{"id":1550,"date":"2014-06-26T21:58:57","date_gmt":"2014-06-26T19:58:57","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=1550"},"modified":"2014-06-26T21:58:57","modified_gmt":"2014-06-26T19:58:57","slug":"heute-hier-morgen-dort-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2014\/06\/26\/heute-hier-morgen-dort-teil-3\/","title":{"rendered":"Heute hier, morgen dort (Teil 3)"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem gestern das Wetter nur zum daheimbleiben und Muskelkater pflegen taugte, war ich heute wieder auf Achse. Nachdem es bisher nur um Burgen und Schl\u00f6sser ging, waren heute Museen angesagt.<!--more--><\/p>\n<p>Die fraglichen Museen sind das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Museum_f%C3%BCr_Naturkunde_%28Berlin%29\">Naturkundemuseum<\/a> und das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsches_Historisches_Museum\">Deutsche Historische Museum<\/a>, zu finden jeweils in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berlin\">Berlin<\/a>. Das eine liegt einen guten Kilometer n\u00f6rdlich vom <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnhof_Berlin_Friedrichstra%C3%9Fe\">Bahnhof Friedrichstra\u00dfe<\/a>, das andere einen knappen Kilometer \u00f6stlich. Somit war der Tagesplan festgelegt. Der Tag begann am fr\u00fchen Morgen mit einer Autofahrt nach Magdeburg (schon praktisch, wenn man einfach mitgenommen werden kann). Die eigentliche Zugfahrt hab ich gr\u00f6\u00dftenteils verpennt, die Strecke kenn ich ja aber eh schon seit 15 Jahren.<\/p>\n<p>In Berlin angekommen gings weiter mit der U-Bahn zum Naturkundemuseum. Da wurde ich dann erstmal bl\u00f6d angequatscht von einer typisch Berliner Kodderschnauze: &#8222;Ach, sie wollen hier rein? Na dann wollen wir doch mal gucken ob das geht&#8230;&#8220; Einen Blick auf die Eintrittskarte sp\u00e4ter hatte sich das dann aber auch gekl\u00e4rt und ich stand im ersten Raum &#8211; direkt vor dem Unterschenkelknochen eines Sauriers. Der war ungef\u00e4hr so hoch wie ich, und oben dran war dann nicht nur ein Oberschenkelknochen, sondern ein Becken, und Rippen, und Halswirbel, und irgendwo unterm Dach war dann auch ein Sch\u00e4del zu erkennen. Nachdem ich mein Genick wieder eingerenkt hatte fiel mein Blick dann auch auf die Beschreibung &#8211; &#8222;Weltgr\u00f6\u00dftes aufgebautes und ausgestelltes Saurierskelett&#8220; &#8211; 12m hoch und auch ungef\u00e4hr genauso lang. M\u00e4chtig beeindruckend, wenn man sich \u00fcberlegt, dass so ein Viech ein Lebendgewicht um die 50t gehabt haben soll.<\/p>\n<p>In den anderen Ausstellungsteilen gings dann um weniger \u00fcbergro\u00dfe und nicht ganz so ausgestorbene Tiere &#8211; man kann dort zahllose Pr\u00e4parate bestaunen, unter anderem von einheimischen V\u00f6geln, die man sonst immer nur h\u00f6rt, aber nicht sieht. Gut, daf\u00fcr hat man sie dort jetzt gesehen, aber nicht geh\u00f6rt, weswegen mir immer noch nicht klar ist, welches d\u00e4mliche Singvogelgeschwader meinem Nachtschlaf abtr\u00e4glich ist&#8230;<\/p>\n<p>Der letzte Raum enthielt nix au\u00dfer Steinen &#8211; eine fette Mineraliensammlung. Da gibts dann alle m\u00f6glichen Sorten Quarze und Saphire und Smaragde und 125kg gediegenes Kupfer und jede Menge andere interessante Steinchen. Vor allem rannten in diesem Raum keine kleinen Kinder rum und spielten Haschen &#8211; was man halt in einem Museum so macht, wenn man als Schulklasse der Grundschule da ist und keinen Bock auf Museum hat&#8230; Gegen halb ein Uhr nachmittags hatte ich dann alles gesehen und machte mich auf den Weg zum Historischen Museum.<\/p>\n<p>Dieses ist im ehemaligen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zeughaus_Berlin\">Zeughaus<\/a> untergebracht, was sich wiederum <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unter_den_Linden\">Unter den Linden<\/a> befindet, neben der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Museumsinsel_%28Berlin%29\">Museumsinsel<\/a>. Da k\u00e4mpft man sich zuerst mal durch Massen von Touristen durch, muss dann gucken, dass man den Eingang findet, weil \u00fcberall ringsrum nur Baustellen sind. Das Zeughaus selbst ist eher d\u00fcster (Fenster waren damals scheinbar noch nicht so Mode). Das Personal \u00fcberschlug sich nicht unbedingt mit Freundlichkeit, so dass ich die Ausstellung am falschen Ende betrat &#8211; quasi die Geschichte von hinten nach vorn &#8211; von 1989 aus bis ins Jahr 1919. Noch weiter zur\u00fcck in der Zeit gings dank Zeitmangel dann nicht mehr, zumal auch hier st\u00e4ndig irgendwelche F\u00fchrungen mit mehr oder minder interessierten Schulklassen unterwegs waren, was das Anschauen der Ausstellungsst\u00fccke ziemlich verkomplizierte.<\/p>\n<p>Man kann zusammenfassend festhalten, dass man sich f\u00fcr das Deutsche Historische Museum einen ganzen Tag Zeit nehmen m\u00fcsste, damit man wirklich in Ruhe mal alles angucken kann &#8211; interessante Ausstellungsst\u00fccke gibts genug, von Teilen der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berliner_Mauer\">Berliner Mauer<\/a> \u00fcber zeitgen\u00f6ssische Presseausschnitte, Uniformen, Ausweisen und Wahlplakaten. Ich hatte am Ende gerade noch Zeit f\u00fcr die Sonderausstellung zum <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Weltkrieg\">Ersten Weltkrieg<\/a>, auch hier gingen mir diverse Schulklassen und die generelle Dunkelheit der Ausstellungsr\u00e4ume auf den Senkel &#8211; wenn man die Beschreibung der Ausstellungsst\u00fccke nicht richtig lesen kann bringt die ganze Ausstellung halt relativ wenig.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall machte ich mich dann auf den Fu\u00dfweg zum Alex, g\u00f6nnte mir eine Bratwurst vom mobilen Bratwurstbrater (f\u00fcr 1.35, daf\u00fcr halt nicht th\u00fcringisch angerostet) und enterte kurz nach vier den Zug zur\u00fcck Richtung Magdeburg. Damit kam ich voll in den Berufsverkehr rein, und da ist dann sogar die erste Klasse bis auf den letzten Platz gef\u00fcllt. Insofern war ich froh, schon am Alex eingestiegen zu sein und nicht erst am Bahnhof Friedrichstra\u00dfe. Allerdings erledigte sich das Problem dann sukzessive, da die Berufspendler bis Brandenburg ausgestiegen waren.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>335,865 km Bahn gefahren, Berliner Museen besucht<\/p>\n<p><strong>Positiv<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>gro\u00dfe Saurier\u00fcberreste gesehen<\/li>\n<li>prima Wetter, geregnet hats erst als ich wieder weg war<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Negativ<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Schulklassen in Museen<\/li>\n<li>nicht genug Zeit um alle Ausstellungen anzugucken<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem gestern das Wetter nur zum daheimbleiben und Muskelkater pflegen taugte, war ich heute wieder auf Achse. 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