaub Tag 4: Es geht bergab"},"content":{"rendered":"<p>Die Wanderung des Tages f\u00fchrte unter dem in der \u00dcberschrift dargelegten Motto&#8230; den Berg hinunter. Vorher musste man nat\u00fcrlich den Berg hochfahren, und dann konnte man auch erstmal schicke Aussicht genie\u00dfen, bevor es dann anstrengender wurde. Aber der Reihe nach&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Etappe 1: Grindelwald-Grindelwald Grund (2.1 km, \u219716 m, \u2198221 m)<\/strong><\/p>\n<p>Da steht man fr\u00fch auf und die Berge waren auch schon da&#8230; beleuchtet von einer strahlenden Morgensonne und unterstrichen durch einen ebenso blauen wie wolkenleeren Himmel&#8230; Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck &#8211; das Gedr\u00e4nge und den hei\u00dfen Kampf ums kalte Buffet waren wir ja inzwischen gewohnt &#8211; ging es diesmal ausnahmsweise nicht zum Bahnhof, sondern an selbigem vorbei in Richtung der Talstation der Gondelbahn. Diese f\u00fchrt von Grindelwald Grund hinauf zum M\u00e4nnlichen. Warum der Berg so hei\u00dft wie er hei\u00dft lie\u00df sich nicht abschlie\u00dfend kl\u00e4ren, aber wenn daneben ein Berg namens M\u00f6nch und einer namens Jungfrau in der Gegend herumsteht kommt einem das auch gar nicht mehr so merkw\u00fcrdig vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20180718\/s-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Nach Grindelwald Grund geht es schon mal ordentlich den Berg hinunter, dann am Bahnhof vorbei \u00fcber einen Parkplatz und eine Gro\u00dfbaustelle bis hin zur Gondelbahn. An der Kasse zeigte ich brav unsere unheimlich ung\u00fcnstig gro\u00dfen Tickets vor, daf\u00fcr erhielten wir dann kleine Pappkarten mit Barcodes und ein paar Hustenbonbons, die da irgendwer im Lande des l\u00f6chrigen K\u00e4ses erfunden hatte. Und nur wenige Minuten sp\u00e4ter zw\u00e4ngten wir uns ungelenkerweise in eine schaukelnde kleine Gondel, in der vier Personen gerade so Platz finden (und an der man sich beim Einsteigen gleich erstmal ordentlich den Nischl anhaut).<\/p>\n<p><strong>Etappe 2: Grindelwald Grund-M\u00e4nnlichen (6.1 km, \u21971285 m, \u21980 m)<\/strong><\/p>\n<p>Die Seilbahn auf den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%A4nnlichen\">M\u00e4nnlichen<\/a> war zur Er\u00f6ffnung die l\u00e4ngste Gondelbahn der Welt (behauptet Tante Vicki, und die wei\u00df ja sowieso alles und das meiste davon besser). Man gondelt also eine gute halbe Stunde vor sich hin und kann in der Zeit alles M\u00f6gliche entdecken. Kuhglocken zum Beispiel, komplett mit K\u00fchen dran. Oder murmelnde Murmeltiere. Oder Wiesen voller bunter Alpenblumen in \u00f6chzig Farben und Formen. Und nat\u00fcrlich Berge in Fahrtrichtung links (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lauberhorn\">Lauberhorn<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschuggen_(Berner_Oberland)\">Tschuggen<\/a>), rechts (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Faulhorn\">Faulhorn <\/a>und noch so ein paar andere H\u00f6rner), vorn (M\u00e4nnlichen) und hinten (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wetterhorn\">Wetterhorn<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schreckhorn\">Schreckhorn<\/a> und noch mehr Geh\u00f6rntes) und weiter im Hintergrund nat\u00fcrlich noch Eiger, M\u00f6nch und Jungfrau und so. Also jede Menge gute Aussichten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20180718\/s-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Das Wetter spielte ja hervorragend Mitte, ich bekam schon in der Gondelbahn die Krise weils so warm wurde in der Sonne. Oben angekommen waren zwar nur knapp \u00fcber 10 Grad, aber man musste erstmal auf Sommerbetrieb umstellen und Lichtschutzfaktor auftragen. Damit war man nun ger\u00fcstet zum Hinsetzen und niesen &#8211; Natur genie\u00dfen (frei nach Terence Hill). Vom M\u00e4nnlichen aus hat meinen schicken Rundumblick nicht nur \u00fcber die bereits angesprochenen Berge, sondern nat\u00fcrlich auch ins Lauterbrunnental und die gegen\u00fcber liegenden Berge (also in Richtung Schilthorn &#8211; heute prima zu sehen), Richtung Thunersee und weiter \u00fcber die Nordschweiz bis zum Bodensee (irgendwo im Dunst am Horizont), und irgendwo hinter einem liegt dann Grindelwald im Tal und schaut aus wie eine Modellbahn.<\/p>\n<p><strong>Etappe 3: M\u00e4nnlichen-Wengen (12.2km, \u219733 m, \u2198907 m)<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem wir nun also die Aussichten gen\u00fcgend genossen hatten und auch entsprechende Bildwerke zwecks Dokumentation f\u00fcr die Nachwelt angefertigt hatten ging es nun los mit der eigentlichen Wanderung. Und die f\u00fchrte zun\u00e4chst mal \u00fcber den sogenannten Panoramaweg gem\u00fctlich und quasi topfeben in Richtung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleine_Scheidegg\">Kleine Scheidegg<\/a>. Das sind ungef\u00e4hr 5-6 km und dabei nur ein geringer H\u00f6henunterschied von rund 200 m. Auf diesem sch\u00f6nen ausgetretenen Pfad war auch allerhand Betrieb, eine Busladung Asiaten, die nicht vorw\u00e4rtskamen, weil sie jede Blume x-fach fotoknipsten, diverse j\u00fcngere Wanderer und Wanderinnen (also j\u00fcnger verglichen mit meinen Eltern, nicht mit mir nat\u00fcrlich&#8230;) die entsprechend h\u00f6heres Tempo an den Tag legten, und au\u00dferdem mindestens zwei Hunde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20180718\/s-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>So kamen wir bereits nach kurzer Wanderung mehr oder minder schnell an der Kleinen Scheidegg an &#8211; meine Mutter hing etwas hinterher, weil sie jede Blume einzeln unter die Lupe nehmen musste, egal ob <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rostbl%C3%A4ttrige_Alpenrose\">Alpenrose<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Enziane\">Enzian<\/a> oder was da sonst noch so in der Gegend herumbl\u00fcht. An der Kleinen Scheidegg suchte meine Eltern den Souvenirladen, mein Bruder den Schatten und ich das gar nicht so stille \u00d6rtchen. Anschlie\u00dfend gabs entscheidende Verpflegung in Form von Apfelst\u00fccken, au\u00dferdem war Marscherleichterung angesagt und die langen Hosenbeine wurden abgeschnallt. Nebenbei beguckte man sich mal schon in Ruhe, wie und wo man da am n\u00e4chsten Tag bei der Fahrt zum Jungfraujoch umsteigen w\u00fcrde m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns das in aller Ausf\u00fchrlichkeit angeschaut hatten konnte es weiter abw\u00e4rts gehen. Das n\u00e4chste Ziel war <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wengen_BE\">Wengen<\/a>, bekannt aus Film, Funk und den Wintersport\u00fcbertragungen vom alpinen Abfahrtslauf. Bevor man aber zur Abfahrtsstrecke des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lauberhornrennen\">Lauberhornrennens<\/a> kommt kann man noch einige Kilometer atemberaubendes Alpenpanorama genie\u00dfen &#8211; inklusive Lawinenabgang, den leider nur mein Bruder sah, weil ich wohl gerade woanders hinguckte&#8230; Ganz nebenbei standen dann hier auch mal <span style=\"text-decoration: line-through;\">Pferde aufm Flur<\/span> K\u00fche aufm Weg herum. Die waren aber mehr mit Gras m\u00e4hen besch\u00e4ftigt und lie\u00dfen sich auch durch zweibeinige Rindviecher nicht aus der Ruhe bringen. Die K\u00e4lber h\u00fcpften drei Wiesen weiter auf abgesperrtem Gel\u00e4uf herum und sprangen da herum wie die Gemsen &#8211; kennt man von der norddeutschen Milchkuh so auch nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20180718\/t-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Damit waren wir dann auch schon an dem Abschnitt der Wanderung angekommen, wo man ein kurzes St\u00fcck auf der Strecke der Lauberhornabfahrt unterwegs ist, namentlich von Canadian Corner \u00fcber Kernen-S bis zur Wasserstation. Am Kernen-S wurde erneut pausiert und die sch\u00f6ne Aussicht auf Wengen genossen. Der letzte Teil der Wanderung zog sich dann etwas, zum Einen aufgrund \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Nachmittagshitze, zum Anderen aufgrund steilen Gel\u00e4ufs &#8211; es ging nun in einem fort steil bergab, irgendwie musste man ja von 2100m (Kleine Scheidegg) auf 1200m (Wengen) kommen.<\/p>\n<p>Dies gipfelte in einer Morddrohung meiner Mutter gegen meine Wenigkeit, weil ich so einen schei\u00df steilen Weg ausgesucht hatte, aber wenn ich den ja nicht ausgesucht gehabt h\u00e4tte h\u00e4tte man auch das tolle Bergpanorama nicht gesehen, und au\u00dferdem muss man ja den Eisbecher am Abend auch verdienen und so. Mein Bruder hielt sich mit derartigen Drohungen zur\u00fcck, der war ja auch schon anges\u00e4uert genug, dass ich ihn jede Nacht um den Schlaf brachte, als Retourkutsche dass seine Schnarchnasigkeit mich nicht schlafen lie\u00df.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20180718\/t-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Kurz nach 14 Uhr hatten wir dann Wengen erreicht, ein malerisches kleines Bergdorf, von dem keine Sau was wissen w\u00fcrde, wenn man nicht vor \u00fcber 100 Jahren eine v\u00f6llig hirnrissige Zahnradbahn da lang gebaut h\u00e4tte. Autos gibts da nicht, jeder Reisende muss mit der Bergbahn da hinfahren und dann seine Koffer durch die schmalen Gassen zum jeweiligen Hotel schieben. Wir hatten keine Koffer dabei, wir warteten nur so auf den n\u00e4chsten Zug.<\/p>\n<p><strong>Etappe 4: Wengen-Lauterbrunnen-Zweil\u00fctschinen-Grindelwald (19.3km, \u2197407m, \u2198694m)<\/strong><\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrt nach Grindelwald ist schnell erz\u00e4hlt &#8211; man f\u00e4hrt erst mit der Wengernalpbahn steil den Berg hinunter nach Lauterbrunnen, hat dort perfekten (hey, Schweiz und so) Anschluss Richtung Zweil\u00fctschinen und ab da hatte ich die ganze Reiserei ja schon erl\u00e4utert, weil wir sie am Vortag schon genauso gefahren waren. Damit hatten wir nun an jedem Tag inklusive des Anreisetages die Ansagen zum Thema Aussteigen in BurgLAUenen geh\u00f6rt. Wir waren jedenfalls ganz gut geschafft von der Wanderung.<\/p>\n<p>Letzte Aktion des Tages &#8211; d.h. vorletzte, die letzte war das Abendessen &#8211; war der Kauf von Fahrkarten f\u00fcr die Fahrt zum Jungfraujoch am Folgetag. Da waren mitten in der Woche vier Schalter ge\u00f6ffnet, an denen kompetentes Personal flie\u00dfend in verschiedensten Sprachen parlierte\u00a0 und s\u00e4mtliche noch so dussligen Fragen beantwortete. Und da kauften wir dann vier Fahrkarten und weil sch\u00f6nes Wetter angesagt war und dementsprechend mit gro\u00dfem Andrang zu rechnen war auch noch vier Platzreservierungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20180718\/t-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Danach ging es f\u00fcr mich ans Schreiben von diversen Karten und Urlaubsgr\u00fc\u00dfen, bevor man sich dann den Bauch mit Rumpsteak und Bier f\u00fcllte und das dann noch mit einem Eisbecher kr\u00f6nte. Damit war dann auch dieser Tag geschafft. Am n\u00e4chsten Morgen sollte es dann noch h\u00f6her hinausgehen, aber das wird dann im entsprechenden Bericht erz\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wanderung des Tages f\u00fchrte unter dem in der \u00dcberschrift dargelegten Motto&#8230; den Berg hinunter. Vorher musste man nat\u00fcrlich den Berg hochfahren, und dann konnte man auch erstmal schicke Aussicht genie\u00dfen, bevor es dann anstrengender wurde. Aber der Reihe nach&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2366"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2366"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2366\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}