{"id":2185,"date":"2017-09-04T22:23:02","date_gmt":"2017-09-04T20:23:02","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=2185"},"modified":"2017-09-04T22:23:02","modified_gmt":"2017-09-04T20:23:02","slug":"dieser-tag-war-weiss-gott-hart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2017\/09\/04\/dieser-tag-war-weiss-gott-hart\/","title":{"rendered":"Dieser Tag war wei\u00df Gott hart"},"content":{"rendered":"<p>Halleluja, mir ist endlich (mit freundlicher Unterst\u00fctzung von Otto Waalkes, bei dem ich mir dieses recht d\u00e4mliche Wortspiel ausgeborgt habe (und wer wei\u00df, wo der das ausgeborgt hatte (Klammerbemerkung innerhalb einer Klammerbemerkung, auch nicht schlecht))) ein originellerer Titel eingefallen&#8230; Nach diesem Exkurs in die Untiefen der deutschen Sprache nun also zur eigentlichen Wanderung, die fand wenig \u00fcberraschend in der Schweiz statt und f\u00fchrte mich von G\u00f6schenen nach Erstfeld.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Etappe 1 &#8211; Andermatt &#8211; G\u00f6schenen (4.33 km, \u21978 m, \u2198334 m)<\/strong><\/p>\n<p>Der Tag begann mit einem \u00fcberp\u00fcnktlichen Fr\u00fchst\u00fcck (ich hatte ja am Vorabend gefragt, ob ich 10 Minuten eher zum Futtertrog w\u00fcrde marschieren d\u00fcrfen), so dass ich mich frisch gest\u00e4rkt und voller Tatendrang (im Fr\u00fchtau zu Berge ich zieh, fallera (oder so \u00e4hnlich)) gegen 8:20 Uhr in Richtung Bahnhof marschieren konnte &#8211; das GPS war zu diesem Zeitpunkt bereits eingeschaltet, deswegen tauchen in der \u00dcberschrift auch ungef\u00e4hr 500 m Fu\u00dfweg zus\u00e4tzlich zur Bahnfahrt auf. Die Bahnfahrt nach G\u00f6schenen hinunter hatten wir ja nun schon einige Male, diesmal war allerdings das Wetter deutlich besser. Es gab nur einige wenige Wolken irgendwo hoch oben und weit weg von der Sonne, was fantastische Aussichten ergab. G\u00f6schenen lag zu diesem Zeitpunkt noch im Schatten, das sollte sich aber schnell \u00e4ndern, und es wurde schlie\u00dflich ein hei\u00dfer Sommersonntag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"H\u00f6hendiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170813\/s-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Ich verweilte noch eine runde Viertelstunde am Bahnhof und wartete die Abfahrt des Anschlusszuges Richtung Airolo ab, damit ich schon mal wusste, wohin ich am n\u00e4chsten Tag mit meinem Koffer w\u00fcrde laufen m\u00fcssen &#8211; gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Anschlie\u00dfend begab ich mich gem\u00fctlichen Fu\u00dfes &#8211; ich hatte ja den ganzen Tag Zeit &#8211; auf den Weg. Der Wanderweg, ausgeschildert als ViaGottardo, f\u00fchrt laut Plan auf ungef\u00e4hr 23.5 km hinunter nach Erstfeld, was einen Abstieg von ca. 1100 m hinunter auf ca. 470 m bedeutet. Auf dem H\u00f6hendiagramm des Wanderplans sah das relativ geradlinig bergab aus, dies stellte sich jedoch als grobe Vereinfach der realen Tatsachen dar (und ich Depp bin voll drauf reingefallen&#8230;). Aber sp\u00e4ter mehr dazu.<\/p>\n<p><strong>Etappe 2 &#8211; G\u00f6schenen &#8211; Erstfeld (25.94 km, \u2197714 m, \u21981279 m)<\/strong><\/p>\n<p>Los gings direkt entlang der Bahnstrecke in Richtung des kleinen Dorfes Wassen. Dieses kennt in der Schweiz jedes Kind, und zwar im Zusammenhang mit der Gotthard-Bergstrecke. Diese f\u00fchrt ja dreimal mehr oder weniger direkt dran vorbei, auf drei Ebenen, die alleine schon \u00fcber 200 H\u00f6henmeter unterschied ausmachen. Der Weg war schmal, aber gut ausgebaut und zumindest f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger problemlos begehbar. Witzigerweise ist er auch als Mountainbikestrecke ausgeschildert, aber da gilt der Spruch vom lieben und schieben. Fahren kann man dort h\u00f6chstens in suizidalen Absichten &#8211; man fliegt unweigerlich die B\u00f6schung runter und knallt dann unten entweder auf die Felsen im Flu\u00dfbett der Reuss oder auf der Gotthardautobahn, deren Hintergrundrauschen mich bis weit hinter Wassen begleitete. Das Tal ist ja sehr eng, beiderseits ragen Berge \u00fcber 3000 m in die H\u00f6he, das gibt also recht lautes Rauschen aus verschiedensten Richtungen.<\/p>\n<p>Trotzdem war Wassen nach rund 90 Minuten erreicht, zahlreiche Biker sa\u00dfen dort zum Sonntagsbrunch, bevor es f\u00fcr sie weiter \u00fcber irgendwelche Passstra\u00dfen gehen w\u00fcrde. Vorbei am Bahnhof (an dem nix mehr h\u00e4lt) auf der mittleren der drei Bahn-Ebenen ging es mit sch\u00f6nem Ausblick in Richtung Norden durch den Ort. Am Ortsausgang folgte ein steiler Abstieg bis auf die unterste Ebene, gelegen auf dem Talniveau der Reuss, der der Wanderweg nun weiter folgt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"Steigungsdiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170813\/s-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>N\u00e4chster Punkt der Strecke ist das Wasserkraftwerk Wassen, welches als eines von mehreren der Stromerzeugung f\u00fcr die Gotthardbahn dient. Hier war man nun auch schon voll der immer h\u00f6her steigenden Sonne ausgesetzt, so dass es in der langen Wanderhose zusehends w\u00e4rmer wurde &#8211; eine Jacke hatte ich gar nicht erst angezogen, mir aber daf\u00fcr die Arme mit Sonnenblocker eingecremt (man lernt ja aus dem Fehler vom Vortag). Nach dem Kraftwerk folgt ein kurzer Anstieg hin zum Pfaffensprungfelsen (ja, der hei\u00dft so weil dort der Legende nach ein oder zwei Priester \u00fcber die Reuss gesprungen sein sollen). Die Bahn dreht sich an dieser Stelle einmal im Kreis, um je nach Fahrtrichtung weiter H\u00f6he zu gewinnen bzw. zu verlieren.<\/p>\n<p>Ich stieg hier nun endg\u00fcltig um auf Sommerbetrieb mit kurzer Hose, bevor mich der Wanderweg wieder hinunter ans Ufer der Reuss und dort entlang nach Gurtnellen f\u00fchrte. Es folgte die \u00dcberquerung der Reuss auf einer spektakul\u00e4ren H\u00e4ngebr\u00fccke, gefolgt von zahlreichen Treppenstufen hinauf auf den Hang. Mein Bruder hielt mich derweil dank moderner elektronischer Kommunikationsmittel auf dem Laufenden in Sachen sonnt\u00e4glicher Sportergebnisse. Nat\u00fcrlich gings im Anschlu\u00df wieder den Berg runter, inzwischen war ich ungef\u00e4hr auf der H\u00f6he von Intschi angekommen. Hier unterquert der Weg einen Bach in einem l\u00e4ngeren Tunnel, in dem man als Fu\u00dfg\u00e4nger sogar Licht anschalten kann &#8211; vorbildliche Schweizer Organisation. Vorbei an einzelnen Bauernh\u00e4usern f\u00fchrte nun der Weg durch das sich \u00f6ffnende Reusstal in Richtung Amsteg. Im Hintergrund hatte man den Windg\u00e4llen immer im Blick, von rechts oben knallte die Sonne auf den Hut, und links im Tal rauschte die Autobahn vor sich hin (was dem Deutschlehrer sicherlich die Fu\u00dfn\u00e4gel aufrollt, hier aber explizit als stilistisches Mittel eingesetzt wird, \u00e4tsch).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"Tempodiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170813\/s-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Obwohl man Amsteg schon lange vor sich im Tal liegen sieht, zieht sich der Abstieg ganz sch\u00f6n &#8211; die Wegstrecken t\u00e4uschen im Gebirge kolossal. Nichtsdestoabertrotz war ich irgendwann dort angekommen. Wahrzeichen des Ortes sind zum Einen das gro\u00dfe Wasserkraftwerk und zum Anderen eine hohe Br\u00fccke der Gotthardstrecke, ungef\u00e4hr 100m \u00fcber Ortsniveau. Mittlerweile war es schon nach Mittag, entsprechend voll waren die Lokale. Ich folgte (und das war wie sich herausstellen sollte ein ziemlich d\u00e4mlicher Plan) den Wegweisern des Wanderweges, anstatt einfach dem ebenfalls ausgeschilderten Radweg in Richtung Erstfeld zu folgen. Letzterer f\u00fchrt auf dem Damm der Reuss entlang schnurgerade nach Erstfeld, aber warum einfach wenn man auch schwierig kann&#8230;<\/p>\n<p>Der Fu\u00dfweg f\u00fchrte mich dann n\u00e4mlich irre steil den Berg hinauf bis direkt an die Bahnstrecke &#8211; also mal eben 100 H\u00f6henmeter. Dort machte ich erstmal Pause (ich wei\u00df noch dass es ziemlich genau 14 Uhr war), bevor es (und das war die Stelle wo mir langsam d\u00e4mmerte dass das Bl\u00f6dsinn war) wieder hinunter ging bis an die Stra\u00dfe von Amsteg Richtung Silenen &#8211; also mal eben wieder rund 100 H\u00f6henmeter nach unten. Einziger Effekt (neben der Tatsache dass ich mich ziemlich verausgabt hatte beim Aufstieg)? Ich war halt f\u00fcr ungef\u00e4hr 1-2 km nicht an der Stra\u00dfe langmarschiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"H\u00f6hendiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170813\/t-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Keine zwei Kilometer weiter, noch vor Silenen, erfolgte der n\u00e4chste Aufstieg. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen &#8211; ich hatte schon irgendwas \u00fcber 15 km Fu\u00dfmarsch hinter mir, die Sonne brannte bei knapp 30\u00b0 C, und der Wanderweg schickt einen v\u00f6llig unmotiviert rechts in den Wald, wenn das Ziel eigentlich gradeaus vor einem liegt&#8230; Wie sagte der Typ in dem einen Film so sch\u00f6n: &#8222;Jetzt wirds psychologisch.&#8220; Also k\u00e4mpfte ich mich vorbei an diversen \u00c4ckern und Weiden bis zur Kirche von Silenen. Und dort begann das Spiel noch einmal von vorn. Rechtskurve, den Berg hoch, jeder nur einmal schlappmachen (frei nach dieser englischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monty_Python\">Komikertruppe<\/a>).<\/p>\n<p>Allen Widrigkeiten zum Trotz war dann gegen 14:45 Uhr tats\u00e4chlich das Ziel in Sicht, und laut Wegweiser noch ca. 45 Minuten entfernt. Ich lag also prima in der Zeit und lie\u00df es nun gem\u00fctlicher angehen. Als kr\u00f6nenden Abschlu\u00df der verqueren Wegf\u00fchrung gabs nochmal einen Schlenker \u00fcber eine Wiese, wo ich das korrekte Abbiegen in Ermangelung eines echten Weges verpa\u00dfte &#8211; ein paar umgeknickte Grashalme kann man halt schon mal \u00fcbersehen. Den Umweg kann man auf der Karte vom gestrigen Eintrag auch sch\u00f6n sehen, wenn die blaue Linie mal eben vor Erstfeld noch ein St\u00fcck nach S\u00fcden zackt, bevor ich tats\u00e4chlich den Radweg am Reussufer erreichte, den ich schon in Amsteg h\u00e4tte w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Naja, hinterher ist man immer schlauer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"Steigungsdiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170813\/t-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Die letzten Meter bis zum Bahnhof waren unspektakul\u00e4r, die Sonne hatte sich inzwischen zum Gl\u00fcck hinter ein paar Wolken versteckt. Kurz vor 16 Uhr erreichte ich schlu\u00dfendlich den Bahnhof und hatte nun eine gute halbe Stunde Zeit zum Ausruhen. Also sa\u00df ich im schlecht bel\u00fcfteten Warteraum auf dem Bahnsteig und informierte mich via Smartphone \u00fcber die aktuellsten Ereignisse. Kurz vor halb f\u00fcnf traf der IC (oder IR? nicht so drauf geachtet, auf jeden Fall ein ewig langer Zug) Richtung Z\u00fcrich am Nachbargleis ein, gefolgt von meinem Zug, der aus Richtung G\u00f6schenen ankam. Was nun folgte hatte ich so auch noch nicht gesehen: Der Bahnsteig quoll \u00fcber von Leuten &#8211; Wanderer auf der R\u00fcckkehr vom Sonntagsausflug, Familien auf dem Weg vom Tessin in Richtung Z\u00fcrich, Luzern oder Basel, kurz, die halbe Schweiz schien den Bahnhof zu bev\u00f6lkern. Trotzdem ging das Umsteigen absolut gesittet vonstatten, keiner rannte oder dr\u00e4ngelte, und es gab auch genug Sitzpl\u00e4tze f\u00fcr alle. Und damit ging es nun p\u00fcnktlich wieder den Berg hinauf, vorbei an all den Stellen, die ich vorher entlanggewandert war.<\/p>\n<p><strong>Etappe 3 &#8211; Erstfeld &#8211; G\u00f6schenen (28.85 km, \u2197627 m, \u21981 m)<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man die operativ-taktischen Daten dieser und der vorherigen Etappe vergleicht werden zwei Dinge deutlich: Die Bahn f\u00e4hrt erhebliche Umwege zwecks H\u00f6hengewinnung bei rollreibungsvertr\u00e4glicher Steigung (was f\u00fcr ein Wortunget\u00fcm&#8230;), und der H\u00f6henunterschied beim Wandern war \u00fcber dreimal so hoch wie minimal notwendig. W\u00e4hrend die Wanderung inkl. aller Pausen und Wartezeiten \u00fcber sieben Stunden gedauert hatte, fuhr der Zug nun in nicht mal 30 Minuten den Berg hinauf. Die Sehensw\u00fcrdigkeiten habe ich ja bereits ausf\u00fchrlich beschrieben, also erw\u00e4hne ich mal diverses Videomaterial auf youtube, was sich der geneigte Leser diesbez\u00fcglich reinziehen kann:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Hhed32Pspgs\">F\u00fchrerstandsmitfahrt<\/a> bei schlechtem Wetter von Erstfeld den Berg hinauf<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DU4RSBt6_EU\">F\u00fchrerstandsmitfahrt<\/a> bei sch\u00f6nem Wetter von G\u00f6schenen den Berg hinunter<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U6Bg-Q2oylY\">F\u00fchrerstandsmitfahrt<\/a> von G\u00f6schenen nach Andermatt durch die Sch\u00f6llenenschlucht<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8yL1r3D7deY\">Luftaufnahmen<\/a> der Nordrampe durch eine Drohne<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wR9jxtHR1zw\">Eisenbahnromantik<\/a> zum Thema &#8222;Mythos Gotthard&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Etappe 4 &#8211; G\u00f6schenen &#8211; Andermatt (4.33 km, \u2197334 m, \u21988 m)<\/strong><\/p>\n<p>Etwas kaputt schleppte ich mich in G\u00f6schenen in den Anschlusszug hinauf nach Andermatt, und &#8211; dort kurz nach 17 Uhr angekommen &#8211; schlie\u00dflich zur\u00fcck ins Hotel. Wie auch an den vorherigen Tagen setzte ich mich dann ins Restaurant, vervollst\u00e4ndigte das Reisetagebuch (Kommentar des Hotelchefs: &#8222;Das sieht man heute nur noch ganz selten, toll.&#8220;), verdr\u00fcckte einen Burger und sp\u00fclte mit einem Bier nach. Letzte Amtshandlung des Tages war dann die Nutzung des Hotel-iPads (yay, Schleichwerbung f\u00fcr faule \u00c4pfel) um auf einer einschl\u00e4gig bekannten Videoplattform die Aufzeichnung der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6cISYjA1H6g\">Sportereignisse des Tages<\/a> reinzuziehen &#8211; spektakul\u00e4rer \u00dcberholversuch in der letzten Kurve, genutzt hats nur nix&#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"Tempodiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170813\/t-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Fazit: Die S\u00fcdrampe der Gotthardstrecke ist aus technischer Sicht beeindruckender, die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%B6tschberg-Bergstrecke\">L\u00f6tschberg<\/a>-S\u00fcdrampe bietet die besseren Talblicke, die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berninabahn\">Berninastrecke<\/a> ist spektakul\u00e4rer (von so irrwitzigen Strecken wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnstrecke_Belgrad-Bar\">Belgrad-Bar<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zomZywCAPTA\">F\u00fchrerstandsmitfahrt<\/a> bei youtube) mal ganz zu schweigen) &#8211; aber die Nordrampe der Gotthardstrecke ist allemal eine Reise wert. Einziger Wermutstropfen: Seit der Er\u00f6ffnung des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gotthard-Basistunnel\">Basistunnels<\/a> fahren nur noch Regionalz\u00fcge \u00fcber den Berg, die internationalen Schnellz\u00fcge kacheln mit 200 Sachen die knapp 60 km unterm Berg durch. Das reizt mich als Reisenden mal so gar nicht, denn ich fahre ja Bahn, um Landschaft zu sehen &#8211; Tunnel sehen von innen alle gleich aus, kennst du einen, kennst du alle&#8230; Und nachdem die DB es ja am Vortag hingekriegt hatte, die wichtigste Bahnverbindung zwischen Deutschland und der Schweiz <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tunnel_Rastatt#Gleisabsenkung_im_August_2017\">zu kappen<\/a> (und weil ohnehin Sonntag war), fuhr auch nicht ein einziger G\u00fcterzug auf dieser einstmals so wichtigen Nord-S\u00fcd-Achse. Aber gut, das ist jetzt Meckern auf hohem Niveau.<\/p>\n<p>Damit waren auch schon vier Urlaubstage in Andermatt rum, am n\u00e4chsten Morgen folgte die Abreise in Richtung Interlaken, allerdings mit einem gro\u00dfen Schwenk durchs Tessin bis nach Italien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Halleluja, mir ist endlich (mit freundlicher Unterst\u00fctzung von Otto Waalkes, bei dem ich mir dieses recht d\u00e4mliche Wortspiel ausgeborgt habe (und wer wei\u00df, wo der das ausgeborgt hatte (Klammerbemerkung innerhalb einer Klammerbemerkung, auch nicht schlecht))) ein originellerer Titel eingefallen&#8230; Nach diesem Exkurs in die Untiefen der deutschen Sprache nun also zur eigentlichen Wanderung, die fand [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2185"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2185"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2185\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}