{"id":1831,"date":"2015-08-17T15:04:36","date_gmt":"2015-08-17T13:04:36","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=1831"},"modified":"2015-08-17T15:04:36","modified_gmt":"2015-08-17T13:04:36","slug":"kritische-terminplanungen-und-anderes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2015\/08\/17\/kritische-terminplanungen-und-anderes\/","title":{"rendered":"Kritische Terminplanungen und anderes"},"content":{"rendered":"<p>Zweiter Urlaubstag, zweite gr\u00f6\u00dfere Fahrt mit der Bahn. Aufgrund eines unverschiebbaren Termins musste ich sp\u00e4testens 17 Uhr in G\u00fcsten sein, was dann auch die Planungen beeinflusste&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Tour zwischen G\u00fcsten und Erlangen gibt es ja verschiedenste Wege. Der direkte Weg f\u00fchrt \u00fcber die ICE-Strecke Bamberg &#8211; Jena &#8211; Halle\/Leipzig, Deutschlandpass sei Dank kann man ja aber auch Umwege fahren und Ecken erkunden, die man noch nicht gesehen hat. Urspr\u00fcnglich wollte ich \u00fcber die alte Nord-S\u00fcd-Strecke fahren (W\u00fcrzburg &#8211; Bebra &#8211; G\u00f6ttingen), da gondeln aber nur Bummelz\u00fcge (alle anderen Z\u00fcge sind auf der parallelen Schnellfahrstrecke unterwegs), so dass ich nicht p\u00fcnktlich angekommen w\u00e4re. Eine Tour durch den Th\u00fcringer Wald ging wegen Bauarbeiten auch nicht, und so blieb als letzter Ausweg nur noch das Ziel &#8222;Leipziger Citytunnel komplett durchfahren&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Auf dem Weg nach Nordosten<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ging es auf bereits wohlbekannten Pfaden nach Bamberg und von dort nach Hof. Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schiefe_Ebene_%28Eisenbahn%29\">Schiefe Ebene<\/a> registrierte ich eher so im Vorbeifahren (ist im Triebwagen halt wesentlich unspektakul\u00e4rer als mit Dampflok), und dann stieg ich in den Zug Richtung Dresden. Normalerweise ist das genau die Verbindung, die ich nutze, um nach Chemnitz zu fahren, nur war das halt heute gar nicht das Ziel. Ergo stieg ich bei angenehm warmen Temperaturen kurz vor Mittag in Zwickau aus und vertrat mir eine halbe Stunde die Beine, bevor die &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S-Bahn_Mitteldeutschland\">S-Bahn<\/a>&#8220; angefahren kam.<\/p>\n<p>Die sogenannte &#8222;S-Bahn&#8220;, die sie da im Zusammenhang mit dem Citytunnel ausgeheckt haben, hat ja nix mit einer richtigen(tm) Stadtbahn wie z.B. in Berlin zu tun. Zum einen fahren sie p\u00fcnktlicher, zum anderen werden v\u00f6llig andere Entfernungen und Haltestellenabst\u00e4nde zugrunde gelegt. Da gibt es eine S-Bahn-Linie von Geithain \u00fcber Leipzig nach Hoyerswerda. Oder eine von Zwickau \u00fcber Leipzig nach Halle. Da ist zwischen den genannten St\u00e4dten nix mit Stadt, da ist ja fast nur Pampa. Na jedenfalls war letztgenannte Verbindung denn auch die, in die ich einstieg.<\/p>\n<p><strong>Von Sachsen \u00fcber Th\u00fcringen und nochmal Sachsen nach Sachsen-Anhalt<\/strong><\/p>\n<p>Nun ging es also mit der sogenannten S-Bahn auf direktem Weg Richtung Leipzig. Dazu quert man kurz Th\u00fcringen, namentlich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnhof_G%C3%B6%C3%9Fnitz\">G\u00f6\u00dfnitz<\/a> (mit dem laut Eigenwerbung l\u00e4ngsten Bahnsteig der Bundesrepublik) und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnhof_Altenburg\">Altenburg<\/a> (die \u00fcberhaupt nicht darauf hinweisen, dass <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschichte_des_Skatspiels\">Skat<\/a> relevant ist). Dann folgt der Chemiestandort B\u00f6hlen, und pl\u00f6tzlich gehts nach unten in die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/City-Tunnel_Leipzig\">R\u00f6hre<\/a>. Da h\u00e4lt man dann ein paar Mal, und am Leipziger Hauptbahnhof wechseln quasi alle Fahrg\u00e4ste einmal komplett durch. Und damit war dann auch dieses Ziel mal abgehakt und ich konnte in meiner Karte eine weitere Strecke blau anmalen. Ab Leipzig kenne ich nun die Strecken \u00fcber Halle nach G\u00fcsten in allen Variationen seit meiner Kindheit, bin ich ja auch sp\u00e4ter im Studium xfach abgefahren.<\/p>\n<p>Was mich viel mehr irritierte war die Fahrplanauskunft. Laut Plan sollte ich kurz nach halb drei in Aschersleben ankommen, von dort sind es dann nur noch mal 12 Kilometer bis nach G\u00fcsten, so dass ich Punkt 15 Uhr ankommen w\u00fcrde. Laut Fahrplanauskunft gab es dann zu dieser Verbindung &#8222;weitere Informationen&#8220;. Nachdem ich diese angeklickt hatte (Smartphones sind eben doch manchmal praktisch) stand dort lapidar, dass der Zug von Aschersleben ausf\u00e4llt. Warum zeigen mir die Spinner von der Bahn dann die Verbindung an, wenn der Zug nicht f\u00e4hrt? Da h\u00e4tte ich dann dagestanden wie bestellt und nicht abgeholt, und das 12km vorm Ziel&#8230;<\/p>\n<p>G\u00fcsten hat zwar kein Bahnbetriebswerk, keinen G\u00fcterbahnhof, keine direkte Verbindung nach Berlin und keinen sehenswerten Bahnhof mehr, aber es ist immer noch Kreuzungspunkt zweier Strecken und damit aus vier Richtungen erreichbar. Folgerichtig stieg ich also nicht in Aschersleben aus, sondern bereits vorher in Sandersleben (was auch nur 16 km entfernt von G\u00fcsten ist). Von dort muss der Zug nur einmal \u00fcbern Berg, \u00e4h, H\u00fcgel, und ist da. Bl\u00f6derweise hie\u00df das dann aber auch, dass ich auf diesem Bahnhof eine halbe Stunde in der Sonne stehen und die vergitterten Fenster des leerstehenden Empfangsgeb\u00e4udes angucken konnte. Da f\u00fchlt man sich so richtig empfangen&#8230; Auf jeden Fall kam ich somit aber nur sechs Minuten nach drei in G\u00fcsten an (das Bahnhofsgeb\u00e4ude ist zu meinem Erstaunen noch h\u00e4sslicher geworden&#8230;) und somit war ich p\u00fcnktlich f\u00fcr die relevanten Termine des Tages.<\/p>\n<p><strong>Bitte recht freundlich<\/strong><\/p>\n<p>Der wichtigste Termin des Tages war eine Visite bei der \u00f6rtlichen Fotografin. F\u00fcr eine am Wochenende stattfindende Familienfeierlichkeit sollte ein Familienfoto angefertigt werden, da das letzte Foto bereits 20-25 Jahre auf dem Buckel hat, und sich da inzwischen ja doch einige irrelevante Details ge\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p>Aufgrund der Temperaturen und des Ungeschicks aller Beteiligten (au\u00dfer der Fotografin), oder anders gesagt aufgrund des Geschicks aller vor der Linse befindlichen Personen, im falschen Augenblick zu Blinzeln, wurde das Fotoshooting dann eine eher komplizierte Angelegenheit. Noch komplizierter gestaltete sich dann aber die finale Auswahl des besten Fotos, denn wer die Wahl hat hat die Qual. Nach viel Hin und Her und Vor und Zur\u00fcck war das dann aber auch endlich erledigt und man konnte sich der n\u00e4chsten wichtigen Aufgabe n\u00e4hern: Dem Suchen einer Kneipe.<\/p>\n<p>So wahnsinnig gro\u00df ist die Auswahl ohnehin nicht, dann hatte eine auch noch zu wegen Urlaub, also gingen wir in die andere&#8230; Das Bier lief gut, das Schnitzel schmeckte, und damit war der Tag dann auch vorbei. Am n\u00e4chsten Tag ging es ziemlich mitten in der Nacht wieder weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweiter Urlaubstag, zweite gr\u00f6\u00dfere Fahrt mit der Bahn. 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