{"id":2167,"date":"2017-09-02T20:49:20","date_gmt":"2017-09-02T18:49:20","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=2167"},"modified":"2017-09-02T20:49:20","modified_gmt":"2017-09-02T18:49:20","slug":"urlaubsbericht-tag-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2017\/09\/02\/urlaubsbericht-tag-3\/","title":{"rendered":"Urlaubsbericht Tag 3"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin nach wie vor recht unkreativ beim Finden von \u00dcberschriften, das soll aber nicht weiter st\u00f6ren. Eine Fahrt mit der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dampfbahn_Furka-Bergstrecke\">Dampfbahn Furka-Bergstrecke<\/a> (DFB, nicht zu verwechseln mit dem Rasenhalma-Verband in Deutschland) stand auf dem Programm des Tages, dazu gabs unvorhergesehene Begegnungen mit einem Hund, Wandern auf den Spuren von James Bond und Sonnenbrand (nicht zwingend in der Reihenfolge). Aber der Reihe nach:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Etappe 0 &#8211; Planung<\/strong><\/p>\n<p>Das Fahren mit der Dampfbahn Furka-Bergstrecke ist gar nicht so einfach. Die Strecke ist \u00fcberhaupt nur 3 Monate im Jahr befahrbar, ansonsten liegt da n\u00e4mlich meterhoch Schnee, der im Fr\u00fchjahr mit Baggern und schwerem Ger\u00e4t wegger\u00e4umt werden mu\u00df. Damit nicht genug, die klappen auf der Strecke zwar nicht die B\u00fcrgersteige hoch, aber daf\u00fcr eine Br\u00fccke ein, weil sie in einer Lawineneinflugschneise steht. Aus eben diesen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung eines Eisenbahnbetriebs eher hinderlichen Gr\u00fcnden wurde in den 1970er Jahren der Furka-Basistunnel gebaut und die Bergstrecke nach dessen Er\u00f6ffnung 1982 stillgelegt. Warum man heute trotzdem dort Fahren kann? Ganz einfach, einige 1000 positiv Bekloppte haben die Strecke in freiwilliger(!) Arbeit saniert, die originalen Dampflokomotiven vom anderen Ende der Welt zur\u00fcckgeholt und f\u00fchren seit 2010 wieder regelm\u00e4\u00dfigen Betrieb in den Sommermonaten durch. Das n\u00f6tigt schon gewaltigen Respekt ab. Der SWR hat in der Reihe Eisenbahnromantik eine <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LYuKEpmt3Qc\">Sendung<\/a> dar\u00fcber gemacht, in der man u.a. auch die Schneemassen sieht, die dort jedes Jahr die Strecke unpassierbar machen.<\/p>\n<p>Damit sind wir nun also beim Planungsteil angekommen &#8211; ich wollte mit dem Dampfzug von Realp aus in Richtung Furkapass fahren. Die Fahrt im Dampfzug muss man reservieren, es gibt auch Z\u00fcge mit Dieselloks, da braucht man nicht reservieren. Ich wollte die Reservierung soweit wie m\u00f6glich aufschieben, damit ich bei einigerma\u00dfen vern\u00fcnftigem Wetter unterwegs sein konnte &#8211; was am Ende nur dazu f\u00fchrte, dass die normative Macht des Faktischen eingriff. Als ich am Vorabend gegen 18 Uhr eine Fahrt reservieren wollte stellte ich fest, dass ich bis 16 Uhr h\u00e4tte reservieren m\u00fcssen, aber es war eh alles ausreserviert, ich h\u00e4tte also sowieso keinen Platz gekriegt. Was also tun? Ganz einfach, eine Stunde eher aufstehen und dann halt von einer Diesellok gezogen werden. Die Landschaft wird davon auch nicht weniger spektakul\u00e4r. Da ich nun auch eine Stunde mehr Zeit f\u00fcrs Wandern hatte, \u00e4nderte ich den Plan dann auch dahingehend, nicht nur bis zum Furkapass, sondern weiter bis zur Westseite zu fahren, und dann \u00fcber den Pass Richtung Osten wandern zu wollen &#8211; unter Ber\u00fccksichtigung des Wetters nat\u00fcrlich. Und damit fiel ich ins Bett.<\/p>\n<p><strong>Etappe 1 &#8211; Bahnfahrt Andermatt-Realp (8.63 km, \u2197111 m, \u219817 m)<\/strong><\/p>\n<p>Ich war p\u00fcnktlichst beim Fr\u00fchst\u00fcck, ich hatte ja nur eine gute halbe Stunde Zeit f\u00fcr Futtern, Kaffee und Fu\u00dfweg zum Bahnhof. Aus diesem Grund wollte ich eigentlich auch direkt vom Fr\u00fchst\u00fcck aus zum Bahnhof gehen und auf den Kaffee verzichten, aber die Hotelchefin \u00fcberschlug sich mit H\u00f6flichkeit und schlug mir stattdessen einen Coffee to go vor, den ich dann schlecht ablehnen konnte. Danach w\u00fcnschte sie mir viel Spa\u00df bei der Tour und ich machte mich zwei Br\u00f6tchen und einen Orangensaft sp\u00e4ter auf den Weg. Am Bahnhof angekommen hatte ich auch den Kaffee intus, und somit konnte der Tag beginnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"H\u00f6hendiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170812\/s-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Das Wetter war immer noch von tiefh\u00e4ngenden Wolken gekennzeichnet, aber es sollte im Lauf des Tages aufklaren. Der Zug rollte gem\u00fctlich in Richtung Realp, was bei der kurzen Strecke ohnehin nur ungef\u00e4hr eine Viertelstunde dauerte, insofern gibts da nix zu berichten. In Realp angekommen war ein Fu\u00dfmarsch von knapp 700m zu absolvieren, da der Bahnhof der DFB etwas abseits neben dem Autoverladeterminal liegt. Letzteres bietet mittels Fahrt durch den Basistunnel eine Alternative zum Befahren der Furkapassstra\u00dfe und ist im Winter die einzige Verbindung zwischen den Kantonen Uri und Wallis.<\/p>\n<p>Dort wollte ich nun erstmal eine Fahrkarte k\u00e4uflich erwerben, wobei sich herausstellte, dass die mit Diesellok bespannten Z\u00fcge f\u00fcr Inhaber einer G\u00e4stekarte (hurra, eine solche hatte ich dabei) kostenlos benutzbar sind. Damit hatte sich das zeitiger aufstehen schon um gut einige Dutzend Franken gelohnt. Ich hab aber trotzdem 20 Franken gespendet, schlie\u00dflich erhalten die da ein technisches Kulturgut allererster G\u00fcte (jedenfalls meiner v\u00f6llig unma\u00dfgeblichen Meinung nach). Au\u00dferdem erwarb ich noch zwei Ansichtskarten, weil sowas zwar altmodisch, aber viel pers\u00f6nlicher als eine e-Mail ist. Anschlie\u00dfend begab ich mich zum Bahnsteig und stellte fest, dass ich einen ganzen Waggon f\u00fcr mich alleine hatte.<\/p>\n<p><strong>Etappe 2 &#8211; Bahnfahrt Realp DFB &#8211; Furka DFB (7 km, \u2197589 m, \u21981 m)<\/strong><\/p>\n<p>Die Fahrt dauerte zwar nur ungef\u00e4hr 40 min, war aber daf\u00fcr extrem spektakul\u00e4r. Die Strecke folgt im ersten Abschnitt bis Tiefenbach dem tief eingeschnittenen engen Reusstal, schl\u00e4ngelt sich durch drei kurze Tunnel und \u00fcber die Steffenbachbr\u00fccke (das ist die, die im Winter eingeklappt wird). Hinter Tiefenbach wird das Tal weiter, B\u00e4ume wachsen auf der H\u00f6he schon lange keine mehr, und ungef\u00e4hr ab dem Steinstafelviadukt waren wir dann wieder in den Wolken angekommen. Das f\u00fchlte sich dann an wie eine Fahrt durch eine unwirtliche Mondlandschaft &#8211; steiniger Boden, nur Gras, in der Ferne das Gebimmel von irgendwelchen K\u00fchen, und irgendwann tauchte dann in einer Wolkenl\u00fccke vor uns der Furkapass auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"Steigungsdiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170812\/s-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>In Anbetracht der Tatsache, dass wir zum Einen eh schon bei ungef\u00e4hr 10 Grad in den Wolken herumfuhren, und zum Anderen weiter oben am Pass noch Schnee lag, \u00e4nderte ich spontan meinen Plan. Eine Pa\u00dfquerung zu Fu\u00df h\u00e4tte bei dem Wetter wenig gebracht, h\u00f6chstens Absturzgefahr und Schnupfenrisiko. Und so entschloss ich mich kurzerhand, an der Station Furka auf 2160 m auszusteigen und zur\u00fcck in Richtung Realp zu wandern.<\/p>\n<p><strong>Etappe 3 &#8211; Wandern Furka DFB &#8211; Andermatt (19 km, \u2197191 m, \u2198838 m)<\/strong><\/p>\n<p>Ich war der einzige Irre, der bei diesem Wetter zu dieser Zeit dort spazieren gehen wollte, und so machte ich mich also dick eingepackt in Pullover und Regenjacke auf den Weg. Die Mondlandschaft auf \u00fcber 2000m H\u00f6he war durch den Regen eher mit einem Moor oder Sumpf zu vergleichen, vom Weg abkommen war also eher ung\u00fcnstig. Selbiger war mehr oder minder gut ausgeschildert in Form von Markierungen an gro\u00dfen Felsbrocken, Trittstufen aus alten Bahnschwellen und stellenweise auch nur durch niedergetrampeltes Gras &#8211; man mu\u00dfte also schon ungef\u00e4hr wissen wohin es geht. Wirklich verlaufen konnte man sich allerdings nicht, auf der einen Seite war die Bahnstrecke, auf der anderen Seite die Reuss, solange man sich zwischen beidem befand war man nicht v\u00f6llig falsch abgebogen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"Tempodiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170812\/s-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Einziger Begleiter hierbei war nur das undefinierte Hintergrundgebimmel zahlloser lila Alpenk\u00fche (vielleicht waren sie auch nicht lila, ich hab sie in den Wolken ja nicht gesehen&#8230;). \u00dcber einige Weideabschnitte marschierte man auch wieder dr\u00fcber, markiert jeweils durch Weidez\u00e4une. So gings best\u00e4ndig leicht bergab. Unterwegs war ein Trupp Fronarbeiter mit Streckenausbesserungen besch\u00e4ftigt, und irgendwann kam ich dann in der N\u00e4he des Steinstafelviaduktes an, und da gings erstmal nicht weiter.<\/p>\n<p>Dort befindet sich ein kleines Geh\u00f6ft eines Bergbauern, und der Weg f\u00fchrt auf einem vielleicht 100m langen Abschnitt \u00fcber seine Weide. Von den Anwohnern war nix zu sehen, einzig der Hofhund (ohne es genau bestimmen zu k\u00f6nnen w\u00fcrde nach dem Studium von Wikipedia von einen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Border_Collie\">Border Collie<\/a> ausgehen) hielt Wache. Dieser musterte mich zun\u00e4chst eingehend, aber als ich dem Weg auch nur einen Schritt weiter folgen wollte, ver\u00e4nderte sich das harmlose Hundegesicht in eine fiese z\u00e4hnefletschende knurrende Grimasse. Was nun? Drumrumlaufen um den Abschnitt ging nicht, der Weg war auch korrekt markiert, ich musste also an dem liebreizenden Vierbeiner vorbei. Also rief ich mal laut in die Runde, ob irgendein anderer Zweibeiner in der N\u00e4he w\u00e4re, gr\u00fc\u00dfte den daraufhin aus der Garage auftauchenden Mann freundlich (entgegen anderslautenden Ger\u00fcchten kann ich freundlich wenn ich will, ich will nur fast nie) und fragte ob er nicht kurz seinen Hund zur\u00fcckpfeifen k\u00f6nnte, weil ich ja nur ein harmloser Wanderer sei. Damit war auch diese Situation entsch\u00e4rft, der Hund gehorchte aufs Wort (halt nur nicht auf meins) und ich konnte anschlie\u00dfend unhelligt meiner Wege ziehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"H\u00f6hendiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170812\/t-h.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Der Weg folgt ab dem Steinstafelviadukt direkt der Bahnstrecke bis hin zur Station Tiefenbach. Ab hier hatte ich nun zwei M\u00f6glichkeiten zum Weiterwandern, eine je Talseite. Hier hatte ich mich gl\u00fccklicherweise vorher informiert und hielt mich auf der s\u00fcdlichen Seite, die wesentlich n\u00e4her an der Bahntrasse verl\u00e4uft. Dazu mu\u00dfte selbige zun\u00e4chst \u00fcberquert werden, und hier hatte ich nun tats\u00e4chlich mal Gl\u00fcck, denn genau zu dem Zeitpunkt kam ein Zug vorbei, so dass ich ein paar Fotos mit Zug und Landschaft machen konnte. Danach ging es kurz und steil nach oben, was auf dem immer noch schlammigen Untergrund gar nicht so einfach war. Ziel der \u00dcbung war das \u00dcberqueren einer Bergzacke, danach ging es weiter relativ gem\u00e4chlich bergab, vorbei an weiteren K\u00fchen (wie die auf dem Untergrund rumlaufen k\u00f6nnen ist mir schleierhaft). Das Wetter klarte nun zusehends auf, die Sicht Richtung Realp wurde bedeutend besser, und sogar einige Fetzen blauen Himmels waren schon zu erkennen.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr auf H\u00f6he der Steffenbachbr\u00fccke hatte sich die Sonne endg\u00fcltig durch die Wolken gek\u00e4mpft, so dass ich noch ein paar sch\u00f6ne Fotos vom Zug im Tal machen konnte. Ungef\u00e4hr an der gleichen Stelle, nur auf der gegen\u00fcberliegenden Seite des Tals, spielte sich \u00fcbrigens im Film Goldfinger die Szene ab, wo James Bond bei einer Pause w\u00e4hrend seiner Verfolgung Goldfingers von Tilly Masterson beschossen wird. Wenige Minuten sp\u00e4ter war ich wieder in Realp angekommen und musste nur noch ein letztes gef\u00e4hrliches Gebiet durchqueren: Gro\u00dfe Warnschilder warnen hier vor tieffliegenden Projektilen, man solle den Bereich daher schnell durchqueren. Nein, das war kein Schie\u00dfstand der Schweizer Armee, sondern ganz simpel ein Golfplatz&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"Steigungsdiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170812\/t-deltah.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Die Uhr zeigte nun etwa 13 Uhr an, was f\u00fcr eine R\u00fcckkehr nach Andermatt per Zug ein bissl arg zeitig war. Also entschlo\u00df ich mich, die ungef\u00e4hr 8km, die ja ohnehin fast eben sind, auch noch zu wandern. Die Sonne schien, es war einigerma\u00dfen windig, was also sollte schiefgehen? Also wandelte ich noch ein gutes St\u00fcck weiter auf den Spuren von James Bond. Nach dem Beschu\u00df am Furkapass verfolgt Bond n\u00e4mlich von Realp aus Richtung Andermatt die Sch\u00fctzin und dr\u00e4ngt sie mit Hilfe seines Aston Martin und dessen eingebauter Gadgets in den Stra\u00dfengraben. Anschlie\u00dfend setzt er sie dann in Andermatt an einer Tankstelle ab. Die Szene gibts auch bei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3RdK51Igeqc\">youtube<\/a>. Und genau die gleiche Strecke hatte ich ja nun vor mir, bis auf den Teil mit der Tankstelle, weil ich auf der anderen Uferseite der Reuss unterwegs sein w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Langer Rede kurzer Sinn, ich spazierte (wandern kann man es in der Ebene nicht wirklich nennen) gem\u00fctlich die Stra\u00dfe entlang, vorbei an einem Steinbruch, einem Schie\u00dfstand (vermutlich von der Schweizer Armee, die \u00fcben regelm\u00e4\u00dfig das Beschie\u00dfen der Berge zum gezielten Ausl\u00f6sen von Lawinen), diversen K\u00fchen (inzwischen schien die Sonne, es war eindeutig erkennbar dass die K\u00fche eher grau statt lila waren) und erreichte somit gegen 14:00 Uhr Hospental. Ab hier f\u00fchrte der Weg direkt an der Reuss entlang und machte dann in Richtung Andermatt aber nochmal ein paar eigentlich unn\u00f6tige Schlenker rund um den dortigen Golfplatz (was dann eine Golfplatzdichte von 2 auf 8 km Fu\u00dfweg ergibt&#8230;).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"Tempodiagramm\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20170812\/t-v.png\" width=\"570\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Der letzte Abschnitt f\u00fchrte mich schlie\u00dflich quer durch Andermatt, vorbei an der Kirche, am Hotel und in den n\u00e4chsten Supermarkt. Frisch ausger\u00fcstet mit Getr\u00e4nken und kohlenhydratreichem Futter f\u00fcr die n\u00e4chste Wanderung landete ich nun endlich gegen 15:45 Uhr im Hotel und unter der Dusche. Beim Blick in den Spiegel stellte ich dann eine gewisse Rotstichigkeit meines Gesichtes fest&#8230; Das hielt mich aber nicht davon ab, abends nach unten in die Bar zu gehen, wo mich die Chefin gleich fragte ob ich einen guten Tag gehabt h\u00e4tte &#8211; die k\u00fcmmern sich echt um ihre G\u00e4ste. Ich verdr\u00fcckte erneut einen Hamburger (warum was anderes probieren wenn man schon etwas wei\u00df was schmeckt?) und sp\u00fclte mit zwei Bier nach. Anschlie\u00dfend fragte ich nach, ob ich am n\u00e4chsten Morgen nicht vielleicht 10 Minuten eher zum Fr\u00fchst\u00fcck kommen k\u00f6nnte, weil ich p\u00fcnktlich Richtung G\u00f6schenen aufbrechen, andererseits aber wenigstens vorher in Ruhe einen Kaffee trinken wollte. Auch das wurde sofort zugesichert und war \u00fcberhaupt kein Problem. So viel Kundenn\u00e4he beeindruckte mich echt.<\/p>\n<p>Fazit: Es war eine sch\u00f6ne Wanderung in beeindruckender Landschaft, der Sonnenbrand war meine eigene Schuld, ich h\u00e4tte ja nur den Hut statt im Rucksack auf dem Kopf tragen brauchen (Anf\u00e4ngerfehler). Das Wetter oben am Pa\u00df war halt nicht zu \u00e4ndern, und die Fahrt mit der Bahn kann ich uneingeschr\u00e4nkt empfehlen. Nun fehlt mir noch die Westseite des Furkapasses hinunter nach Gletsch und Oberwald, die mu\u00df ich dann irgendwann in den n\u00e4chsten Jahren mal auf den Plan schreiben. Die Tour k\u00f6nnte man z.B. auch so machen, dass man die gesamte Bergstrecke abf\u00e4hrt und gar nicht wandert. Oder man wandert an der Westseite, da gibts mit dem Rh\u00f4negletscher auch deutlich mehr zu sehen als auf der doch extrem kargen Ostseite.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin nach wie vor recht unkreativ beim Finden von \u00dcberschriften, das soll aber nicht weiter st\u00f6ren. 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