{"id":1655,"date":"2014-09-04T18:26:40","date_gmt":"2014-09-04T16:26:40","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=1655"},"modified":"2014-09-04T18:26:40","modified_gmt":"2014-09-04T16:26:40","slug":"im-tiefsten-westen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2014\/09\/04\/im-tiefsten-westen\/","title":{"rendered":"Im tiefsten Westen"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind bei der Urlaubsretrospektive beim Montag angekommen. Da ging es in den allertiefsten Westen, ins Gr\u00fcne und durch zwei St\u00e4dte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Tag begann mit einer gem\u00fctlichen und ebenso langweiligen Fahrt von Koblenz nach K\u00f6ln, wo ich voll in den morgendlichen Berufsverkehr reinkam. Der Zug Richtung <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aachen\">Aachen<\/a> war dennoch relativ leer, zumindest in der ersten Klasse. Die Fahrt verlief ebenfalls v\u00f6llig ereignislos, die Strecke ist auch v\u00f6llig frei von jeglichen H\u00f6hepunkten, bis man nach Aachen reinf\u00e4hrt und aufgrund der Lage der Bahnstrecke einen ganz guten Blick auf die Stadt bekommt.<\/p>\n<p>Sobald man aus dem Bahnhof rauskommt hat sich das mit dem guten Blick aber erledigt, denn dann ging es bergab in Richtung Stadtzentrum. Aachen ist \u00fcberraschend h\u00fcgelig, das macht aber nur wenig aus. Aufgrund der Stadtgeschichte gibt es mindestens zwei wichtige Wahrzeichen aus pr\u00e4historischen Zeiten, n\u00e4mlich den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aachener_Dom\">Dom<\/a> (erstes Weltkulturerbe Deutschlands) und das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aachener_Rathaus\">Rathaus<\/a>. Bl\u00f6derweise ist der Rest der Stadt eher modern, weil Aachen im Zweiten Weltkrieg heftig umk\u00e4mpft war und dementsprechend viel Bausubstanz zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<p>Ich wanderte also durchs Stadtzentrum, \u00e4rgerte mich \u00fcber die schiere Gr\u00f6\u00dfe von Dom und Rathaus (passt \u00fcberhaupt nicht aufs Foto, ist aber \u00e4u\u00dferst beeindruckend) und \u00fcber japanische Touristengruppen, die das Museum \u00fcber <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_der_Gro%C3%9Fe\">Karl den Gro\u00dfen<\/a> bereits vor Beginn der \u00d6ffnungszeiten belagern. Dass eben jener vor 1200 Jahren starb und die Stadt deswegen das Karlsjahr ausgerufen hat macht die Sache nicht besser&#8230;<\/p>\n<p>Besser gings mir aber sehr pl\u00f6tzlich, als ich um die Ecke kam und Lebkuchenduft schnupperte. Dieser kam aus einen Geschenkeladen, der ausschlie\u00dflich <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aachener_Printen\">Printen<\/a> verkauft. Da musste ich dann spontan mal zuschlagen. Derart ausger\u00fcstet mit einem vollen Rucksack ging es dann bereits zur\u00fcck in Richtung Bahnhof. Unterwegs sah ich zum ersten Mal den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mercedes-Benz_CapaCity\">Mercedes CapaCity<\/a> in freier Wildbahn. Der ebenfalls in Aachen eingesetzte Doppelgelenkbus von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/VanHool_AGG_300\">Van Hool<\/a> fuhr mir hingegen nicht \u00fcber den Weg.<\/p>\n<p>Wenn man am westlichen Ende von Deutschland ist kann es eigentlich nur in Richtung Osten weitergehen. Das bedeutete dass ich die gleiche Strecke nach K\u00f6ln zur\u00fcckfuhr, auf der ich auch gekommen war, was nicht so wirklich spannend war. Daf\u00fcr dauert die Fahrt aber auch nur rund eine Stunde. Weiter ging es in s\u00fcdwestlicher Richtung, n\u00e4mlich auf der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnstrecke_H%C3%BCrth-Kalscheuren%E2%80%93Ehrang\">Eifelstrecke<\/a> \u00fcber Euskirchen, Gerolstein und weiter in Richtung Trier. Bis Euskirchen ist das alles mehr oder minder Flachland, interessant wird es dahinter, denn da geht es dann ins H\u00fcgelland der Eifel. Das bis dahin recht sch\u00f6ne Wetter fiel ein wenig in sich zusammen, daf\u00fcr gab es links und rechts jetzt viel Landschaft zu sehen, so mit H\u00fcgeln und B\u00e4umen und Radfahrern und so.<\/p>\n<p>Die Fahrt endete f\u00fcr mich in Ehrang, kurz vor Trier. Dort trifft die Eifelstrecke auf die Moselstrecke, was in fr\u00fcheren Zeiten dazu f\u00fchrte, dass Ehrang ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt war, mit G\u00fcterbahnhof und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnbetriebswerk\">Bw<\/a> und allem Drum und Dran. Mit dem technischen Fortschritt und der Elektrifizierung der Moselstrecke wurde die Lokomotivunterhaltung nach und nach aufgegeben, \u00fcbrig blieben ein mit Graffiti verziertes Empfangsgeb\u00e4ude, eine versiffte Unterf\u00fchrung und ein paar G\u00fctergleise. Zum Gl\u00fcck musste ich in dieser depressiven Tristesse nur knapp 10 Minuten ausharren, bis mich der n\u00e4chste Bummelzug entlang der Mosel zur\u00fcck nach Koblenz kutschierte. Hier kam nun wieder die Sonne raus, was ich zum Knipsen von Fotos aus dem Zug heraus nutzte, wobei in erster Linie aber wohl die verdreckte Seitenscheibe zu sehen ist&#8230;<\/p>\n<p>So war ich bereits kurz nach 17 Uhr zur\u00fcck in Koblenz, das Wetter war noch ganz gut, so dass ich mich noch durch die Koblenzer Altstadt k\u00e4mpfte und ein paar Ecken anschaute, an denen ich vorher noch nicht vorbeigekommen war. Damit war der Tag dann auch beendet, und es w\u00fcrde nur noch ein weiterer in Koblenz folgen, und an diesem w\u00fcrde ich nicht mal mit der Bahn unterwegs sein&#8230; Mehr dazu im n\u00e4chsten Bericht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind bei der Urlaubsretrospektive beim Montag angekommen. 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