{"id":1383,"date":"2013-05-14T21:04:12","date_gmt":"2013-05-14T20:04:12","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=1383"},"modified":"2013-05-14T21:04:12","modified_gmt":"2013-05-14T20:04:12","slug":"urlaubsnachlese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2013\/05\/14\/urlaubsnachlese\/","title":{"rendered":"Urlaubsnachlese"},"content":{"rendered":"<p>Der Uwe war &#8211; man glaubt es kaum &#8211; im Urlaub. Diesmal ging es gar nicht mal so weit weg, n\u00e4mlich nur ins tiefste Tal der Ahnungslosen. Auch da kann man einiges erleben.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Freitag, 26.4.2013 &#8211; Anreise<\/strong><\/p>\n<p>Der Urlaub begann mit einer Bahnreise vom sch\u00f6nen Erlangen ins ungef\u00e4hr genau so sch\u00f6ne Leipzig. Gut, an diesem Tage gewann Erlangen diesen Vergleich deutlich, denn da hatte es Sonne und M\u00e4dels mit kurzen R\u00f6cken, in Leipzig gabs nur Regen und alte Omas mit Regenschirm, die von der Butterfahrt zur\u00fcckkamen. Zwischendrin war noch eine ereignislose Reise im ICE dran, w\u00e4hrend der mich mein Vater anrief, dass er mich nicht p\u00fcnktlich w\u00fcrde abholen k\u00f6nnen. Damit war das Warteprogramm auch gekl\u00e4rt: Bratwurst an Gleis 9, dann Buchladen, dann Saturn (die neue Deep Purple abgreifen).<\/p>\n<p>Danach hie\u00df es warten auf die Abholung, was dann mit nur einer Stunde Versp\u00e4tung auch klappte. Nun hie\u00df das Programm: Die A14 nach S\u00fcden, dann ein St\u00fcck A4, gefolgt von der A17 und B172 nach Pirna, von dort \u00fcber schmale Nebenstra\u00dfen an der Bastei vorbei ins sch\u00f6ne <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polenz_%28Fluss%29\">Polenztal<\/a>. Um da ranzukommen darf man erstmal kr\u00e4ftig am Lenkrad kurbeln (erstens um in den Serpentinen auf der Stra\u00dfe zu bleiben und zweitens um den Freunden der schr\u00e4gen Kurvenlage auszuweichen, die besagte Serpentinen nutzen, um ihrem Motorrad die Sporen zu geben &#8211; tats\u00e4chlich war das in den 1930er Jahren Teil einer <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschlandring\">Rennstrecke<\/a>). Unten angekommen wartet dann die <a href=\"http:\/\/www.polenztal.de\/\">Pension<\/a>.<\/p>\n<p>Nach dem Verstauen s\u00e4mtlichen Gep\u00e4cks hie\u00df die letzte Aufgabe des Tages &#8222;Qual der Wahl&#8220;, n\u00e4mlich auf der Speisekarte. Gew\u00e4hlt wurde Variante 08\/15, die es in der Kantine bei uns nicht gibt: Schnipo mit Kaisergem\u00fcse in der Geschmacksrichtung superlecker. Danach stellte ich nur noch fest, dass man dort tats\u00e4chlich im Tal der Ahnungslosen ist, Empfang f\u00fcr Handy oder W-Lan ist quasi nicht vorhanden. Immerhin f\u00fchrte das zu einer entspannten Nachtruhe mit Flie\u00dfgew\u00e4sserrauschen als Hintergrundbeschallung.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 27.4.2013 &#8211; Hockstein, Bastei, Rathen<\/strong><\/p>\n<p>Nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck hie\u00df es nun Wanderstiefel schn\u00fcren. F\u00fcr meine Wanderstiefel war dies der erste echte Einsatz, ich war entsprechend gespannt. Los ging es bei nieseligem Mistwetter mit einem kurzen und daf\u00fcr heftigen Anstieg zum Hockstein, von wo aus man eine sch\u00f6ne Aussicht \u00fcber das Tal gehabt h\u00e4tte, wenn man mehr als nur Wolken h\u00e4tte sehen k\u00f6nnen. Somit ging es direkt weiter in Richtung Bastei, wo auch bei diesem Wetter viel zu viele Leute unterwegs waren. Somit belie\u00dfen wir es beim obligatorischen Beweisfoto &#8222;Uwe vor einfarbig himmelsgrauem Hintergrund&#8220; und stiegen hinab gen Rathen. Dort wurde kurz pausiert, bevor es \u00fcber den Ziegenr\u00fccken zur\u00fcck ins Polenztal ging, wo wir p\u00fcnktlich zum Kaffeetrinken in der Pension einliefen.<\/p>\n<p>Meine F\u00fc\u00dfe hatten die Wanderung \u00fcberraschend gut \u00fcberstanden, die Eierschecke schmeckte ebenfalls ausgezeichnet, anschlie\u00dfend war Verdauungsschlaf bis zum Abendessen angesagt. Der Abwechslung halber gab es diesmal Cordon Bleu mit Kroketten und Kaisergem\u00fcse &#8211; auch sehr lecker. Der Abend wurde mit einer Runde Mau Mau und einem unspektakul\u00e4ren zweiten Platz beendet.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 28.4.2013 &#8211; Hohnstein, Waitzdorf, Brandaussicht<\/strong><\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Wanderung war etwas anspruchsvoller: Zun\u00e4chst ging es \u00fcber den Schindergraben nach oben in Richtung Hohnstein, von dort entgegen dem Uhrzeigersinn um Hohnstein herum in Richtung Waitzdorf, was in erster Linie hie\u00df, dass man erstmal wieder ins Tal musste, dort eine Stra\u00dfe \u00fcberquerte und dann wieder auf der anderen Seite den Berg hinauf traben konnte. Bis hierhin war das Wetter recht bescheiden, k\u00fchl und leicht regnerisch.<\/p>\n<p>Gegen Mittag wurde es besser, so kam ab dem Aussichtspunkt bei Waitzdorf tats\u00e4chlich die Sonne hervor. Wir stiegen nun gef\u00fchlte 1000 Treppenstufen hinab in den Tiefen Grund, nur um dann auf der anderen Stra\u00dfenseite die 867 Stufen zur Brandaussicht in Angriff zu nehmen. Aussicht gabs Wetter sei Dank tats\u00e4chlich zumindest rudiment\u00e4r, ebenso gabs ja noch die Aussicht auf ein St\u00fcck Eierschecke nach Ende der Wanderung, welches nach dem Abstieg durch den Schulzengrund und einer Wanderung entlang der Polenz erreicht war.<\/p>\n<p>Der Rest des Tages ging mit Postkarten schreiben und Abendessen (Steak mit Pommes und Kr\u00e4uterbutter plus ein Nu\u00dfeisbecher) drauf, wobei der Wetterbericht nicht viel Gutes verhie\u00df.<\/p>\n<p><strong>Montag, 29.4.2013 &#8211; Pirna, Barockgarten Gro\u00dfsedlitz<\/strong><\/p>\n<p>An Wandern war dank Dauerregen nicht zu denken, daher ging es nach dem Fr\u00fchst\u00fcck zun\u00e4chst nach Pirna. Dort wurde erstmal geshoppt, um ein paar L\u00fccken im Bestand an Wanderbekleidung zu f\u00fcllen. Danach sah das Wetter schon etwas trockener aus, so dass wir uns zu einem Stadtbummel durch die Innenstadt Pirnas entschlossen. Gut, so wahnsinnig viel gibts da dann auch nicht zu sehen, aber nett schauts schon aus. Den Nachmittag verbrachten wir dann im <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Barockgarten_Gro%C3%9Fsedlitz\">Barockgarten Gro\u00dfsedlitz<\/a>, der irgendwie so aussehen soll wie der k\u00f6nigliche Park von Versailles oder Schloss Sch\u00f6nbrunn, nur dass dem Herrn Kurf\u00fcrst nach dem ersten Drittel die Kohlen ausgingen. Gro\u00df genug zum drin rumlaufen ist der Park trotzdem, auch wenn zu dieser Jahreszeit noch nicht wirklich viel Gr\u00fcnzeug am Bl\u00fchen war.<\/p>\n<p>Nachdem wir da genug herumgewandert waren ging es in einer kleinen Landpartie via K\u00f6nigstein und Bad Schandau zur\u00fcck zur Pension, wo der Rest des Tages aus Eierschecke, Verdauungsschlaf, Schnitzel mit Kroketten und Mau Mau (grandios verloren) bestand.<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 30.4.2013, Karl-May-Museum, Shoppen<\/strong><\/p>\n<p>Aus witterungstechnischen Gr\u00fcnden war wieder kein Wandern angesagt, stattdessen fuhren wir nach Radebeul zur <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl-May-Museum\">&#8222;Villa Shatterhand&#8220;<\/a>, in der Karl May wohnte und arbeitete. Heute ist das ein Museum, allerdings eher \u00fcber reale Indianer statt Winnetou und Old Shatterhand. In Dresden hat es \u00fcbrigens nicht einen Tropfen geregnet&#8230;<\/p>\n<p>Wir begaben uns nun in den Elbepark und gingen wieder shoppen. Ich erkl\u00e4rte meiner Mutter, wie man richtig Jeans kauft (Uwe zur Verk\u00e4uferin: &#8222;Die Hose, die ich anhab, aber in neu&#8220;, die pa\u00dft auch ohne Anprobe), bevor ich dann durch die f\u00fcnf vorhandene Schuhgesch\u00e4fte tigerte, um Ersatz f\u00fcr meine ausgelatschten Treter zu finden. Leider gibts die Sorte, die ich anhatte, nicht mehr in neu, weswegen ich einen Ersatz suchen musste, was nicht einfacher wird, wenn man genau wei\u00df, was man will. Im letzten Gesch\u00e4ft wurde ich dann doch f\u00fcndig&#8230;<\/p>\n<p>Danach war R\u00fcckfahrt, Eierschecke, Mittagsschlaf, Cordon Bleu mit Pommes und eine Runde Mau Mau (nach langer F\u00fchrung doch nur Zweiter) angesagt, bevor ich bei einer Diskussionsrunde zum R\u00fcckspiel in im CL-Halbfinale zwischen Real Madrid und dem BVB einschlief.<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 1.5.2013 &#8211; Schrammsteine, Affensteine<\/strong><\/p>\n<p>Nach zwei Tagen ohne Wandern durfte es heute etwas mehr sein: Zun\u00e4chst mal mit dem Auto bis zum Nassen Grund im Kirnitzschtal (wo einem auf der Stra\u00dfe schon mal eine wilde <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kirnitzschtalbahn\">Waldstra\u00dfenbahn<\/a> entgegenkommen kann). Von hier aus ging es hinauf zur Schrammsteinaussicht, was in erster Linie wieder viel Treppensteigen hie\u00df. Feiertag sei Dank war auch viel Betrieb, was dann zum Stau an diversen Aussichtspunkten f\u00fchrte&#8230;<\/p>\n<p>Oben angekommen ging es nun eigentlich immer geradeaus \u00fcber die hinteren Schrammsteine in Richtung Affensteine. Ziel war die Obere Affensteinpromenade. Wir stellten allerdings fest, dass hier der Winter ziemlich gew\u00fctet hatte, so hatten zahlreiche B\u00e4ume eine gewisse Fallsucht an den Tag gelegt und versperrten des \u00d6fteren den Weg. \u00dcberhaupt war der Weg durchaus anspruchsvoll und kein einfacher &#8222;ich spazier hier mal durch die Gegend&#8220;-Weg. Der Abstieg f\u00fchrte \u00fcber ziemlich weggesp\u00fclte Treppenstufen zur\u00fcck, und nach einer recht ordentlichen Tour (17.x km) waren wir dann immerhin p\u00fcnktlich zum Abendessen (Steak mit Kroketten und Kr\u00e4uterbutter und ein Nu\u00dfeisbecher) in der Pension.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 2.5.2013 &#8211; Rauenstein<\/strong><\/p>\n<p>Als letzte Wanderung des Urlaubs ging es diesmal relativ geruhsam zu. Ziel war der Rauenstein, gegen\u00fcber der Bastei am anderen Elbufer gelegen. Dazu ging es mittels Blechkalesche bis nach Wehlen, wo an der Elbe geparkt wurde (im Sommer 2002 h\u00e4tten wir das Auto dabei ungef\u00e4hr 6m tief im Wasser versenkt). Die F\u00e4hre brachte uns auf die andere Seite, wo der Aufstieg begann. Ich hatte noch ein leichtes Ziehen in den Beinen von der gestrigen Wanderung, aber es ging doch relativ problemlos. Nach dem Aufstieg war der Weg auch recht eben (von obligatorischen Treppen und Aussichten unterbrochen) und f\u00fchrt am anderen Ende des Berges angekommen wieder hinab nach Rathen.<\/p>\n<p>Hier gibt es eine weitere F\u00e4hre, die als <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gierseilf%C3%A4hre\">Gierf\u00e4hre<\/a> nur von der Str\u00f6mung ans jeweilige Ufer gedr\u00fcckt wird. Auf der \u00f6stlichen Elbseite angekommen erwartete mich noch eine ziemliche \u00dcberraschung in Person eines ehemaligen Mitstudenten, mit dem ich mehrere Jahre in einer WG gewohnt, ihn aber schon seit 2006 nicht mehr gesehen hatte. Man arbeitet zwar in Erlangen bzw. M\u00fcnchen, aber trifft sich dann eben einfach mal so in der hintersten Ecke Deutschlands&#8230; Die Welt ist eben manchmal ein Dorf.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall gabs nun eine Bratwurst und anschlie\u00dfend noch einen Spaziergang entlang der Elbe zur\u00fcck nach Wehlen. Nach einer Runde \u00fcber den Marktplatz (sehr imposant die Hochwassermarkierungen) ging es nun wieder zur\u00fcck in die Pension, wo es nun Eierschecke und Nu\u00dfeisbecher gab (nachdem meine alten Herrschaften schon in Wehlen ein Eis gefuttert hatten). Einen Mittagsschlaf sp\u00e4ter wurden noch ein Schnitzel und Pommes plus Gem\u00fcse mit drei Bier runtergesp\u00fclt, bevor es zur Nachtruhe ging.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen war dann Abreise angesagt, womit wir zum Fazit kommen: Die Wanderschuhe sind prima, meine F\u00fc\u00dfe sind ausdauernder als meine Schultern, das Wetter war ziemlich naja und die Pension ist \u00e4u\u00dferst empfehlenswert. <a href=\"http:\/\/www.domaratius.de\/fotografiert\/events\/20130503urlaub\/index.php?entries=4\">Fotos<\/a> sind w\u00e4hrend der ganzen Wanderei auch noch entstanden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Uwe war &#8211; man glaubt es kaum &#8211; im Urlaub. 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