{"id":1880,"date":"2015-09-08T22:37:28","date_gmt":"2015-09-08T20:37:28","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=1880"},"modified":"2015-09-08T22:37:28","modified_gmt":"2015-09-08T20:37:28","slug":"von-falschen-hosen-und-grossen-eisbechern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2015\/09\/08\/von-falschen-hosen-und-grossen-eisbechern\/","title":{"rendered":"Von falschen Hosen und gro\u00dfen Eisbechern"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag, den 15.8. war eine kleinere Familienfeier aufgrund eines seltenen feiernswerten Ereignisses angesetzt. Dies f\u00fchrte zu schlecht sitzenden Hosen und einem \u00fcberlangen Mittagsschlaf. Und das lief so ab:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Ich hab nix anzuziehen<\/strong><\/p>\n<p>Der Tag begann mit einem einigerma\u00dfen p\u00fcnktlichen Aufstehen im Hotel, um ohne Fr\u00fchst\u00fcck die ca 500m bis zur Wohnung der Gro\u00dfeltern zu laufen. Dort angekommen holte ich das Fr\u00fchst\u00fcck nach und war bereits durchgeschwitzt &#8211; die Temperaturen lagen schon wieder deutlich \u00fcber 20 Grad und die Sonne brannte.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrte zu einer hitzigen Diskussion mit meiner Lieblingsmutter, denn ich wollte gerne f\u00fcr die Feier von Jeans auf kurze Hose wechseln, was vom Familienoberhaupt mit Verweis auf den Anlass strikt abgelehnt wurde. Eine telefonische R\u00fccksprache mit meinem Bruder, dass wir wenigstens einheitlich die falschen Klamotten anziehen w\u00fcrden, scheiterte daran, dass er bis kurz vor Mittag pennte. Als er dann gegen 11 Uhr endlich eintraf, trug er nat\u00fcrlich eine lange Hose und ich war sauer, weil ich nun auch mit der dicken Jeans loslaufen musste&#8230;<\/p>\n<p><strong>Futtern &#8211; nicht wie bei Muttern<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberraschenderweise ging es aber tats\u00e4chlich gar nicht so hei\u00df zu, denn irgendwer hatte ein paar dicke Wolken vor die Sonne gezaubert. Somit erreichten wir eine Fahrt mit der Stra\u00dfenbahn und 150m Fu\u00dfweg \u00fcber den Marktplatz sp\u00e4ter schlie\u00dflich wohlbehalten kurz vor 12 Uhr den Ratskeller. Der sieht nicht nur prima aus, die Speisekarte macht auch ordentlich was her.<\/p>\n<p>Ich entschied mich neben einem gro\u00dfen Bier und einem Glas Sekt f\u00fcr ein Rumpsteak, was die anderen futtern wei\u00df ich nicht mehr, geschmeckt hat es aber allen, insbesondere meinem Vater und mir, denn wir mussten am Ende noch jeweils den halben Teller von Oma und Opa mit verputzen, weil ihnen die Portionen zu gro\u00df waren&#8230; Daf\u00fcr bekamen Mutter und Oma die Tomaten, weil ja jeder eine andere Vollmeise hat \ud83d\ude42<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" alignleft\" title=\"Eisbecher futtern\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.domaratius.de\/blog\/img\/20150815\/eisbecher.jpg\" width=\"350\" height=\"230\" \/><\/p>\n<p>Nachdem wir die ganzen Hauptgerichte nun erfolgreich in uns hineingefuttert hatten ging es noch an den Nachtisch &#8211; wenn schon futtern, dann richtig. Mein Bruder tanzte mit einer Kinderportion Eis in Bienenform aus der Reihe, meine Eltern und ich bestellten jeweils einen gro\u00dfen Eisbecher mit viel Schlagsahne &#8211; und hatten damit dann ganz sch\u00f6n zu tun.<\/p>\n<p><strong>Ich habe etwas anzuziehen<\/strong><\/p>\n<p>Als Ausgleich wurde anschlie\u00dfend sportliche Bet\u00e4tigung festgelegt &#8211; shoppen gehen. Wie eingangs erw\u00e4hnt fehlte mir ja eine Hose, die die L\u00fccke zwischen dicker Jeans und kurzer Sommerhose schlie\u00dfen k\u00f6nnte. Also ging es &#8211; mit meiner Mutter im Schlepptau, oder auch ich unauff\u00e4llig meiner Mutter folgend, so genau war das nicht klar &#8211; in den n\u00e4chstbesten Laden.<\/p>\n<p>Dort wurde das gesamte Angebot umgestochen, nur um festzustellen, dass ich 30kg zu leicht oder alternativ 20cm zu gro\u00df bin. Schlu\u00dfendlich fand eine Mitarbeiterin dann aber doch noch drei Hosen in einer theoretisch passenden Gr\u00f6\u00dfe. Die erste passte nicht \u00fcber meine Schenkel, die zweite rutschte \u00fcberraschenderweise und die dritte sa\u00df bequem, war aber wenige Zentimeter zu lang. Da aller guten Dinge drei sind wurde es dann die dritte Hose, zumal die Zeit knapp war, da drau\u00dfen die m\u00e4nnliche Verwandtschaft ungeduldig wartete.<\/p>\n<p><strong>Rumd\u00f6sen am Nachmittag<\/strong><\/p>\n<p>Nun wurden noch neue R\u00e4tselhefte gekauft, damit der Nachmittag nicht zu langweilig w\u00fcrde, und damit fuhren wir wieder zur\u00fcck. Daheim angekommen warf man sich erst in bequemere Klamotten und dann v\u00f6llig kaputt auf Sofa und Bett f\u00fcr einen ausgedehnten Mittagsschlaf. Dieser wurde von Oma gegen 16 Uhr unterbrochen f\u00fcr Kaffee und Kuchen &#8211; was kein Mensch brauchte, aber wenns schmeckt&#8230;<\/p>\n<p>Es folgte die obligatorische Runde aus Kniffeln und Kartenspielen &#8211; ich war wie \u00fcblich mittelpr\u00e4chtig dabei, was aber zumindest beim Kartenspielen ganz eindeutig am schlechten Vorspieler (in dem Fall meinem Vater) lag, der wiederum auf seine holde Gattin schimpfte, die ihn nicht zur Entfaltung kommen lie\u00df, w\u00e4hrend meine Oma mich wahlweise einen Sargnagel oder eine &#8222;bleede Bemme&#8220; titulierte &#8211; der \u00fcbliche famili\u00e4re Bl\u00f6dsinn beim Kartenspielen eben, den man erlebt haben muss um es zu verstehen.<\/p>\n<p>Irgendwann zwischendurch gab es dann auch noch Abendessen &#8211; ich habe keine Ahnung, wo ich das Schnitzel und die Klopse hingefuttert habe, aber sie wurden irgendwie doch alle. Ziemlich kn\u00fclle lief ich schlu\u00dfendlich zur\u00fcck zum Hotel und warf mich ins Bett, womit ein sch\u00f6ner und sch\u00f6n anstrengender Tag vorbei war. Am n\u00e4chsten Morgen ging es dann zur\u00fcck in den wilden Westen, aber das wird sp\u00e4ter erz\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag, den 15.8. war eine kleinere Familienfeier aufgrund eines seltenen feiernswerten Ereignisses angesetzt. Dies f\u00fchrte zu schlecht sitzenden Hosen und einem \u00fcberlangen Mittagsschlaf. 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