{"id":1632,"date":"2014-08-28T16:22:17","date_gmt":"2014-08-28T14:22:17","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=1632"},"modified":"2014-08-28T16:22:17","modified_gmt":"2014-08-28T14:22:17","slug":"viele-fahren-nach-duesseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2014\/08\/28\/viele-fahren-nach-duesseldorf\/","title":{"rendered":"Viele fahren nach D\u00fcsseldorf, &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;einer f\u00e4hrt nach K\u00f6ln. Und dieser eine war ich. Da im Rahmen meines Urlaubes aber der Weg das Ziel sein sollte, ging die Tour ziemlich mit der Kuh ums Dorf, bevor ich dann nachmittags in K\u00f6ln ankam. Aber der Reihe nach:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Tag begann mit dem Fr\u00fchst\u00fccksbuffet im Hotel und einem Spaziergang zum Bahnhof bzw. zur daneben befindlichen Post zwecks Loswerden von Kleingeld am Briefmarkenautomaten. Danach bestieg ich den Zug in Richtung Gie\u00dfen via Limburg und Wetzlar. Dieser setzte sich auch p\u00fcnktlich in Bewegung und schaukelte mich als erstes \u00fcber den Rhein nach Niederlahnstein und anschlie\u00dfend auf die Lahntalbahn.<\/p>\n<p>Diese ist Teil der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanonenbahn\">Kanonenbahn<\/a> (genau jene welche anno 1879 auch G\u00fcsten zum gro\u00dfen Eisenbahnknoten machte) und f\u00fchrt immer an der Lahn entlang vorbei an so illustren Orten wie <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bad_Ems\">Bad Ems<\/a> (das ist das mit der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Emser_Depesche\">Emser Depesche<\/a>) oder <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Limburg_an_der_Lahn\">Limburg<\/a>. Landschaftlich ist das sehr reizvoll (viele Br\u00fccken, Tunnel und Landschaft sowieso), eisenbahntechnisch ist es ebenfalls interessant (da stehen noch <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Formsignal\">Formsignale<\/a>). Nur das Wetter war nach wie vor zum Weglaufen bzw. Wegfahren.<\/p>\n<p>In Gie\u00dfen angekommen trat ich ein wenig ziellos auf dem Bahnhof herum (ich hatte ja etwas Zeit zum Umsteigen) und stellte dabei fest, dass dort akutes Wochenende an der Uni auszubrechen schien, gemessen an der Zahl der StudentInnen (oder wie auch immer man das jetzt gendertheoretisch richtig schreiben soll) welche den Bahnhof bev\u00f6lkerten und Richtung Frankfurt wollten.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ging es in die entgegengesetzte Richtung weiter, zun\u00e4chst ein St\u00fcck zur\u00fcck bis nach Wetzlar, von dort dann abzweigend nach Norden in Richtung Siegen. Ab dort wurde das Gel\u00e4nde h\u00fcgeliger, au\u00dferdem hatte es endlich aufgeh\u00f6rt mit regnen. Weiter ging es durchs Sauerland in Richtung Ruhrgebiet.<\/p>\n<p>Zwischendrin gab es hier kurz Aufregung beim Zugpersonal: Ein \u00e4lterer Mann sa\u00df nicht ansprechbar im Zug. Das Personal hat in so einem Fall den Notarzt zum n\u00e4chsten Bahnhof zu bestellen, damit m\u00f6glichst schnell Hilfe geleistet werden kann. Dies wurde auch getan, in Plettenberg wurde der Mann von zwei Sanis aus dem Zug getragen und am Bahnsteig not\u00e4rztlich versorgt. Das letzte was ich bei der Abfahrt noch gesehen habe war wie einer der Sanis den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Defibrillator\">Defibrillator<\/a> klargemacht hat&#8230; Das war also definitiv etwas ernstes.<\/p>\n<p>Der Zug erreichte aufgrund dieser Episode Hagen mit etwas Versp\u00e4tung, was aber f\u00fcr den weiteren Verlauf der Reise irrelevant war. Hagen liegt am S\u00fcdwestende des Ruhrgebiets, und das merkt man auch: Aus den H\u00fcgeln des Sauerlands kommt man heraus ins Flachland und pl\u00f6tzlich stehen links und rechts Fabriken und Schornsteine und G\u00fctergleise herum. Von Hagen aus ging es weiter im ICE \u00fcber Wuppertal (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wuppertaler_Schwebebahn\">Schwebebahn<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Lottogewinner\">Papstboutique<\/a>) und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Solingen\">Solingen<\/a> (Ansichtskarten aus dieser sch\u00f6nen Stadt benutzte schon Terence Hill zum <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zwei_Himmelhunde_auf_dem_Weg_zur_H%C3%B6lle\">Zerteilen einer Melone<\/a> &#8211; aber den versteht bestimmt wieder nur mein Lieblingsbruder).<\/p>\n<p>Auf jeden Fall kam ich am Nachmittag nach einer langsamen Fahrt \u00fcber die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hohenzollernbr%C3%BCcke\">Hohenzollernbr\u00fccke<\/a> am K\u00f6lner Hauptbahnhof an. Inzwischen traute sich auch die Sonne zwischen den Wolken hervor, so dass ich mich touristenmassenm\u00e4\u00dfig einmal um den K\u00f6lner Dom schieben lassen konnte. Das war mir dann aber schnell zu doof, so dass ich anschlie\u00dfend eher am Rhein entlang schlenderte und schlie\u00dflich den Weg durch die von Menschenmassen bev\u00f6lkerte Fu\u00dfg\u00e4ngerzone zur\u00fcck zur Hohenzollernbr\u00fccke suchte. Diese hat an beiden Seiten Rad- und Fu\u00dfwege und bietet eine hervorragende Sicht auf die K\u00f6lner Altstadt. Also \u00fcberquerte ich zweimal den Rhein, auf jeder Seite der Br\u00fccke einmal. Mehr Eisenbahn pro Minute geht kaum, ebenso wie mehr Vorh\u00e4ngeschl\u00f6sser pro Quadratmeter &#8211; die S\u00fcdseite der Br\u00fccke ist vollst\u00e4ndig zugeh\u00e4ngt. Wenns der Haltbarkeit der Liebe hilft&#8230;<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend hatte ich noch ein paar Minuten um mir am Bahnhof noch eine Kleinigkeit zum Essen und eine Flasche Wasser zu kaufen, bevor ich den IC zur\u00fcck nach Koblenz bestieg. Hier hatte ich jetzt zwar einen Fensterplatz auf der richtigen Seite, allein ich stellte schnell fest, dass die Linke Rheinstrecke n\u00f6rdlich von Koblenz dann doch eher langweilig ist. Man sieht halt viel Industrie rund um K\u00f6ln, man durchquert Bonn (was nicht wirklich spannend ist) und sieht die \u00dcberreste (sprich Reste der Br\u00fcckenpfeiler) der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ludendorff-Br%C3%BCcke\">Br\u00fccke von Remagen<\/a>. Das Wetter fiel derweil auch wieder in sich zusammen, so dass ich nach der Ankunft in Koblenz umgehend das Hotel aufsuchte und Pl\u00e4ne f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag schmiedete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;einer f\u00e4hrt nach K\u00f6ln. Und dieser eine war ich. Da im Rahmen meines Urlaubes aber der Weg das Ziel sein sollte, ging die Tour ziemlich mit der Kuh ums Dorf, bevor ich dann nachmittags in K\u00f6ln ankam. Aber der Reihe nach:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1632"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1632"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1632\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}