{"id":1186,"date":"2012-05-13T16:41:01","date_gmt":"2012-05-13T15:41:01","guid":{"rendered":"http:\/\/uwe.s2000.at\/?p=1186"},"modified":"2012-05-13T16:41:01","modified_gmt":"2012-05-13T15:41:01","slug":"besuch-im-wilden-osten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.domaratius.de\/blog\/2012\/05\/13\/besuch-im-wilden-osten\/","title":{"rendered":"Besuch im wilden Osten"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcbers Wochenende war ich mal wieder in Chemnitz, Geburtstagsfeier war angesagt. Dieses und was dabei sonst noch so alles passierte nun in den folgenden viel zu vielen Abs\u00e4tzen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Hinfahrt am Freitag verlief spektakul\u00e4r unspektakul\u00e4r. Der Zug war p\u00fcnktlich, die Klimaanlage funktionierte auch, man kann h\u00f6chstens dr\u00fcber meckern, dass es im Zug ein wenig zu kalt war (ich war am \u00dcberlegen die Jacke wieder anzuziehen), w\u00e4hrend es drau\u00dfen schlappe 28 Grad oder sowas in der Art hatte.<\/p>\n<p>Na jedenfalls spazierte ich in Chemnitz erstmal in einen Hosenladen, zwecks Kauf einer ebensolchen. Bei mir ist das ja inzwischen ganz einfach: Uwe sucht die Verk\u00e4uferin, murmelt was von &#8222;die Hose, die ich anhab, aber in neu&#8220; und braucht das gute St\u00fcck nur noch pro Forma anprobieren. Die zweite Verk\u00e4uferin war dann auch gleich ganz begeistert, dass die Hose so toll passt und dass das mit dem Einkaufen bei M\u00e4nnern ja so wahnsinnig schnell geht&#8230; Tja. Nun sollte ich jedenfalls erstmal wieder ein Jahr hinkommen, so hosentechnisch.<\/p>\n<p>Nachdem dieser Tagesordnungspunkt abgehakt war, brauchte ich noch einen Blumenstrau\u00df, weil ich sonst schon nix zu schenken dabei hatte. Die ganze Schenkerei wird eh \u00fcberbewertet. Und so machte ich mich dann auf zu einem sch\u00f6nen Sommerspaziergang durch die Stadt.<\/p>\n<p>Danach folgte erstmal das obligatorische Kaffeetrinken mit Kuchen, Kaffee und noch mehr Kuchen. Immerhin hatte ich ja kein Mittagessen gehabt (und kein Fr\u00fchst\u00fcck, aber das erw\u00e4hnte ich lieber gar nicht erst). Es folgte die erste technische Aufgabe des Tages: Programmiere einen LCD-TV so, dass er alle Fernsehsender auf die Nummern legt, die Opa haben will. Im ersten Versuch stellte ich zun\u00e4chst fest, dass das nicht geht. Derart angespornt musste jetzt das gro\u00dfe Universalwerkzeug ausgepackt werden: Man befrage das Orakel zu Gugel und schaue mal, was das so wei\u00df. Und siehe da: Wenn man beim automatischen Sendersuchlauf ein H\u00e4kchen bei &#8222;Automagisch sortieren&#8220; entfernt, bevor man den Suchlauf startet, kann man die Sender danach tats\u00e4chlich manuell umsortieren. Bis das erledigt war, hatte ich schon ein Schnitzel intus, welches wiederum mit Bier runtergesp\u00fclt wurde (damit der Junge ja nicht verhungert). Achja, und eine Runde Sofaschlaf war zwischendurch auch noch drin.<\/p>\n<p>Dann blieb nur noch die Frage, wie man die analogen TV-Sender aus der einen Liste mit den digitalen TV-Sendern aus der zweiten Liste vermixt, so dass man sauber herumnavigieren kann.Diese Frage konnte am Samstagvormittag dann auch (unzureichend) beantwortet werden, vorher gabs allerdings noch Fr\u00fchst\u00fcck (Kaffee und Nutellabr\u00f6tchen). Man muss dazu Sender in der einen Liste als unbenutzt markieren, in der zweiten Liste diese Eintr\u00e4ge korrekt belegen, und nach nur 4h Herumgedr\u00fccke auf der Fernbedienung ist man dann soweit, dass man 50+ Sender gucken kann. Ich wei\u00df schon, warum ich noch bei meiner 10 Jahre alten TV-Karte im Rechner geblieben bin, so einen K\u00e4se h\u00e4lt ja kein normal Bekloppter aus. Achja, die Temperaturen hatten sich gegen\u00fcber dem Vortag um 15 Grad nach unten bewegt, was wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde.<\/p>\n<p>Es folgte das Mittagessen (Kartoffeln, Erbsen, M\u00f6hren und G&#8217;wiechtsbrodln (mit langem ie und ch wie in Chef, sofern man das nicht Scheff ausspricht)). Wer sich nun verzweifelt fragt, was das sein soll, schlage bitte unter Frikadellen\/Buletten\/Fleischpflanzerl\/Hamburger\/Gehacktesklopse nach. Zum fehlenden K\u00fcmmel hab ich mal nix gesagt \ud83d\ude42 Als Nachtisch gabs Erdbeeren in Vanilleso\u00dfe, f\u00fcr Uwe getrennt in zwei Sch\u00fcsseln, damit die Erdbeeren auch nach Erdbeeren schmecken (hat ja jeder &#8217;ne andere Vollmeise in der Familie).<\/p>\n<p>Danach kamen die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen G\u00e4ste, und der n\u00e4chste Gang der V\u00f6llerei konnte beginnen, bestehend aus Erdbeertorte, Streuselkuchen, Bismarckeiche (mit Vanillecreme, die sinnvollerweise als &#8222;Nuss&#8220; vertrieben wird) und viel Schlagsahne. Achso, und Kaffee zum Sp\u00fclen.<\/p>\n<p>Im Anschluss folgte die bei Familienfeiern \u00fcbliche gro\u00dfe Kniffelrunde. Hier trumpfte mein Platznachbar ganz gro\u00df auf (drei Kniffel in einer Runde&#8230;), f\u00fcr mich reichte es nur zu durchschnittlichen Pl\u00e4tzen irgendwo im Niemandsland der Tabelle. Zwischendrin wurde noch Formel 1-Training, die Schlu\u00dfminuten des Pokalfinales der Frauen (Bayern hat doch was gewonnen) und Giro d&#8217;Italia geguckt, das Abendessen in die R\u00f6hre geschoben und weitergekniffelt. Weil dann immer noch keiner geplatzt war gabs Fleischpfanne mit Pilzso\u00dfe, extra f\u00fcr Uwe noch Fleischpfanne mit scharfer So\u00dfe (wo ich weder das eine noch das andere mag, das Fleisch war aber trotzdem lecker).<\/p>\n<p>Es folgte die finale Kniffelrunde, bevor die G\u00e4ste sich auf die Socken machten, damit man p\u00fcnktlich zum Anpfiff des Pokalendspiels daheim sein konnte. Es blieben nun noch f\u00fcnf Zuschauer \u00fcbrig, davon drei selbsternannte Fu\u00dfballexperten. Zum Gl\u00fcck war das Spiel auch ohne Zuschauerkommentare unterhaltsam. Der Lacher des Abends war dann ein realit\u00e4tsfremder Spieler des FCB, der da die Exklusivmeinung hatte, dass die Bayern \u00fcber 90 Minuten die bessere Mannschaft gewesen seien&#8230; Nun ja, waren ja nur f\u00fcnf sehr ungl\u00fcckliche Gegentore, hrhr.<\/p>\n<p>Der Abend endete mit einem laut fluchenden Gro\u00dfvater, der es schaffte, was umzuschmei\u00dfen bzw. runterfallen zu lassen. Diesmal wars eine Sch\u00fcssel, die vom Tisch gen Fu\u00dfboden segelte und dort in 1000 schicke Scherben zerplatzte. Das geh\u00f6rt einfach dazu, mindestens eine umgeschmissene Flasche mit entsprechendem Kleckerfaktor gibts bei Familienfeiern immer. W\u00e4r ja auch bl\u00f6d, wenn immer alles ewig halten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Heute morgen gabs dann nach einem ausgedehnten Fr\u00fchst\u00fcck (man hatte ja schon die ganze Nacht nichts gegessen) noch ein Streuselkuchen-Carepaket, bevor es zwecks R\u00fcckfahrt zum Bahnhof ging. Der Zug kam auch p\u00fcnktlich, war allerdings von einer Schulklasse bev\u00f6lkert (ca. 5. Klasse, nur M\u00e4dels &#8211; f\u00fcr die Ger\u00e4uschkulisse stelle man sich einen aufgescheuchten H\u00fchnerhaufen vor). Au\u00dferdem stieg in Plauen noch eine Familie mit zwei Kindern, drei Koffern und einem Kalb zu. Dieses Kalb der Sorte &#8222;Deutsche Dogge, blau&#8220; (wer auch immer auf so eine Bezeichnung kommt) trottete gem\u00e4chlich durchs ganze Abteil und lie\u00df sich auch von irritierten Blicken der anderen Fahrg\u00e4ste nicht aus der Ruhe bringen. Ist aber auch ein merkw\u00fcrdiges Gef\u00fchl, wenn man da so im Zug sitzt, und dir pl\u00f6tzlich Hund treudoof ins Gesicht glotzt&#8230;<\/p>\n<p>Der Zug war dann trotzdem p\u00fcnktlich in N\u00fcrnberg, der Anschluss passte auch, und abgesehen von den ganzen Muttertagsblumenstrau\u00dftransportierenden Mitreisenden und dem Aktfotograf samt Model (Freitag w\u00e4r besseres Wetter gewesen, heute wars doch arg k\u00fchl) in einem unbenutzten alten G\u00fcterschuppen in N\u00fcrnberg direkt neben der vielbefahrenen Strecke zwischen N\u00fcrnberg und F\u00fcrth gabs dann auch nix erw\u00e4hnenswertes mehr zu berichten.<\/p>\n<p>tl;dr;<\/p>\n<p>Zu viel gefuttert, zu wenig bewegt, viel dummes Zeuch gequatscht: sch\u00f6n wars.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcbers Wochenende war ich mal wieder in Chemnitz, Geburtstagsfeier war angesagt. 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